Fuglsang muss aufgeben, Ewan gewinnt Sprint

Caleb Ewan siegt beim Massensprint der 16. Etappe an der Tour de France. Der dänische Mitfavorit Jakob Fuglsang muss nach einem Sturz aufgeben.

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Auf den 177 Kilometern mit Start und Ziel in Nîmes feierte der Australier Caleb Ewan am Dienstag seinen zweiten Sieg bei dieser Tour. «Ich habe so gelitten bei dieser Hitze, aber meine Frau und meine Tochter waren extra Motivation», sagte Ewan.

Einen weiteren Schreck gab es dagegen für den britischen Titelverteidiger Geraint Thomas, der schon zum dritten Mal bei dieser Tour stürzte, aber auch diesmal weiterfahren konnte. Schlimmer als für Thomas kam es für Jakob Fuglsang: Der dänische Mitfavorit musste nach einem Sturz rund 30 km vor dem Ziel das Rennen aufgeben. Er brach sich nichts, erlitt aber schwere Prellungen an Hand, Armen und Knien. «Ich bin wirklich enttäuscht, dass ich die Tour de France so verlassen muss. Aber die Schmerzen waren zu gross, um weiterzufahren», sagte Fuglsang.

Ewan ist bei der Tour bislang der Mann mit den schnellsten Beinen im Finale. Seine ersten Niederlagen machte er schnell vergessen, mit zwei Siegen ist er jetzt besser als seine Sprint-Rivalen, die allesamt erst einen Tageserfolg auf dem Konto haben. Geschlagen geben mussten sich der Italiener Elia Viviani und Dylan Groenewegen aus den Niederlanden, die beim flachen Finale in der sengenden Hitze von Nîmes auf der 16. Etappe die Ränge zwei und drei belegten. Der Leader der Sprintwertung Peter Sagan aus der Slowakei wurde Vierter.

Vorerst letzte Sprintankunft

Beim letzten flachen Profil vor dem Finale in Paris am kommenden Sonntag war eine Massenankunft erwartet worden. Die Sprinterteams sorgten trotz Temperaturen von bis zu 40 Grad im Süden Frankreichs den kompletten Tag lang für das Tempo und stellten letztlich zweieinhalb Kilometer vor dem Ziel eine fünfköpfige Ausreissergruppe.

Im Gelben Trikot fährt weiterhin Frankreichs Liebling Julian Alaphilippe, der mit beherzten Attacken einen Vorsprung herausfuhr und neuerdings auch beim Zeitfahren und im Hochgebirge glänzt. Kann sich der eigentlich als Klassiker-Spezialist bekannte Alaphilippe auch in den Alpen an der Spitze halten, wäre er der erste französische Tour-Sieger seit Bernard Hinault 1985. (dpa)

Erstellt: 23.07.2019, 17:44 Uhr

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