Fussball

Aufsteiger Adliswil bleibt sich treu

Nach zwei Aufstiegen in Serie will Adliswil auch in der 2. Liga Interregional selbstbewusst auftreten.

Das Saisonziel von FCA-Trainer Mario Pischedda heisst Klassenerhalt.

Das Saisonziel von FCA-Trainer Mario Pischedda heisst Klassenerhalt. Bild: Archiv David Baer

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Für Aussenstehende ist klar, dass dem FCA eine schwierige Saison bevorsteht. Das Kader hat tendenziell eher an Substanz verloren. Vor allem der Abgang von Blerton Avdyli, dem mit 26 Treffern mit Abstand besten Torschützen und Liga-Topskorer, dürfte schwer wiegen. Trainer Mario Pischedda hält jedoch dagegen: «Unsere grösste Qualität ist und bleibt der Teamgeist, der unbedingte Siegeswille.»

Schon nach dem Aufstieg in die 2. Liga habe es geheissen, sie würden wohl kaum weiterhin das Spiel machen können. «Wir haben das Gegenteil bewiesen», blickt Pischedda zurück. Auch jetzt sieht er keinen Grund, etwas an der Spielweise zu ändern. «Wir spielen nicht Fussball, um ein Unentschieden zu holen.»

Immer weiter verbessern

Das grosse Selbstvertrauen ist verständlich. Auf ihrem Durchmarsch von der 3. Liga in die 2. Liga Interregional gewannen die Adliswiler 34 ihrer 48 Partien (dazu je sieben Remis und Niederlagen), bei einem Torverhältnis von 128:45. Nachvollziehbar ist auch, dass man sich nicht den Aufstiegsschwung «wegreden» will. Pischedda und sein neuer Assistent Alessio Piccinno drücken sich deshalb bewusst vorsichtig aus: «Wir rechnen nie mit einer Niederlage. Aber es wird solche geben – und dann ziehen wir das Positive daraus, analysieren die Fehler, arbeiten an den Schwächen und werden dadurch letztlich umso stärker. Niederlagen motivieren uns auch, es das nächste Mal besser zu machen.»

Für Staff und Team ist das Saisonziel klar und heisst Ligaerhalt. Vom Vorstand her gibt es aber keinen Druck: «Wir gaben kein konkretes Saisonziel vor», sagt Präsident Bruno Stäubli – und begründet: «Das Budget wurde zwar erhöht, aber nicht, um mehr Geld in Spieler zu investieren, sondern um beispielsweise die Mehraufwände durch die längeren Reisen zu decken. Wir bleiben unserer Philosophie treu, wollen als Verein auf einer soliden Basis stehen und weiter die Jugendabteilung stärken.» Dass dies nicht leere Worthülsen sind, belegen die Transfers. Gekom­men sind junge, lern­willige Spieler.

Immer alles geben

Zufrieden sei er Ende Saison, wenn «der Staff und die Spieler immer alles gegeben haben – auf und neben dem Platz», sagt ­Stäubli. Gleiches ist auch für Pischedda und Piccinno das Wichtigste: «Jeder muss immer alles geben, bis zum Schluss kämpfen, nie aufgeben.» Werde dies um­gesetzt, brauche sich niemand etwas­ vorzuwerfen, wenn das Resul­tat einmal negativ ausfalle.

Wegen Umbauarbeiten war die Trainingsinfrastruktur im Sommer nur eingeschränkt benützbar. Dies verlangte organisatorisches Geschick, beeinträchtigte die Saisonvorbereitung, die nach nur zweieinhalb Wochen Sommerpause begonnen wurde, aber nicht gross. Trainiert wird auch eine Liga höher zweimal pro Woche­, neu dauert eine Einheit allerdings 120 statt 90 Minuten. Dies soll helfen, sich an die ­höhere Intensität in der 2. Liga Interregional zu gewöhnen.

Los geht das Abenteuer 2. Liga Interregional für Adliswil am Samstag mit der Auswärtspartie bei den Eagles Aarau. Die Albaner-Mannschaft ist ebenfalls neu in der Liga und hat einen noch eindrücklicheren Aufstieg hinter sich als der FCA. 2012 nahmen die «Adler» in der 5. Liga die erste Saison der Vereinsgeschichte in Angriff. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 10.08.2018, 10:51 Uhr

Kader Saison 2018/19

Staff: Mario Pischedda (Trainer), Alessio Piccinno (Assistent).
Tor (3): Fabien Burkhalter (Jahrgang 1998), Salvatore Giangreco (88), Deniz Kurman (99).

Verteidigung (11): Mauro Bindi (91), ­Tobias Bosbach (92), David Burkhardt (99), Meo Dalgic (99), Alessandro Esposito (91), Philipp Frey (91), Joel Grand (00), Yannick Gross (93), Bojan Jevtic (97), Alexander Partner (95), Burak Zecirovic (96).

Mittelfeld (8): Ahmad Hassan Abou (96), Benjamin Da Silva (97), Philipp Hoheneck (94), Patrik Hug (96), Luca Schmid (91), Gilles Steiger (91), Joel Vegezzi (93), Simon Zangger (90).

Sturm (8): Egzon Aliaj (93), Kushtrim Bakolli (98), Enrico Cannazza (93), Isaac Escobar (96), Ardian Ftaqi (92), Arbnor Krasniqi (96), Luis Muino (87), Robin Oberholzer (00).

Zuzüge (5): Cannazza (Wädenswil/2.), Grand (Kilchberg-Rüschlikon/3.), Krasniqi (Dietikon/2i), Dalgic (Aarau U-18), Kurmann (Red Star/Jun.).

Abgänge (6): Blerton Avdyli (Lachen/Altendorf), Vigan Bunjaku, Gianluca Cavaliere (beide Wollishofen), Josef Esposito (Thalwil), Giuliano Gargiulo (Schlieren), Abdoulaye Thiam (FC Unterstrass).

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