Eishockey

Trio führt SCRJ gegen Academy zum Sieg

Der Auftritt beim 3:0-Starterfolg gegen Thurgau bleibt der einzige überzeugende der Rapperswil-Jona Lakers in der noch jungen Meisterschaft. Dass es gegen die EVZ Academy trotzdem zum Sieg reichte, lag an drei Spielern: Corsin Casutt sowie den beiden Kanadiern Jared Aulin und Dion Knelsen.

Der Kanadier Dion Knelsen hatte mit drei Treffern massgeblichen Anteil am 5:2-Auswärtsrrfolg der Lakers gegen die EVZ Academy.

Der Kanadier Dion Knelsen hatte mit drei Treffern massgeblichen Anteil am 5:2-Auswärtsrrfolg der Lakers gegen die EVZ Academy. Bild: Archiv Silvano Umberg

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Sämtliche Tore beim 5:2-Erfolg der St. Galler in der nur mit 272 Zuschauern besetzten Bossard Arena gingen auf das Konto dieses Trios. Dion Knelsen gelangen drei Treffer, Jared Aulin und Corsin Casutt je einer, dazu je drei Assists. Viermal reüssierten die Gäste vom Obersee in Überzahl, einmal bei 4-gegen-4.

Bei 5-gegen-5 dagegen wiesen die Lakers eine Minus-2-Bilanz auf. Sie sind nicht nur weit davon entfernt, selbst einem deutlich schwächer einzustufenden Gegner ihr Spiel aufzuzwingen, sondern kassieren sogar Gegentore. Dies war schon am Samstag beim 2:4 im ersten Heimspiel der Saison gegen Winterthur so gewesen. Damals hatte die 5-gegen-5-Bilanz sogar -4 gelautet. Ein Armutszeugnis für einen Meisterschaftsfavoriten, der in dieser Saison sogar den Aufstieg anvisiert.

Tomlinson spricht Klartext

Das sah auch SCRJ-Trainer Jeff Tomlinson so. «Auch mit diesem Spiel können wir überhaupt nicht zufrieden sein.» Für gut befand der Deutschkanadier einzig Goalie Melvin Nyffeler sowie die Special-Teams, sprich das Über- und Unterzahlspiel. Mit dem ersten Drittel zeigte er sich auch noch halbwegs zufrieden. «Da hatten wir doch deutlich mehr vom Spiel.» Das 0:1 bezeichnete er quasi als Betriebsunfall. «Das war ein individueller Fehler, der so nicht passieren sollte», kommentierte Tomlinson die Szene, als der Zuger Yannick Zehnder mit Leichtigkeit an SCRJ-Verteidiger Florian Schmuckli vorbeizog und Nyffeler aus spitzem Winkel düpierte (13.).

Die Reaktion kam schnell (16.), bezeichnenderweise aber eben im Powerplay; durch Knelsen, nach herrlichem Zuspiel von Aulin. Zu mehr als dem 1:1 reichte es zur ersten Pause aber nicht – weil die St. Galler praktisch jeglichen Zug aufs Tor vermissen liessen. «Leider meinen immer noch viele meiner Spieler, es gehe mit Leichtigkeit, sprich einzig und allein mit spielerischen Mitteln», so Tomlison. Das sei ein böser Irrglaube – einer, den er ihnen nun schnellstmöglich austreiben müsse.

«Es wird Wechsel geben»

Die Schonfrist für seine Akteure sei nun, nach dem zweiten schwachen Auftritt im dritten Meisterschaftsspiel, vorbei. «Das kann ich so nicht tolerieren», betonte der SCRJ-Headcoach – und kündigte sogleich Konsequenzen an. «Wir haben ein breites Kader. Im nächsten Spiel werden sich einige, die hier auf dem Eis gestanden haben, auf der Tribüne wiederfinden. Die können dann dort die Statistik machen. So schaden sie uns wenigstens nicht.»

Auf Namen wollte Tomlinson nicht eingehen. Aber zumindest einige der «Problemfälle» sind offensichtlich. So fuhr beispielsweise Michael Hügli den Topskorerhelm höchstens spazieren. Sehr wenig kam auch von Captain Antonio Rizzello. Hinten fällt Leandro Profico höchstens durch Fehlzuspiele und Strafen auf. Die Liste liesse sich aber leicht um mehrere Angreifer und Abwehrspieler erweitern.

Casutts wichtiges 3:2

Weil bei den Lakers wie gesagt schlicht zuviele Spieler momentan nur ein Schatten ihrer selbst sind, stand das Spiel bis kurz vor der zweiten Pause auf der Kippe. Die Rosenstädter hätten sich sogar überhaupt nicht beschweren können, wären sie ein zweites Mal in Rückstand geraten. Zu Beginn des zweiten Abschnitts waren es nämlich die Zuger, die das Spiel bestimmten und zu den besseren Möglichkeiten kamen. Durch eine «harte» Strafe wegen energischen Nachsetzens bei Goalie Nyffeler ermöglichte Zugs auffälliger Topskorer Sandro Forrer den Gästen dann aber just in der stärksten Phase des Heimteams das 2:1. Darauf gelang der Academy mit dem 2:2 nochmals eine Antwort. Casutts 3:2 kurz vor Drittelsende war dann aber ein Nackenschlag, der Spuren hinterliess.

Die Zuger verloren im Schlussabschnitt etwas den Faden, wurden vor allem zu undiszipliniert, was viele Strafen nach sich zog. Die Lakers-Kanadier Knelsen und Aulin wussten dies zu nutzen und sorgten somit dafür, dass zumindest das Resultat standesgemäss ausfiel. (zsz.ch)

Erstellt: 22.09.2017, 23:54 Uhr

Telegramm

Swiss League

EVZ Academy – SCRJ Lakers 2:5 (1:1, 1:2, 0:2)

Bossard Arena, Zug. 272 Zuschauer. SR Oggier/Urgan, Altmann/Gurtner.
Tore: 13. Zehnder 1:0. 16. Knelsen (Aulin, Casutt/Ausschluss Lust) 1:1. 31. Knelsen (Casutt, Sataric/Ausschluss Forrer) 1:2. 33. Forrer (Steinmann) 2:2. 39. Casutt (Aulin, Schmuckli/Ausschlüsse Hüsler, Haussener) 2:3. 46. Knelsen (Casutt, Aulin/Ausschluss Schleiss) 2:4. 52. Aulin (Sataric, Lindemann) 2:5.
Strafen: 11×2 gegen die EVZ Academy, 6×2 gegen die Rapperswil-Jona Lakers.
EVZ Academy: Bader; Steiner, Steinmann; Wüthrich, Maurer; Thiry, Brantschen; Oejdemark, Hermkes; Forrer, Zehnder, Volejnicek; Haussener, Rondahl, Haberstich; Oehen, Lust, Langenegger; Schleiss, Leuenberger, Döpfner.
SCRJ Lakers: Nyffeler; Sataric, Maier; Geyer, Schmuckli; Iglesias, Profico; Gähler, Büsser; Hügli, Mason, Primeau; Brem, Lindemann, Casutt; Rizzello, Knelsen, Aulin; Mosimann, Vogel, Hüsler.
Bemerkungen: EVZ Academy ohne Elsener, Maurenbrecher (beide verletzt), Holden und Kläy (beide 1. Mannschaft); Rapperswil-Jona Lakers ohne Berger (krank), Gurtner, Liechti, Schir und Zanzi (alle überzählig). 3. Time-out EVZ Academy. 46. Pfostenschuss Döpfner.
Schüsse: 26:32 (5:13, 13:8, 8:11).

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