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Vor eigenem Publikum sind die ZSC Lions nicht zu bezwingen

Die Zürcher gewinnen auch das dritte Heimspiel der Saison: Sie schlagen Fribourg 4:1.

Lachende Luganesi: Die Tessiner haben gegen den Meister aus Bern keine Mühe und gewinnen mit 4:2.
Lachende Luganesi: Die Tessiner haben gegen den Meister aus Bern keine Mühe und gewinnen mit 4:2.
Pablo Gianinazzi, Keystone
Lugano-Topskorer Luca Fazzini trägt mit seinem sehenswerten Treffer zum 2:0 ein Tor zum Sieg bei.
Lugano-Topskorer Luca Fazzini trägt mit seinem sehenswerten Treffer zum 2:0 ein Tor zum Sieg bei.
Marusca Rezzonico/freshfocus
Enttäuschte Zuger: Der EVZ muss sich mit einem Punkt begnügen.
Enttäuschte Zuger: Der EVZ muss sich mit einem Punkt begnügen.
Patrick B. Kraemer, Keystone
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Die letzten 100 Sekunden waren eine Zusammenfassung der ganzen 60 Minuten. Fribourg-Gottéron hatte den Goalie vom Eis ­genommen, um sich mit sechs Feldspielern doch noch gegen die Niederlage zu stemmen. Die Freiburger verloren die Scheibe, doch es passte zum Auftritt der Zürcher gestern, dass sie den Puck nicht im leeren Goal unterbrachten. Den Sieg, den liessen sie sich trotzdem nicht mehr nehmen. Und das war die Hauptsache für sie.

Es war der dritte Erfolg im dritten Heimspiel. Es gab kein 4:0-Drittel zu sehen wie beim 6:3 über Davos oder dem 5:0 über Lausanne. Weil der Gegner nach dem 3:0 der Zürcher doch noch zu einer fast unerwarteten Reaktion fand. «Sie begannen plötzlich zu spielen, im ersten Powerplay benötigten sie nur ganz wenig Zeit, um zum ersten Tor zu kommen», sagte ZSC-Coach Rikard Grönborg.

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Dass es von der 28. Minute (3:1) bis zum 4:1 Mitte Schlussdrittel für sein Team ziemlich ungemütlich war, sah auch er. «Wir müssen lernen, mit solchen Situationen besser umzugehen. Aber ich bin froh, dass wir die drei Punkte geholt haben.»

Auswärts haben die Zürcher damit sehr viel mehr Mühe gehabt als zu Hause. Nach einem freien Tag heute nehmen sie Anlauf auf den nächsten Match fern vom Hallenstadion. Am Freitag wollen sie in Langnau den ersten Sieg auf fremdem Eis realisieren und wegkommen vom Auf und Ab. Hätte Fribourg gestern in seiner Druckphase einen zweiten Treffer erzielt, die Zürcher wären wohl um ein grösseres Zittern nicht herumgekommen.

Petterssons Erlösung

Fribourg ärgerte sich über die verpassten Gelegenheiten des Kanadiers Desharnais. Die Zürcher freuten sich über die Tore von Fredrik Pettersson. Endlich traf der Schwede. Nicht nur einmal, sondern gleich zweimal.

Im ersten Drittel gab er ebenso viele Schüsse auf das Tor von Reto Berra ab, der zweite Versuch passte. Und nachdem er sich selber mit dem ersten Saisongoal erlöst hatte, erlöste er auch noch seine Mannschaft: Er schoss im Powerplay das 4:1. Wieder mit einem «Hammer», gegen den Berra nichts ausrichten konnte.

Genau gezielt habe er nicht, sagte der Schwede, «sondern einfach geschossen». So muss es auch sein, denkt sein Trainer. Manchmal vergesse der Flügel, seine stärkste Waffe einzusetzen, dann müsse man ihn schon daran erinnern.

Pettersson war einfach «froh, dass die Schüsse reingegangen sind». Und die 8000 Zuschauer waren am Ende doch wieder zufrieden. Im Mitteldrittel war doch die eine oder andere Unmutsbezeugung zu hören gewesen, als dem Team so einiges nicht gelang, wie es gelingen sollte.

Darob vergassen die Besucher beinahe, Gottéron-Goalie Berra auszubuhen. Nach 32 Sekunden hatte Roe eigentlich das 1:0 erzielt, es war aber aberkannt worden, weil die Schiedsrichter eine Goaliebehinderung gesehen hatten. Berra hatte seine Maske beim Rencontre mit Wick allerdings etwas gar schnell verloren.

Fribourg-Gottérons Auswärtstournee zum Saisonstart ist nach dem Auftritt in Zürich noch nicht zu Ende. Am Samstag spielt es in Genf. Am 1. Oktober, nach vier Spielen fern des eigenen Stadions, erfolgt die Heimpremiere gegen den SC Bern. Aber weiter ohne Captain Julien Sprunger, der sich in Langnau am Knie verletzte. Er muss rund zwei Monate pausieren.

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