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ZSC-Siegesserie reisst in Lugano

Der Tabellenführer verliert im Tessin 1:3 – dennoch steht man weiter auf Platz 1. Bern gewinnt im Derby.

Bern schlägt zu Hause die SCL Tigers dramatisch. Das 4:3-Siegestor fiel erst in der Verlängerung fünf Sekunden vor Schluss.
Bern schlägt zu Hause die SCL Tigers dramatisch. Das 4:3-Siegestor fiel erst in der Verlängerung fünf Sekunden vor Schluss.
Anthony Anex, Keystone
Der Beste: Berns Andrew Ebbett gelingt gleich ein Hattrick. Auch dank ihm sichert sich der SCB den Zusatzpunkt.
Der Beste: Berns Andrew Ebbett gelingt gleich ein Hattrick. Auch dank ihm sichert sich der SCB den Zusatzpunkt.
Anthony Anex, Keystone
Biel überholt auch Geneve-Servette weil diese in Rapperswil mit 2:0 verlieren. Die SCRJ Lakers überholen damit auch den SCB.
Biel überholt auch Geneve-Servette weil diese in Rapperswil mit 2:0 verlieren. Die SCRJ Lakers überholen damit auch den SCB.
Patrick B. Kraemer, Keystone
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Im Finish gemahnte die Intensität in der Cornèr Arena sogar an frühere Playoff-Duelle der beiden alten Rivalen. Die ZSC Lions stürmten wütend an, die Luganesi wehrten sich mit allem, was sie hatten. Und Zurkirchen gemahnte in dieser hektischen Phase plötzlich an seinen Vorgänger Merzlikins, stoppte einen Schuss nach dem anderen.

Zweieinhalb Minuten vor Schluss ersetzte ZSC-Coach Rikard Grönborg den bei seiner Premiere makellosen Goalie Joni Ortio durch einen sechsten Feldspieler, 69 Sekunden vor der Sirene traf Zangger noch zum 3:1 ins verlassene ZSC-Tor. Die ersten beiden Treffer der Tessiner erzielte Luca Fazzini. Für den Leader war Pius Suter erfolgreich.

Die Zürcher Erfolgsserie wurde bei vier Spielen gestoppt, derweil jene von Lugano weitergeht: Es war für die Bianconeri der dritte Sieg in Folge.

Ebbett, der Matchwinner

Kaum eine Equipe versteht das System des SC Bern derart gut zu knacken wie die SCL Tigers. Drei der letzten vier Derbys hatten die Emmentaler für sich entschieden. Doch am Freitag setzte sich in der Postfinance-Arena der Meister durch. Der SCB gewann in extremis 4:3 nach Verlängerung.

Auffälligster Spieler war Andrew Ebbett mit drei Toren. Das passte ganz gut zum Gezeigten. Der Kanadier steht nicht im Verdacht, ein Traumtänzer und Künstler auf Kufen zu sein. Was die Berner und die Langnauer gestern in globo boten, basierte wahrhaftig eher auf Kampf denn auf Kunst. Der SCB führte 2:0 und 3:1, doch Harri Pesonen erwies sich einmal mehr als SCB-Schreck. In der Vorsaison hatte der Finne gegen die Berner fünfmal reüssiert; jetzt schoss er sein Team in die Verlängerung. Dort erlöste Captain Simon Moser den SCB kurz vor Ablauf der Zeit. So kam es nicht zum Penaltyschiessen, zum Glück für den Favoriten. In dieser Disziplin steht die Saisonbilanz des SCB – Champions Hockey League inklusive – bei einem Treffer aus 18 Versuchen.

Biel siegt gegen müde Lausanner

Nach drei Niederlagen hat der EHC Biel wieder zum Siegen zurückgefunden. Gegen ein etwas müde wirkendes Lausanne siegten die Seeländer 2:1. Die Waadtländer gehen dem Ende eines immensen Zwischen-Programms entgegen. Wegen des Testspiels gegen das NHL-Team aus Philadelphia letzten Montag (4:3-Sieg) bestreitet der LHC sechs Spiele in acht Tagen, am Samstag gegen Ambri wird diese Phase zu Ende gehen, eine Woche Pause wird folgen.

Gegen Biel konnte Lausanne gewisse Abnützungserscheinungen nicht kaschieren, hielt zumindest das Resultat bis zum Schluss offen. Nach nur zwei Minuten verpasste Tyler Moy per Penalty die Lausanner Führung, die in der 26. Minute aber Tatsache wurde. Doch Biel reagierte prompt, glich 47 Sekunden später durch Pouliot aus und ging kurz vor Ende des Mitteldrittels durch einen Salmela-Weitschuss im Powerplay 2:1 in Führung. Es war der verdiente Lohn für ein überlegen geführtes Spiel. Im Schlussdrittel verpasste der EHC Biel mehrfach einen höheren Sieg im Powerplay – dennoch bleibt er Leader ZSC auf den Fersen.

Ambris Wille und Lakers-Goalie entscheidend

Von der ersten Minute an machten es die Spieler von Ambri-Piotta klar, dass sie an diesem Abend die drei Punkte bei sich in der Eishalle Valascia behalten wollen. Die Tessiner drückten von Anfang an aufs Tempo, wurden aber erst kurz vor der Drittelssirene dafür belohnt: Michael Fora traf in der 19. Minute zum 1:0. Danach lief es für das Heimteam einfacher, in der 33. Minute erzielte Giacomo Dal Pian das 2:0, sechs Minuten später erhöhte Robert Sabolic auf 3:0. Die Höchststrafe folgte für die chancenlosen Fribourger kurz vor Schluss, als Ambri in Unterzahl noch den vierten Treffer erzielte. Torhüter Melvin Nyffeler war der Mann des Abend in der Partie zwischen den Rapperswil-Jona Lakers und Servette Genf. Eigentlich machten seine Vorderleute an diesem Abend vieles richtig, Casey Wellmann schoss die beiden Tore zur 2:0-Führung. Doch der Vorsprung brachte keine Ruhe in die Partie, stattdessen zündeten die Gäste aus Genf ein Offensivfeuerwerk, um das Spiel doch noch zu drehen. Doch Melvin Nyffeler hielt einfach alles, was auf sein Kasten geschossen kam.

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Eisbrecher – der Hockey-Podcast von Tamedia

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Telegramme und Rangliste:

Ambri-Piotta - Fribourg-Gottéron 4:0 (1:0, 2:0, 1:0). 4606 Zuschauer. – SR Stricker/Hungerbühler, Kaderli/Ambrosetti. – Tore: 19. Fora (D'Agostini) 1:0. 33. Dal Pian 2:0. 39. Sabolic (Plastino/Ausschluss Mottet) 3:0. 59. Müller (Sabolic/Ausschluss Fora!) 4:0 (ins leere Tor). – Strafen: 5-mal 2 Minuten gegen Ambri-Piotta, 4-mal 2 Minuten gegen Fribourg-Gottéron. – PostFinance-Topskorer: Fora; Brodin.Ambri-Piotta: Manzato; Fohrler, Ngoy; Fora, Dotti; Plastino, Fischer; Pinana; D'Agostini, Müller, Zwerger; Trisconi, Goi, Bianchi; Hofer, Flynn, Sabolic; Joël Neuenschwander, Dal Pian, Kneubühler; Egli.Fribourg-Gottéron: Berra; Gunderson, Chavaillaz; Kamerzin, Furrer; Abplanalp, Stalder; Forrer, Marti; Marchon, Walser, Lhotak; Brodin, Desharnais, Stalberg; Rossi, Bykow, Mottet; Lauper, Schmutz, Vauclair.Bemerkungen: Ambri ohne Conz, Rohrbach, Novotny und Kostner (alle verletzt) sowie Hrachovina (überzähliger Ausländer) und Payr (krank), Gottéron ohne Sprunger (verletzt). – Verletzt ausgeschieden: 10. Walser, 56. Lhotak. – 33. Timeout Fribourg-Gottéron. – Gottéron von 56:32 bis 58:34 ohne Torhüter.

Bern - SCL Tigers 4:3 (1:0, 2:1, 0:2, 1:0) n.V. 16'771 Zuschauer. – SR Salonen/Urban, Fuchs/Gnemmi. – Tore: 17. Ebbett (Praplan, Mursak) 1:0. 28. Ebbett (Praplan) 2:0. 32. Kuonen (Gagnon, Pesonen) 2:1. 37. Ebbett (Ausschluss Schilt) 3:1. 44. Pesonen (Schmutz) 3:2. 57. Pesonen (Glauser) 3:3. 65. (64:56) Moser (Mursak, Blum) 4:3. – Strafen: je 3mal 2 Minuten. - PostFinance-Topskorer: Untersander; Pesonen.Bern: Schlegel; Andersson, Koivisto; Untersander, Burren; Krueger, Blum; Colin Gerber; Praplan, Mursak, Ebbett; Rüfenacht, Arcobello, Moser; Sciaroni, Heim, Pestoni; Grassi, Bieber, Alain Berger.SCL Tigers: Punnenovs; Glauser, Leeger; Erni, Lardi; Schilt, Blaser; Cadonau, Huguenin; DiDomenico, Maxwell, Dostoinow; Kuonen, Gagnon, Pesonen; Schmutz, Pascal Berger, Neukom; Andersons, Diem, Rüegsegger.Bemerkungen: Bern ohne Scherwey, Beat Gerber und Kämpf, SCL Tigers ohne In-Albon (alle verletzt) und Earl (krank). Lattenschuss Pesonen (64:42). Timeout SCL Tigers (64:42).

Biel - Lausanne 2:1 (0:0, 2:1, 0:0) 5488 Zuschauer. – SR Tscherrig/Müller, Obwegeser/Cattaneo. – Tore: 27. (26:03) Leone (Lindbohm) 0:1. 27. (26:50) Pouliot (Rajala) 1:1. 40. (39:47) Salmela (Ausschluss Genazzi) 2:1. – Strafen: 2-mal 2 Minuten gegen Biel, 4-mal 2 plus 5 Minuten plus Matchstrafe (Vermin) gegen Lausanne. – PostFinance-Topskorer: Rajala; Almond.Biel: Hiller; Moser, Kreis; Rathgeb, Forster; Sataric, Salmela; Fey; Hügli, Pouliot, Rajala; Riat, Cunti, Künzle; Schneider, Fuchs, Kohler; Tschantré, Gustafsson, Neuenschwander.Lausanne: Stephan; Lindbohm, Frick; Nodari, Grossmann; Heldner, Junland; Genazzi; Bertschy, Jooris, Herren; Vermin, Jeffrey, Kenins; Moy, Almond, Leone; Traber, Froidevaux, Antonietti.Bemerkungen: Biel ohne Brunner, Ulmer und Lüthi (alle verletzt), Lausanne ohne Emmerton (verletzt). – 2. Moy verschiesst Penalty. – Pfosten: 39. Rajala, 40. Rathgeb, 49. Genazzi. – Lausanne ab 59:30 ohne Torhüter.

Rapperswil-Jona Lakers - Genève-Servette 2:0 (1:0, 0:0, 1:0). 3488 Zuschauer. – SR Fluri/Schrader; Progin/Wolf. – Tore: 19. Wellman (Rowe, Egli) 1:0. 49. Wellman (Clark) 2:0. – Strafen: 3-mal 2 Minuten gegen Rapperswil-Jona, 4-mal 2 Minuten gegen Servette. – PostFinance-Topskorer: Egli; Wingels.Rapperswil-Jona Lakers: Nyffeler; Vukovic, Dufner; Hächler, Maier; Egli, Randegger; Gähler, Schmuckli; Kristo, Rowe, Rehak; Clark, Dünner, Wellman; Hüsler, Schlagenhauf, Casutt; Mosimann, Ness, Spiller.Genf-Servette: Mayer; Jacquemet, Olsson; Karrer, Maurer; Mercier, Le Coultre; Smons; Wingels, Winnik, Rod; Miranda, Fehr, Maillard; Wick, Smirnovs, Douay; Tanner, Bozon, Simek.Bemerkungen: Rapperswil-Jona ohne Cervenka, Profico, Forrer und Schweri, Servette ohne Tömmernes, Kast, Antonietti, Völlmin, Richard, Fritsche (alle verletzt) und Berthon (krank). þ Pfosten-/Lattenschüsse: Dünner (41.), Kristo (58.). Timeout Servette (58.), von 57:17 bis 57:34 und ab 57:52 ohne Torhüter.

Lugano - ZSC Lions 3:1 (1:1, 0:0 2:0) 5734 Zuschauer. – SR Hebeisen/Mollard, Altmann/Bürgi. – Tore: 16. Sutter (Pettersson/ Ausschluss Romanenghi) 0:1. 19. Fazzini (Klasen/Ausschluss Noreau) 1:1. 46. Fazzini 2:1. 59. Zangger 3:1. – Strafen: 2-mal 2 Minuten gegen Lugano, 1-mal 2 Minuten gegen ZSC Lions. – PostFinance-Topskorer: Sannitz; Roe.Lugano: Zurkirchen; Ohtamaa, Chorney; Löffel, Vauclair; Chiesa, Jecker; Riva; Klasen, Lajunen, Zangger; Fazzini, Romanenghi, Suri; Bürgler, Sannitz, Bertaggia; Jörg, Haussener, Lammer.ZSC Lions: Ortio; Noreau, Marti; Phil Baltisberger, Geering; Trutmann, Berni; Sutter; Pettersson, Prassl, Chris Baltisberger; Bodenmann, Diem, Hollenstein; Simic, Schäppi, Pedretti.Bemerkungen: Lugano ohne Morini (verletzt) und Spooner (überzähliger Ausländer), ZSC Lions ohne Blindenbacher (verletzt) sowie Krüger (überzähliger Ausländer). – 800. NL-Spiel von Sannitz. – NLA-Debüt von Joni Ortio. – Timeouts: 58. ZSC Lions, 59. Lugano. – ZSC Lions von 57:48 bis 58:51 ohne Torhüter.

Rangliste: 1. ZSC Lions 10/20 (38:27). 2. Biel 10/18 (22:21). 3. Genève-Servette 10/17 (25:23). 4. Zug 8/14 (33:27). 5. Lugano 8/13 (20:20). 6. Lausanne 8/12 (25:29). 7. Rapperswil-Jona Lakers 8/12 (18:17). 8. Bern 9/12 (26:28). 9. SCL Tigers 9/12 (20:25). 10. Ambri-Piotta 9/10 (19:22). 11. Davos 5/8 (15:11). 12. Fribourg-Gottéron 6/2 (8:19).

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