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Forster geht die Strecke aus

Lars Forster hat an den Schweizer Meisterschaften der Quer-Spezialisten in Dielsdorf die Titelverteidigung nur knapp verpasst. Der Joner wurde Zweiter hinter Julien Taramarcaz, der zum vierten Mal Gold gewann. Bei den Frauen sicherte sich Nicole Koller aus Schmerikon Bronze.

Hier läuft noch alles nach Plan: Titelverteidiger Lars Forster führt vor Julien Taramarcaz und Nicola Rohrbach.
Hier läuft noch alles nach Plan: Titelverteidiger Lars Forster führt vor Julien Taramarcaz und Nicola Rohrbach.
Urs Brunner
Wenig später hat der Joner Verspätung. Nach einem Sturz hat sich eine Lücke aufgetan.
Wenig später hat der Joner Verspätung. Nach einem Sturz hat sich eine Lücke aufgetan.
Urs Brunner
Stolz präsentiert Tina Züger aus Rieden (rechts) ihre Bronzemedaille. Neben ihr die neue U19-Schweizermeisterin Nadia Grod, links Lara Krähemann mit Silber.
Stolz präsentiert Tina Züger aus Rieden (rechts) ihre Bronzemedaille. Neben ihr die neue U19-Schweizermeisterin Nadia Grod, links Lara Krähemann mit Silber.
Urs Brunner
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Der Walliser Taramarcaz revanchierte sich bei Forster für das verlorene Duell im Vorjahr in Dagmersellen. Im Gegensatz zu damals, als der Joner in der letzten Runde rund zehn Sekunden Vorsprung herausfuhr, blieb das Rennen diesmal bis zum Schluss spannend. Nicola Rohrbach, der wie im Vorjahr Bronze gewann, hatte letztlich um 1,6 Sekunden das Nachsehen, Forster gar nur um 60 Hundertstel.

Ihm sei letztlich die Strecke ausgegangen, meinte der Zweitplatzierte hinterher. «Wäre die Zielgerade nur wenige Meter länger gewesen, hätte ich Julien wohl noch abgefangen.»

Den Sieg mit Fahrfehlern vergeben

Dass es mit der Titelverteidigung nicht klappte, habe er in erster ­Linie sich selber zuzuschreiben, zeigte sich Forster selbstkritisch. «Alles lief nach Plan, und ich hatte die stärksten Beine. In der vorletzten Runde unterlief mir allerdings ein fataler Fahrfehler.» Der 23-Jährige steuerte zu schnell in eine Kurve, worauf ihm das Vorderrad wegrutschte. Durch den Sturz tat sich eine Lücke auf. Diese zuzufahren, kostete viel Kraft. Zudem war das Überholen auf der rutschigen Unterlage mit viel ­Risiko verbunden. Kurz vor der Zielgeraden schnappte sich Forster zwar Rohrbach, fuhr darauf aber wiederum zu schnell in die Kurve. «Einen zweiten Sturz konnte ich verhindern, rutschte jedoch aus der Pedale. Als ich dann endlich beschleunigen konnte, war es schon zu spät», seufzte der Joner.

Pech für Zahner und Marcel Wildhaber

Schlecht belohnt für eigentlich starke Leistungen wurden in Dielsdorf Marcel Wildhaber (VC Eschenbach/6.) und Simon Zahner (VC Meilen/9.). Beide fuhren in der Anfangsphase ganz vorne mit, hatten danach allerdings Pech. An Zahners Velo verklemmte in der dritten Runde die Kette, weshalb er nach hinten durchgereicht wurde. «Schade, denn ich war sehr gut dabei», ärgerte sich der Routinier, «doch damit war das Rennen gelaufen.» Aufgeben sei für ihn jedoch keine Option gewesen. «Ich wollte nicht zuletzt mir beweisen, dass ich gut in Form bin. Am Schluss fuhr ich mit die schnellsten Runden und verbesserte mich so wieder bis auf Rang 9.» Für diese Moral habe er nach dem Wettkampf von verschiedener Seite Lob erhalten.

Ärger mit der Kette hatte auch Marcel Wildhaber. Aus der Entscheidung fiel er allerdings nicht deshalb, sondern weil er just, als die drei ­späteren Medaillengewinner das Tempo anzogen, hinter Mitstreiter Severin Sägesser blockiert war. «Wegen des Schnees auf der Strecke, musste man meist in einer Einerkolonne fahren. Es dauerte eine halbe Runde, bis eine Stelle kam, wo Platz zum Überholen war», schilderte der Galgener, der schliesslich als Sechster und damit letzter der ersten Verfolgergruppe ins Ziel kam. «Wegen der starken Verschmutzung sprangen am Schluss leider die grssen Gänge immer wieder raus. So war leider nicht mehr möglich.»

Bronze für Koller, Kuhn, Schätti und Züger

Bei den Frauen feierte Jasmin Egger-Achermann – in Abwesenheit der verletzten Uetikerin Sina Frei, der Schweizer Meisterin der vergangenen drei Jahre – ihren siebten Titel. Die Luzernerin setzte sich 3,7 Sekunden vor der Jurassierin Lise-Marie Henzelin durch. Die Bronzemedaille ging an Nicole Koller aus Schmerikon, die 48 Sekunden einbüsste.

Auch der Quer-Nachwuchs vom See sicherte sich in Dielsdorf Medaillen. Der letztjährige U19-Schweizer-Meister Kevin Kuhn fuhr bei seiner Premiere in der U23-Kategorie sogleich zu Bronze. «Keine schlechte Ausbeute fürs erste Mal», befand der 18-Jährige. Bis circa Rennhälfte lag Kuhn in Tuchfühlung zur Spitze. Dann musste er zunächst Timon Rüegg und später auch Johan Jacobs ziehen lassen, der sich letztlich im Sprint den Titel sicherte.

Ebenfalls über Bronze freuen konnten sich der Horgner Luca Schätti sowie Tina Züger aus Rieden in den jeweiligen U19-Kategorien.

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