Eishockey

Special Teams bringen Entscheidung zugunsten des SCRJ

Bei personellem Vollbestand vermochte Winterthur den Rapperswil-Jona Lakers am Mittwoch Paroli zu bieten. Dank drei Überzahltoren setzte sich der Favorit aus der Rosenstadt letztlich aber doch klar gegen die Eulachstädter durch.

Jan Mosimann (Nummer 28) bedankt sich nach seinem Treffer zum 2:0 für die Lakers bei Passgeber Steve Mason (13).

Jan Mosimann (Nummer 28) bedankt sich nach seinem Treffer zum 2:0 für die Lakers bei Passgeber Steve Mason (13). Bild: Tom Oswald Fotografie

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Die Lakers nutzten das erste Live-TV-Spiel der Saison nicht nur neben, sondern auch auf dem Eis, um Werbung in eigener Sache zu machen. Im Startdrittel vermochte Winterthur das Geschehen zwar mehrheitlich ausgeglichen zu gestalten und lag zur ersten Pause nur wegen eines unglücklichen Gegentreffers 0:1 hinten (SCRJ-Stürmer Sven Lindemann traf im Powerplay im Nachsetzen via Schlittschuh von EHCW-Verteidiger Michael Roos ins Netz). Ab dem Mittelabschnitt hatte das Heimteam dann aber klar mehr vom Spiel, sodass es eigentlich nur eine Frage der Zeit war, bis es seine Führung würde ausbauen können.

In der 34. Minute war es dann so weit: Steve Mason grub die Scheibe tief in der Winterthurer Zone aus, bediente herrlich Jan Mosimann, welcher Keeper Remo Oehninger mit seinem Schuss aus kurzer Distanz auf der Fanghandseite bezwang.

Oehninger hält Gäste im Spiel

Apropos Oehninger: In erster Linie ihm hatten es die Eulachstädter zu verdanken, dass das Resultat nach 40 Minuten aus ihrer Sicht «nur» 0:2 lautete und sie sich weiter Hoffnungen auf einen Punktgewinn machen konnten. Nachdem er schon kurz vor der ersten Pause gegen Jared Aulin einen sogenannten Big Save gezeigt hatte, gelangen dem Winterthurer Schlussmann im zweiten Abschnitt gegen Corsin Casutt (33.), Mosimann (39.) und Knelsen (40.) weitere Glanztaten.

«Da glaubten wir noch an die Wende und wollten nochmals angreifen», hielt EHCW-Verteidiger Alain Bircher hinterher fest. Die Umsetzung sei dann vor allem daran gescheitert, dass sie schon kurz nach Beginn des letzten Abschnitts in Unterzahl das 0:3 kassiert hätten – wieder etwas unglücklich zwar, denn diesmal fand der Puck via Bein des direkt vor dem Gehäuse postierten Lakers-Verteidiger Leandro Profico den Weg ins Tor, aber eben doch.

Masons nächster Zuckerpass

Wohl noch etwas unkonzentriert vom Torjubel, schenkten die St. Galler den Gästen zwar lediglich 39 Sekunden das Ehrentor, liessen danach aber nicht den geringsten Zweifel an ihrem Sieg aufkommen. Sie dominierten das Spiel nun nach Belieben und legten zwei weitere Treffer nach. In der 51. Minute verwertete Michael Hügli während einer weiteren Strafe gegen die Winterthurer am entfernten Pfosten mühelos einen Zuckerpass von Mason quer durch den Slot. Drei Zeigerumdrehungen später staubte Topskorer Dion Knelsen nach einem Schuss von Profico zum 5:1 ab.

«Im Unter- und Überzahlspiel zeigt sich das grosse Selbstvertrauen, das wir uns durch die vielen Siege, aber auch das intensive Training erarbeitet haben.»SCRJ-Stürmer Steve Mason

Es war insgesamt keine Galavorstellung der Lakers, doch letztlich setzten sie sich doch souverän durch und kehrten somit nach der 2:3-Niederlage am Sonntag im Spitzenspiel gegen Olten umgehend wieder auf die Siegesstrasse zurück. «Zu Beginn hatten wir etwas Mühe. Doch dann steigerten wir uns und hatten die Partie ab dem zweiten Drittel absolut im Griff», zeigte sich Mason zufrieden. Dass sie sich gedulden mussten, ehe die Tore fielen, habe mit dem Gegner zu tun. «Bei 5 gegen 5 kann Winterthur mit seinem Speed gut mithalten. Die Differenz schufen wir letztlich mit den Special Teams. Im Unter- und Überzahlspiel zeigt sich das grosse Selbstvertrauen, das wir uns durch die vielen Siege, aber auch das intensive Training erarbeitet haben.» (zsz.ch)

Erstellt: 02.11.2017, 00:23 Uhr

Telegramm

Swiss League:

SCRJ Lakers – Winterthur 5:1 (1:0, 1:0, 3:1)
SGKB-Arena. 2462 Zuschauer. SR Erard/Mollard, Bürgi/Duarte.
Tore: 14. Lindemann (Casutt, Sataric/Ausschluss Keller) 1:0. 35. Mosimann (Mason) 2:0. 43. (42:20) Profico (Brem, Hügli/Ausschluss Kobach) 3:0. 43. (42:59) Bozon (Roos) 3:1. 51. Hügli (Mason, Brem/Ausschluss Wieser) 4:1. 54. Knelsen (Profico, Aulin) 5:1.
Strafen: 5×2 Minuten gegen die Rapperswil-Jona Lakers, 7×2 Minuten gegen Winterthur.
Rapperswil-Jona Lakers: Nyffeler; Iglesias, Schmuckli; Geyer, Berger; Profico, Gähler; Sataric, Maier; Brem, Lindemann, Casutt; Rizzello, Knelsen, Aulin; Hügli, Mason, Mosimann; Frei, Vogel, Hüsler.
Winterthur: Oehninger; Bircher, Keller; Molina, Kobach; Blatter, Leu; Roos; Marchon, Zagrapan, Lehmann; Ranov, Homberger, Wieser; Staiger, Bozon, Hartmann; Zahner, Theodoridis, Schärer.
Bemerkungen: Rapperswil-Jona Lakers ohne Büsser, Gurtner, Primeau, Schir, Trudel und Zanzi (alle überzählig); Winterthur ohne Wichser (verletzt) und Devaja (krank). 27. Lattenschuss Knelsen.
Schüsse: 27:16 (9:6, 10:5, 8:5).

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