Eishockey

Wer die Tore nicht macht ...

Das erste Spiel der neuen Saison endete für die Rapperswil-Jona Lakers in einer ärgerlichen 1:3-Niederlage. Der Favorit zeigte sich im Abschluss zu ineffizient und wurde im Schlussdrittel von Winterthur brutal ausgekontert.

Eine Szene mit Symbolcharakter: Lakers-Stürmer Michael Hügli scheitert aus bester Position an Winterthurs Goalie Remo Oehninger.

Eine Szene mit Symbolcharakter: Lakers-Stürmer Michael Hügli scheitert aus bester Position an Winterthurs Goalie Remo Oehninger. Bild: Tom Oswald Fotografie

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Noch in der zweiten Drittelpause sei er sich 100-prozentig ­sicher gewesen, dass sein ­Team dieses Spiel gewinnen werde, gab SCRJ-Trainer Jeff Tomlinson nach der Auftaktniederlage zu Protokoll. «Wir spielten gut, waren klar überlegen, kamen haufenweise zu Chancen. Es gab nichts zu bemän­geln – aus­ser, dass der Puck nur einmal reinging.»

Teilweise sei Pech dabei gewesen – so trafen Steve Mason (17.) und Jan Vogel (59.) nur den Pfosten. In vielen Szenen habe Winterthurs Goalie Remo Oehninger ausgezeichnet pariert. Es sei aber auch klar zum Vorschein gekommen, dass seinen Stürmern noch das Selbstvertrauen fehle. «Dies konnten wir uns in den Testspielen leider nicht erarbeiten. Nun braucht es halt zwei, drei Treffer, um die Blockade zu lösen», fügte der Deutschkanadier an.

Zu konteranfällig

Aus ihrer teilweise drückenden Überlegenheit nicht mehr her­aus­geholt zu haben als das 1:0, das Leihspieler Nils Berger Anfang zweites Drittel im Nachschuss gelang, kam die Rosenstädter im Schlussabschnitt teuer zu stehen. In der 45. Minute nutzten die sehr defensiv eingestellten Gäste ihr zweites Power­play nach schöner Kombination zum Ausgleich. Sieben Minuten später musste Lakers-Keeper Michael ­Tobler, der gegenüber Neuverpflichtung Janick Schwendener den Vorzug erhalten hatte, ein zweites Mal hinter sich greifen – nachdem mit Philip Bee­ler zum x-ten Mal ein Winterthurer alleine auf ihn losgestürmt war.

In diesen Szenen zeigte sich, dass die defensiven Mängel, die bei den Lakers in den Testspielen auftraten, noch keineswegs behoben sind. «Ich denke, wir haben etwas die Geduld verloren, wollten unbedingt das 2:0 und vergassen darob die Defensivarbeit», analysierte Torschütze Berger als Vertreter der Stürmer. Und Verteidigerroutinier Cyril Geyer meinte: «Unser Spielsystem verlangt höchste Disziplin. Schert einer aus, wird es gefährlich. Rückt beispielsweise einer der beiden Verteidiger für Forechecking vor, muss der andere zusammen mit einem Stürmer absichern. Dies klappte nicht immer.»

Eine Reaktion blieb aus

Grund zur Analyse dürfte den ­Lakers neben den defensiven Problemen bis zum zweiten Spiel (morgen Dienstag gegen Meister Ajoie) auch geben, weshalb sie schon durch den ersten Gegentreffer derart den Faden verloren und zu keiner echten Reaktion mehr fähig waren. Sich nach Rückschlägen zurückzumelden war vergangene Saison eine ihrer gröss­ten Stärken. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 12.09.2016, 08:42 Uhr

National League B

SCRJ Lakers – Winterthur 1:3 (0:0, 1:0, 1:3)

SGKB-Arena. 2792 Zuschauer. SR Boverio, Kehrli/Ströbel.
Tore: 26. Berger (Ca­sutt, Schmutz) 1:0. 45. Ganz (Leu, Büsser / Ausschluss Vogel) 1:1. 52. Bee­ler (Ganz) 1:2. 60. (59:40) Ganz (Pulis) 3:1 (ins leere Tor).
Strafen: je 2×2.
Rapperswil-Jona Lakers: Tobler; Blatter, Geyer; Maier, Sataric; Guerra, Profico; Mason, Grossniklaus; Aulin, Knelsen, Rizzello; Berger, Schmutz, Casutt; Hügli, Vogel, Hüsler; Zanzi, Brandi, Bader.
Bemerkungen: Rapperswil-Jona ohne Altorfer, Auriemma, Frei, Gurtner und McGregor (alle verletzt). 15. Pfostenschuss Winterthur (Steinauer). 17. Pfostenschuss Mason. 27. Time-out Winterthur. 59. Pfostenschuss Vogel. 60. (59:10) Time-out Rapperswil-Jona. Rapperswil-Jona von 58:25 bis 58:30 und von 58:49 bis 59:40 ohne Torhüter. Schüsse: 40:18 (9:8, 24:4, 7:6).

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