Eishockey

Willkommen zurück im Eisschrank

Dieses Jahr war die Freude bei den Rapperswil-Jona Lakers zum Start des regulären Eistrainings noch deutlich grösser als sonst.

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Knapp 100 Zuschauer und ein gutes­ Dutzend Medienschaffende fanden sich am Montag in der SGKB-Arena ein – so viele wie noch selten zuvor. Ein Grund: Die Lakers sind nach drei Jahren wieder A-klassig, haben zudem einige vielversprechende Spieler verpflichtet. Der andere: Bei gegen 35 Grad Aussentemperatur bot die rund 90-minütige Trainingseinheit im «Eisschrank» eine willkommene Abkühlung.

«So sehr wie diesmal habe ich mich schon lange nicht mehr auf den Start des Eistrainings gefreut», gestand Timo Helbling. Der 37-jährige Verteidiger ist einer von zehn Zuzügen beim SCRJ und soll mit seiner Routine dabei helfen, den Aufsteiger im Oberhaus zu etablieren. Ebenfalls über viel Routine verfügt Matt Gilroy. Der Amerikaner stiess wie sein Landsmann Casey Wellman aus der KHL an den Obersee und zeigte sich begeistert: «Ich kam aus dem Staunen fast nicht mehr heraus, als ich das Stadion am See sah mit der imposanten Berg­ku­lisse im Hintergrund», schwärmte der 34-jährige Verteidiger, der vergangene Saison bei Jokerit Helsinki spielte und davor zwei Jahre für Spartak Moskau. Zudem freut ihn, dass es zum Wiedersehen mit dem vier Jahre jüngeren Wellman, der zuletzt bei HK Sotschi stürmte, kam. «Wir spielten in Moskau zusammen. Dass wir nun beide hier sind, ist Zufall.»

Trainingsauftakt in der National League-Saison: Am Montag haben die Lakers die Schlittschuhe geschnürt und ein erstes Mal auf Eis trainiert. Einige Impressionen im Video. Video: Silvano Umberg.

Aulin nur Zuschauer

Wellman und Gilroy bilden zusammen mit den beiden Kanadiern Dion Knelsen und Jared Aulin das Ausländer-Quartett der Rosenstädter. Letzterer war am Montag der Einzige, der «nicht sehr happy» war. Auf der Rückreise aus seiner Heimat an den Obersee ging sein Gepäck verloren – weil er nach einem Zwischenstopp kurzfristig auf einen anderen Flieger umgebucht wurde. «Zwei der drei Taschen sind mittler­weile gefunden worden. Ich hoffe, ich kann auch bald aufs Eis», hofft der 36-jährige Stürmer.

Aulin nimmt seine vierte Saison bei den Lakers in Angriff, der sieben Jahre jüngere Knelsen, in den letzten beiden Saisons in der Swiss League jeweils Topskorer der St. Galler, seine zweite.

Riesiger Konkurrenzkampf

Ebenfalls seit vier Jahren dabei ist Trainer Jeff Tomlinson, dem neu Marian Bazany assistiert. Letzterer kümmert sich – zusammen mit dem langjährigen Benno Lehmann – auch um das Off-Ice-Training der Lakers. «Alle Spieler sind gesund und fit. Sie haben toll mitgemacht im Sommer – trotz der Hitze.» Sehr zufrieden, ja sogar ein wenig überrascht, zeigte sich Tomlinson nach dem ersten Eistraining mit der kompletten Mannschaft. «Eigentlich ging es mehr darum, sich wieder an die Unterlage zu gewöhnen. Doch die Spieler gaben sogleich Vollgas. Das hat mir gefallen.»

Mitverantwortlich dafür sei sicher der «riesige» Konkurrenzkampf. Nicht weniger als 31 Akteure (fünf mehr als vor Jahresfrist zu dieser Zeit) sind im Kader – noch: «Bereits jetzt steht fest, dass einige die Saison bei unserem neuen Partnerklub Thurgau in der Swiss League beginnen müssen», erklärt der Headcoach. Etwas, das ihm leidtut, vor allem, wenn es solche trifft, die zum Aufstieg beigetragen haben. «Der Sport ist manchmal hart, aber es ist besser, wenn die Betroffenen in einer unteren Liga Spielpraxis sammeln, als bei uns auf der Tribüne zu sitzen.»

Kühlmaschine am Anschlag

Während es den Zaungästen am Montag gegen Trainingsende langsam richtig kühl wurde, dampften und schwitzten die Spieler immer mehr. «Letztlich ist es halt auch in der Halle ungewohnt heiss», stöhnte Torhüter Kevin Liechti, der zwar nach wie vor bei den Lakers trainiert, die Saison aber bei den Pikes Oberthurgau in der 1. Liga bestreiten wird. Die Folge der Hitze: Um die Eisqualität steht es nicht zum Besten, die Unterlage ist weich. Ändern wird sich das erst, wenn es draussen kühler wird, denn die Kühl­maschine ist voll am Anschlag.

Ab sofort absolvieren die Rosen­städter an fünf Tagen die Woche zumindest eine Einheit auf dem Eis. Hinzu kommen bis zum Saisonstart (am Mittwoch, 19. September, steht ein Cupspiel an, am Freitag, 21. September, geht die Meisterschaft los) voraussichtlich zehn Testspiele. Im ersten treffen die Lakers am Freitag in Weinfelden auf ihr Partnerteam Thurgau.

Erstellt: 06.08.2018, 20:56 Uhr

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