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ZSC mit maximaler Ausbeute

Die ZSC Lions gewannen bei den Spielen in Davos (4:3) und gegen die SCL Tigers (8:3) sechs Punkte und wahrten damit ihre kleinen Chancen auf den Qualifikationssieg. Der Rückstand auf Bern beträgt drei Runden vor Schluss vier Punkte.

Sonntagsgesicht: Pius Suter, Patrick Thoresen und Robert Nilsson (v. l.) führten die ZSC Lions zum klaren Sieg.
Sonntagsgesicht: Pius Suter, Patrick Thoresen und Robert Nilsson (v. l.) führten die ZSC Lions zum klaren Sieg.
Keystone

Der erste Teil des sportlichen Wochenendes verlief ganz nach dem Gusto der ZSC Lions. Vor Hunderten in einem Extrazug nach Davos gereisten «Z»-Fans gewannen die Stadtzürcher am Samstag in der Vaillant-Arena 4:3. Severin Blindenbacher hatte 37 Sekunden vor dem Ende den entscheidenden Treffer erzielt. Damit hat der ZSC gegen seinen alten Bündner Erzrivalen alle zwölf möglichen Punkte in dieser Qualifikation gewonnen. Und Davos könnte nach der ak­tuellen Tabellenkonstellation durch­aus der Gegner im Playoff-Viertelfinal sein. Erst spät in der Nacht gegen 1 Uhr war der Mannschaftsbus dann ins verlassene Oerlikon zurückgekehrt.Gestern ein ganz anderes Bild. Weil gleich nebenan in der Messe Zürich die Ausstellung Swiss-Moto mit Tausenden von Töfffans stattfand, herrschte rund um das Hallenstadion ein akutes Parkplatzproblem. Die SCL Tigers hatten schon am Abend zuvor wegen der 2:4-Heimniederlage gegen den SC Bern ihre letzte Chance für eine Playoff-Teilnahme verspielt. Das war wohl der Grund, weshalb Chris DiDomenico überzähliger Ausländer war. Für ihn kam Verteidiger Matt Lashoff erstmals zum Einsatz. Beim ZSC fehlten weiterhin der verletzte Mattias Sjögren und der gesperrte Chris Baltisberger. Sjögren sollte aber am nächsten Wochenende wieder dabei sein, die ZSC Lions verfügen bekanntlich über keinen Ersatzausländer.

Effiziente erste Formation

Gestern wurde dem ZSC vor 9294 Zuschauern am Lion-Kids’-Day im Hallenstadion das Siegen nicht allzu schwer gemacht. Langnau wirkte nach der definitiv verpassten Playoff-Qualifikation unkonzentriert, vor allem in der Defensive summierten sich bei den Emmentalern die Fehler. Kam dazu, dass ihr Torhüter Ivars Punnenovs bei zwei Gegentreffern keine gute Figur machte. Er wurde beim Stande von 1:3 in der 30. Minute durch Damiano Caccio ersetzt. Dieser wischte dann bei seiner praktisch ersten Aktion den Puck zum 1:4 ins eigene Tor.

Beim ZSC überzeugte der erste Sturm mit Patrick Thoresen, Pius Suter sowie Robert Nilsson. Vor allem Suter, der bereits nach38 Sekunden das 1:0 erzielt hatte, zeigte Abschlussqualitäten. «Wir konnten heute viel Druck auf das gegnerische Tor erzeugen und waren im Abschluss effizient», meinte der zweifache Torschütze. Später gelangen auch Roman Wick noch zwei Treffer.

Starke Bilanz gegen Langnau

ZSC-Captain Mathias Seger sprach von einer soliden Leistung des eigenen Teams, die Partie sei allerdings nicht besonders intensiv gewesen. Das müsse man im Hinblick auf die nahenden Playoffs ändern. Wegen der vielen Treffer hatte sogar Seger am ­Ende für einmal die Übersicht verloren. Im Radiointerview sprach er immer von sieben ­erzielten Toren und nahm dann lachend zur Kenntnis, dass dem ZSC sogar acht gelungen waren. So viele Treffer in einem Spiel ­haben die Lions in dieser Saison bislang noch nie erzielt.

Langnau bleibt ein gern ge­sehener Gegner der Stadtzürcher. Vor allem im Hallenstadion. Von den letzten 16 Heimspielen haben die ZSC Lions gegen Langnau nur einmal verloren. Und in der laufenden Qualifikation konnte das Team von Hans Wallson gegen die SCL Tigers fünfvon sechs Duellen für sich entscheiden.

Drei Runden vor Schluss spricht vieles dafür, dass die ZSC Lions diese Qualifikation als Zweiter beenden werden und sich damit die Teilnahme an der nächsten Champions Hockey League sichern. Der «Z» hat vier Punkte Rückstand auf Leader Bern und vier Punkte Vorsprung auf den drittplatzierten EV Zug. Trainer Wallson hat den Quali­fikationssieg aber keineswegs ­abgeschrieben: «Noch kann alles passieren. Wir müssen uns nicht auf die Gegner, sondern nur auf unser Business konzentrieren. Nach 50 Spielen sieht man dann, aus welcher Position wir in die Playoffs starten können.»

Schon morgen Dienstag gastiert der EHC Biel in Oerlikon. Nebenbei: Sonntagsspiele scheinen den ZSC Lions zu liegen, fünf von sechs Partien gewannen die Stadtzürcher in dieser Saison an diesem Tag. Allerdings finden Playoff-Spiele bekanntlich selten am Sonntag statt.

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