Eishockey

Souveräner Starterfolg des SCRJ

Die Rapperswil-Jona Lakers lancieren die neue Saison mit einem 3:0-Auswärtssieg in Weinfelden gegen Thurgau und sind Leader der Swiss League.

<b>Frühe Freude:</b> Schon nach 45 Sekunden können die Lakers im Thurgau das erste Saisontor bejubeln – dank Jorden Gähler (Nummer 45).

Frühe Freude: Schon nach 45 Sekunden können die Lakers im Thurgau das erste Saisontor bejubeln – dank Jorden Gähler (Nummer 45). Bild: Mario Gaccioli

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Besser kann eine neue Spielzeit nicht beginnen. Bereits mit dem ersten Torschuss gelang den Rosenstädtern in der Auftaktpartie in Weinfelden die Führung. Mit weiteren zwei Treffern bauten sie im Mitteldrittel ihren Vorsprung aus. Und weil sie hinten sehr solide agierten, geriet der Starterfolg nie mehr in Gefahr. Torhüter Melvin Nyffeler konnte so gleich den ersten Shut-out realisieren. Lediglich 20-mal brauchte der 22-Jährige dazu einzugreifen.

«Das war ein sehr solides erstes Spiel», stellte Jorden Gähler hinterher erfreut fest. Der 24-jährige Verteidiger war einer von acht Neuzuzügen, die bei den St. Gallern im Einsatz standen – und neben Routinier Sven Lindemann der auffälligste von ihnen. Bereits nach 45 Sekunden setzte Gähler, aus der Organisation des EHC Kloten zum Klub vom Obersee gewechselt, ein erstes Ausrufezeichen, indem er Ex-Lakers-Goalie Yanick Schwendener im Thurgauer Kasten mit einem präzisen Handgelenkschuss in die rechte obere Torecke bezwang. «Nach dem herrlichen Pass von Jared Aulin war es nicht mehr schwierig, den Puck zu versenken», reichte der Defensivspieler die Lorbeeren weiter. Dieses frühe Tor habe die Startaufgabe sicher etwas leichter gemacht, erklärte Gähler weiter, «doch wir mussten aufpassen, durften nicht denken, es gehe gleich leicht weiter. Wir mussten weiter hart arbeiten und konzentriert unseren Job erledigen.»

Verbesserungspotenzial im Powerplay

Trainer Jeff Tomlinson gab seiner Mannschaft für das Duell mit Thurgau vor, einfach und diszipliniert zu spielen. Dies nicht zuletzt, weil die Automatismen zu Saisonbeginn noch nicht wirklich da sind. So war es auch zu erklären, dass die Lakers zwar klar mehr Spielanteile hatten, aber auch nicht sehr oft Torgefahr erzeugten. Zusammenhängende Aktionen waren selten. Die löbliche Ausnahme: die Pass­stafette, die zum 3:0 durch Lindemann führte (34.). «Dass im Startspiel noch nicht alles perfekt zusammenpasst, ist normal. Die Vorgaben des Trainers setzten wir aber super um», betonte Gähler. Und was ihm speziell gefiel, war das Teamspiel. «Passierte ein kleiner Fehler, war stets ein Teamkollege da, um diesen auszubügeln».

Natürlich gebe es noch Verbesserungspotenzial – schon für die zweite Partie am Samstag bei seinem Ex-Klub Winterthur – betonte Gähler. Das grösste im Powerplay. «Der Puck lief zwar gut, doch mit Passen erzielt man keine Tore. Wir müssen öfter schiessen», hielt der Abwehrspieler, der selber über eine hervorragende Schusstechnik verfügt, fest. Dieses Manko sei bereits in der ersten Pause angesprochen worden – nachdem die ersten drei Überzahlsituationen nichts eingebracht hatten. Die erste Strafe der Thurgauer im Mittelabschnitt konnten die Lakers dann tatsächlich nützen – dank eines kapitalen Fehlzuspiels eines Thurgauers tief in der eigenen Zone. Jared Aulin nahm die Ein­ladung dankend an, zog vors Tor, wartete clever, bis Keeper Schwendener zu Boden ging und lupfte den Puck dann unter die Latte (24.).

Kleine Notiz am Rande: Die «5» erwies sich für die Lakers beim Startspiel in Weinfelden als Glückszahl. Sämtliche drei Torschützen der St. Galler haben diese nämlich als zweite Ziffer in ihrer Rückennummer – Aulin trägt die «15», Gähler die «45» und Lindemann die «55». (zsz.ch)

Erstellt: 16.09.2017, 00:23 Uhr

Telegramm

Swiss League

Thurgau – SCRJ Lakers 0:3 (0:1, 0:2, 0:0)

Güttingersreuti, Weinfelden. 1364 Zuschauer. SR Kämpfer/Weber, Schüpbach/Wermeille.
Tore: 1. (0:45) Gähler (Aulin) 0:1. 24. Aulin (Ausschluss Parati) 0:2. 34. Lindemann (Hügli, Profico) 0:3.
Strafen: 8×2 gegen Thurgau, 4×2 gegen die Rapperswil-Jona Lakers.
Thurgau: Schwendener; Wollgast, Blaser; Küng, Schnyder; Parati, Seiler; Hänggi, Wildhaber; Andersons, Braes, Descheneau; Brunner, Neher, Arnold; Steiner, Brändli, Loosli; Rattaggi, Studer, Spiller.
Rapperswil-Jona Lakers: Nyffeler; Geyer, Schmuckli; Gähler, Berger; Sataric, Maier; Iglesias, Profico; Aulin, Lindemann, Casutt; Hügli, Knelsen, Brem; Primeau, Vogel, Rizzello; Mosimann, Mason, Hüsler.
Bemerkungen: Thurgau ohne Bahar und Kellenberger (beide verletzt), Rapperswil-Jona Lakers ohne Frei (rekonvaleszent), Büsser, Gurtner, Schir, Trudel und Zanzi (alle überzählig). 18. Pfostenschuss Loosli. Schüsse: 20:33 (4:11, 10:8, 6:14).

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