Die 22 Penaltys von Kopenhagen im Schnelldurchlauf

7:6 gewinnt Roter Stern Belgrad im Elfmeter-Krimi das CL-Qualifikationsspiel in Kopenhagen. 9 der 22 Schützen scheitern kläglich vom lädierten Punkt aus.

Der Penalty-Wahnsinn von Kopenhagen: Die Versuche der 22 Schützen im Schnelldurchlauf. (Video: Youtube)

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1:1 trennten sich Roter Stern Belgrad und der FC Kopenhagen im Hinspiel der 3. Qualifikationsrunde in der Champions League. Mit dem gleichen Resultat endet das zweite Duell nach der regulären Spielzeit. Weil in der Verlängerung kein Treffer fällt, muss das Penaltyschiessen über den Einzug ins Playoff gegen die Berner Young Boys entscheiden – und dieses wird zum absoluten Krimi.

Der weisse Elfmeterpunkt ist noch knapp erkennbar, als sich Marko Marin den Ball zurecht legt. Der deutsche Captain von Roter Stern, der einst als grosses Talent gehandelt wurde, hämmert ihn jedoch an die Latte. Dann treffen je zwei Spieler, ehe Kopenhagens Fischer als Erster verzieht. Jevtovic ergeht es gleich, wobei er weit über das Tor schiesst. Beim Stand von 2:2 pariert Goalie Milan Borjan den Versuch von Bengtsson.

In der Folge sind wieder zwei Schützen erfolgreich. Dort wo der Penaltypunkt ist, wird die Furche im Boden immer tiefer. Nach je 5 geschossenen Elfmetern steht es 3:3 – auch das Penaltyschiessen geht in die Verlängerung. Dann folgt der absolute Wahnsinn: Die Schützen Nummern 6 und 7 der Serben schiessen den Ball hinauf in den Nachthimmel statt ins Tor. Doch die Kopenhagener nehmen das Geschenk zweimal nicht an. Einmal pariert Roter-Stern-Goalie Borjan, dann vergibt ein weiterer Däne kläglich und schickt den Ball hoch übers Tor in seine eigene Fankurve.

Als hätte Hitz ihn bearbeitet

Die nächsten vier Feldspieler bekunden weniger Mühe mit der Abschussstelle, die mit jedem weiteren Schützen zum schwarzen Loch wird. Dann duellieren sich gar die beiden Torhüter, wobei jeder jubeln kann. Pankov erhöht für die Serben auf 7:6. Schliesslich geht Borjan als Matchwinner hervor, da der Kopenhagener Stürmer Jonas Wild an ihm scheitert. Der kanadische Nationalgoalie mit serbischen Wurzeln stand dreimal goldrichtig.

Am Ende sieht der Elfmeterpunkt so aus, als wäre er von Marwin Hitz bearbeitet worden. Der Schweizer Torhüter machte im Dezember 2015 im Bundesliga-Spiel mit Augsburg gegen Köln mit seinen Stollen den Rasen kaputt, so dass Penaltyschütze Anthony Modeste beim Anlaufen ausrutschte. Man muss dem heutigen BVB-Keeper zugute halten, dass er den Schuss dann auch noch parierte, aber die ganz feine Art war das nicht.

(ddu)

Erstellt: 14.08.2019, 09:18 Uhr

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