Wädenswil

Wädenswil siegt im Spitzenkampf

Wädenswil gewinnt den Frauen Zweitligaspitzenkampf im Seederby zu Hause gegen Zürisee United 2:1. Der Trainer fand in der Pause für sein junges Team die richtigen Worte.

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Beide Equipen vom Zürichsee gehören in der 2. Liga der Frauen zu den Aufstiegsfavoriten. Wädenswils Trainer Christian Geiger spricht den Wunsch nach einer Promotion in die 1. Liga seit Monaten offen aus, obwohl die meisten seiner Spielerinnen noch keine 20 Jahre alt oder nur knapp darüber sind. «Natürlich ist mein Team jung und im Aktivfussball relativ unerfahren. Dafür spielen die meisten meiner Spielerinnen schon lange zusammen. Und im FC Wädenswil werden die Mädchen sehr gut gefördert», begründet er seinen Optimismus.

Zürisee United ist vielleicht noch besser aufgestellt als ihre Widersacherinnen vom anderen Seeufer. Im Frauenteam stehen ehemalige Juniorinnen der Vereine Stäfa, Männedorf, Meilen und Herrliberg. Anfang dieses Jahrzehnts kämpften die Frauen von Zürisee United sogar in der 1. Liga um Meisterschaftspunkte. Der aktuelle Trainer Roger Küng äussert das Wort «Aufstieg» zwar nicht so gerne, sagt aber vielsagend, dass Zürisee United auch gerne dort vorne wie Wädenswil spielen würde.

"Wir beherrschen das noch nicht so, wie wir es wollen."FC Zürisee-United-Trainer Roger Küng klärt auf, dass sein Team seit dieser Saison mit drei statt mit vier Verteidigerinnen spielt.

Beide Teams zierten vor dem direkten Duell in Wädenswil mit sieben Punkten aus drei Partien die Tabellenspitze. Im Spitzenkampf dominerte in der ersten Halbzeit die routiniertere Gästetruppe. Wädenswils Goalie Nora Randegger bewahrte mit tollen Interventionen ihre Kolleginnen vor einem Rückstand. In der 39 . Minute brachte Sharon Mizrahi nach einem klugen Pass von Romy Geiger Wädenswil entgegen dem Spielverlauf in Führung. Es war eine der wenigen Situationen vor der Pause, in welcher die Gastgeberinnen ihre Schnelligkeit, Wendigkeit, Laufbereitschaft und gut ausgebildete Technik zeigen konnten. Kurz vor dem Seitenwechsel jedoch sorgte United-Captain Julie Brecher, die Schwester der starken Goalies Yanick (FC Zürich) und Dennis (FC Stäfa), nach einem Pass von Caroline Bitterli für das verdiente 1:1.

United mit Zwischentief

In der zweiten Halbzeit änderte sich dann das Geschehen. Die Wädenswilerinnen waren spielbestimmend. Die Frauen von Zürisee United brachten kaum einen Fuss vor den anderen. Folgerichtig ging der Gastgeber in der 59. Minute in Führung. Diesmal passte Sharon Mizrahi auf Romy Geiger, die vollendete. Die Lethargie von Zürisee United dauerte beinahe bis zur 80. Minute. «Zürisee war nach der Pause komisch schwach. In der ersten Halbzeit hatten sie Oberwasser», beschrieb Wädenswils Trainer Geiger die beiden unterschiedlichen Spielphasen. «Meine Spielerinnen wollten nach der Pause zu viel und waren dann nicht mehr locker», meinte United-Trainer Roger Küng zum Leistungsabbau seines Teams. Zudem habe der verletzungsbedingte Ausfall der ehemaligen Erstligaspielerin und Topscorerin Andrea Färber das Team geschwächt. «Leider sieht es bei Andrea momentan nicht gut aus», wagte Küng eine erste Einschätzung. Und: auf diese Saison hin hat die Equipe von einer Vierer- auf eine Dreierabwehr umgestellt. «Wir beherrschen das noch nicht so, wie wir es wollen», ergänzt der Teamverantwortliche.

Sein Team hat dann in den Schlussminuten, unter der Regie von Laura Stähli, nochmals alles nach vorne geworfen, um den Ausgleich zu erzielen. Zwei gefährliche Kopfbälle flogen noch knapp am Wädenswiler Gehäuse vorbei. Zu mehr reichte es nicht. Das Verändern der Kräfteverhältnisse in der zweiten Halbzeit hatte nicht nur mit dem Nachlassen von Zürisee United zu tun. Die Wädenswilerinnen selber legten auch eine Schippe drauf. Trainer Christian Geiger fand in der Kabine die richtigen Worte. «Auch als technisch und läuferisch starkes Team müssen wir natürlich auch in den Zweikämpfen bestehen. Und das haben meine Spielerinnen in der zweiten Halbzeit dann endlich auch gemacht.»

Erstellt: 22.09.2019, 22:48 Uhr

Spielerinnen unter der Lupe

Die Top 3

Wädenswils 24-jährige Mittelfeldspielerin Joëlle Aeschimann, war beweglich, lief viel, setzte damit gegnerische Spielerinnen unter Druck, bot sich an und gab kluge Pässe nach vorne. Laura Stähli war ein Vorbild in Sachen Einsatz. Die Stürmerin gab nie auf. Sie hatte auch am Ball gelungene Aktionen – ein Tor blieb ihr aber verwehrt. Mit vier tollen Paraden in der 5., 18., 19. und 36. Spielminute bewahrte Wädenswils Goalie Nora Randegger ihr Team vor einem Rückstand. (mw)

Telegramm

Wädenswil - Zürisee United 2:1 (1:1)

Beichlen. 90 Zuschauer. – SR Marci Di Pietro. – Tore: 39. Mizrahi 1:0. 44. Brecher 1:1. 59. Romy Geiger 2:1. – Wädenswil: Randegger; Camor, Lillo Geiger, Tanner, Hölzle (75. Blickenstorfer); Mizrahi, Mia Geiger, Aeschimann, Häfeli (80. Nydegger); Romy Geiger (90.+1. Carpanetti), Babic (35. Hefti). – Zürisee United: Ehrismann; Eberhard, Brecher, Bigna Färber; Turati (77. Nobs), Annik Färber (84. Wüthrich), Oldani (57. Zwimpfer, 90. Annik Färber), Wüthrich (35. Stutz), Bitterli (84. Gähler); Andrea Färber (33. Gähler, 60. Carbonaro), Stähli.

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