Mountainbike

Frei fährt zu Silber – Guerrini holt Bronze

Sina Frei aus Uetikon am See wurde in Nove Mesto (CZE) Vizeweltmeisterin im U23-Cross-Country-Rennen. Einen Podestplatz feierte auch Nachwuchsfahrer Marcel Guerrini (Neuhaus). Er wurde Dritter bei den U23-Männern.

Sina Frei aus Uetikon a.S. zelebriert auf der Zielgeraden ihren Vizeweltmeistertitel.

Sina Frei aus Uetikon a.S. zelebriert auf der Zielgeraden ihren Vizeweltmeistertitel. Bild: Armin M. Küstenbrück

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«Ich bin sehr zufrieden», frohlockt Sina Frei. Die 18-jährige Uetikerin kehrt mit zwei Medaillen von der WM in Tschechien nach Hause an den Zürichsee. Am Donnerstag hatte sie mit einer starken Leistung dem Schweizer Team zu Bronze verholfen. Und gestern stellte die Nachwuchsfahrerin des VC Meilen ihre Topform erneut eindrücklich unter Beweis. Frei wurde im U23-Rennen der Frauen Vizeweltmeisterin. Der Titel ging an die Schwedin Jenny Rissveds.Die amtierende U23-Europameisterin bildete mit Rissveds, der Nidwaldnerin Alessandra Keller und Evie Richards (GBR) rasch die Spitzengruppe. «In der zweiten Runde konnte ich Richards überholen», schildert Frei. Auf der letzten Schlaufe des 23,3 km langen Rennens liess sie auch Keller stehen und erreichte 18 Sekunden vor der zweiten Schweizer Medaillengewinnerin das Ziel. Nur Rissveds musste Frei ziehen lassen, die Weltmeisterin war über eine Minute schneller.

Diesmal ging alles auf

Der 2. Rang ist für die 18-Jährige eine grosse Genugtuung. Zumal sie sich an der WM 2015 bei den Juniorinnen (U19) wegen Materialproblemen mit dem 9. Platz hatte zufriedengeben müssen. Aus eigener Erfahrung weiss Frei daher: «Es muss immer alles zusammenpassen, um aufs Podest zu fahren.» In der diesjährigen Weltcupserie hatte sie bereits zwei U23-Rennen gewonnen.

Nicole Koller aus Schmerikon, die letztes Jahr an der WM in Andorra in der U19-Kategorie aufs Podest (3.) gefahren war, erwischte diesmal einen schlechten Start. «Nach den ersten zwei Runden hatte ich schwere Beine und fand meinen Rhythmus nicht», berichtet die 19-Jährige. Zudem machten ihr Sattelprobleme zu schaffen. Die U23-Athletin des VC Eschenbach wurde Siebte, ist mit diesem Rang aber zufrieden.

Mit cleverer Taktik zu Bronze

Mit Marcel Guerrini sicherte sich am Samstag ein VCE-Fahrer bei den U23-Männern WM-Bronze. Die Taktik des 21-Jährigen aus Neuhaus ging auf: «Als attackiert wurde, ging ich nie mit und kam immer wieder ran.» Er erreichte mit 1:04 Minuten Rückstand auf Sieger Sam Gaze (NZL) und 17 Sekunden hinter dem Franzosen Victor Koretzky das Ziel. «Ich konnte meinen Speed über das ganze Rennen hinweg durchziehen.» So distanzierte Guerrini den Franzosen Titouan Carod, der ihm die Medaille noch streitig machen wollte, auf der Schlussrunde.

VCE-Klubkollege Andri Frischknecht (Feldbach) wurde Zwölfter. Der 21-Jährige beendete das U23-Rennen somit als zweitbester Schweizer.

Erstellt: 04.07.2016, 11:42 Uhr

Marcel Guerrini aus Neuhaus posiert stolz mit der U23-Bronzemedaille. (Bild: Armin M.Küstenbrück)

Der Bündner dominiert das Eliterennen

Schurter triumphiert an der WM zum fünften Mal – Neff muss Dämpfer einstecken

Nino Schurter holte in Nove Mesto seinen fünften Weltmeistertitel im Cross-Country. Der Bündner siegte zum Abschluss der Titelkämpfe solo vor dem Tschechen Jaroslav Kulhavy und dem französischen Altmeister Julien Absalon.
Schurter setzte in der vierten von sechs Runden die entscheidende Attacke. Ab diesem Zeitpunkt fuhr der 30-Jährige vor über 23?000 Zuschauern entlang der 4,1 km langen Schlaufe solo zur erfolgreichen Titelverteidigung. Kulhavys Rückstand im Ziel betrug 17 Sekunden, Absalon folgte 30 Sekunden hinter dem überlegenen Sieger. «Es war ein perfektes Rennen für mich. Ich spürte, dass ich heute stärker bin als die anderen», ­sagte Schurter.
Als zweitbester Schweizer überraschte der Aargauer Matthias Stirnemann als Sechster, gut zweieinhalb Minuten hinter Schurter. Lukas Flückiger wurde Zwölfter, sein jüngerer Bruder Mathias folgte auf Platz 14. Der Joner Lars Forster (VC Eschenbach), welcher neben Schurter und Mathias Flückiger der dritte Olympiastarter von Swiss Cycling ist, war als 28. nur der achtbeste Schweizer. Zu den Pechvögeln des Tages gehörte Florian Vogel aus Jona, der sich nach zwei ­Defekten mit Platz 23 begnügen musste. Der Riedner Fabian Giger (VCE) kam überhaupt nicht auf Touren und wurde 46.

Die Schweizer Frauen gingen im Elite-Rennen am Samstag leer aus. Die als Favoritin gestartete Jolanda Neff bezog, von Rückenschmerzen geplagt, als Achte eine deftige Niederlage. Gold ging an die Dänin Annika Langvad. Weil Linda Indergand als Zehnte kein Exploit gelang, war Neff dennoch die beste Schweizerin. «Ich habe alles gegeben, das war das Maximum, was dringelegen ist. Ich bin froh, dass ich bis ins Ziel durchgehalten habe», sagte Neff, die von starken Rückenschmerzen zurückgebunden wurde. «Die spüre ich schon länger. Manchmal sind sie schlimmer, manchmal weniger.» Kathrin Stirnemann wurde Zwölfte, Corina Gantenbein ­belegte Platz 17. (ddu/sda)

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