Das 1-Millionen-Spiel

Der FC Zürich spielt zum Abschluss der Europa-League-Gruppenphase gegen Ludogorez Rasgrad. Obwohl er sicher europäisch überwintert, geht es für den Stadtclub um einiges.

Der FCZ und Trainer Ludovic Magnin haben noch etwas gutzumachen.

Der FCZ und Trainer Ludovic Magnin haben noch etwas gutzumachen. Bild: Keystone

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Aliu, Baumann, Ceesay, Kempter, Omeragic, Rohner, Sauter, Rüegg, Pa Modou – es dauert ein Weilchen, bis die Verletztenliste des FC Zürich runtergelesen ist. Marco Schönbächler ist dazu angeschlagen, das Sprunggelenk plagt ihn, und Yanick Brecher trainierte zuletzt getrennt von der Mannschaft, weil er im Spiel gegen Basel auf den Rücken fiel und wegen Schwindelgefühlen zur Pause ausgewechselt werden musste. Für ihn wird wohl im heutigen Europa-League-Spiel gegen Ludogorez Rasgrad der 38-jährige Andris Vanins im Tor stehen.

Vielleicht auch darum schickte Trainer Ludovic Magnin seine Mannschaft am Dienstag mit Nachdruck vom Trainingsplatz in die Kabine: «Aufhören, Jungs, in zwei Tagen ist Spiel.» Es ist das zweitletzte in diesem Jahr.

Minustemperaturen erwarten den FCZ in Bulgarien – und eine ungewöhnliche Anspielzeit. Wegen der Zeitverschiebung pfeift der russische Schiedsrichter Kirill Levnikov das Spiel erst um 22 Uhr Ortszeit an.

Rang, Geld, Ehre

Obwohl der FCZ bereits für die K.-o.-Phase qualifiziert ist, geht es für ihn gegen Ludogorez um einiges. Der Reihe nach um: Rang, Geld und Ehre. Erstens könnte der Cupsieger noch immer Gruppenerster werden und damit eine günstigere Auslosung für den Sechzehntelfinal erhalten – er würde nicht auf die Gruppendritten aus der Champions League stossen. Nötig dafür wäre ein Sieg und das Szenario, dass Leverkusen gegen Larnaca nicht gewinnt.

Zweitens könnte der FCZ noch einmal mächtig Geld verdienen. Pro Punkt erhält eine Mannschaft in der Europa League 190'000 Euro. Überholt der FCZ Leverkusen, fliesst noch einmal eine Million Euro in die Kasse, bleibt er Zweiter, bekommt der Stadtclub 500'000 Euro von der Uefa. Heisst: Es geht im Spiel gegen Ludogorez um nicht weniger als 1'070'000 Euro.

Drittens hat der FCZ etwas gutzumachen. Die Niederlage gegen Larnaca war eine Enttäuschung, allen voran für Trainer Ludovic Magnin. Ihm gelang es nicht, seine Mannschaft richtig einzustellen. Gegen Ludogorez ist der FCZ wie gegen die Zyprioten Favorit. An einem gewöhnlichen Tag fliegt er darum aus Bulgarien mit 3 Punkten und mindestens 570'000 zusätzlichen Euro im Gepäck nach Hause. (czu)

Erstellt: 13.12.2018, 18:29 Uhr

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