Eishockey

SCRJ «würgt» sich durch

Der Tabellensiebte Visp erwies sich für die Rapperswil-Jona Lakers im letzten Heimspiel der Qualifikation als echte Knacknuss. In einer von disziplinierter Defensivarbeit geprägten Partie setzte sich der Leader knapp 2:1 durch.

Die entscheidende Szene: Fabian Brem (Nummer 66) legt rüber zu Corsin Casutt (14), der Visps Goalie Reto Lory zum 2:1 bezwingt.

Die entscheidende Szene: Fabian Brem (Nummer 66) legt rüber zu Corsin Casutt (14), der Visps Goalie Reto Lory zum 2:1 bezwingt. Bild: Tom Oswald Fotografie

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Im Gegensatz zu den anderen vier Partien, die am Freitagabend in der Swiss League ausgetragen wurden, bekamen die Zuschauer in der SGKB-Arena nur wenige Treffer zu sehen. Drei waren es an der Zahl – von insgesamt 39 Einschüssen in dieser zweitletzten Runde der Regular Season.

Geschuldet war dies zu grossen Teilen der sehr disziplinierten Spielweise der Gäste. Die Visper überzeugten mit ausgezeich­netem Stellungsspiel, machten die Räume sehr eng und kriegten in der eigenen Zone immer irgendwie den Stock dazwischen. Die Angriffsmaschinerie der ­Lakers, die mit Abstand pro­duktivste der Swiss League notabene, kam so nie richtig auf ­Touren.

Vor allem in der Startphase bekundeten die Rosenstädter grösste Mühe, zu Abschlüssen zu kommen. Besser wurde es erst, nachdem Martin Alihodzic die Walliser in Führung geschossen hatte (23.). Er profitierte dabei von der in dieser Szene zu laschen Störarbeit der Gastgeber.

Tomlinsons Rat befolgt

«In den ersten 20 Minuten bewegten wir die Beine zu wenig», analysierte Michael Hügli hinterher. «Je länger das Spiel dauerte, je mehr Tempo konnten wir dann aufbauen.» Und Tempo sei speziell gegen einen Gegner wie Visp, der die Mittelzone extrem gut verteidige, entscheidend. Bestes Beispiel dafür: der 1:1-Ausgleich in der 27. Minute. Hügli stürmte mit Speed Richtung Gehäuse von Reto Lory, kurvte darum herum, bediente den in den Slot laufenden Sturmpartner Steve Mason, der die Scheibe darauf präzis im hohen Eck «versorgte».

Er habe nur das umgesetzt, was ihm Trainer Jeff Tomlinson immer wieder vorbete, meinte Hügli. «Früher spielte ich den Puck in solchen Situationen oft kopflos vors Tor. Diesmal nahm ich mir eine Sekunde mehr Zeit und spielte den Pass erst, als ich den freien Mitspieler sah.»

Bis zuletzt spannend

Wenn schon wenige Tore, so bot das letzte Qualifikationsspiel in der SGKB-Arena immerhin bis zuletzt Spannung. Nachdem Corsin Casutt die Gastgeber in Führung geschossen hatte (46.), forcierten die Visper nochmals die Offensive, versuchten in der Schlussphase, noch mit einem zusätzlichen Feldspieler anstelle des Goalies den Ausgleich zu erzwingen. Ohne Erfolg allerdings – zu solide verteidigten die Lakers, die somit im vierten Saisonvergleich mit Visp zum dritten Erfolg kamen. (zsz.ch)

Erstellt: 16.02.2018, 23:33 Uhr

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Swiss League

SCRJ Lakers - Visp 2:1 (0:0, 1:1, 1:0)

SGKB-Arena. 2808 Zuschauer. SR Müller/Oggier, Duarte/Schüpbach.
Tore: 23. Alihodzic (Wiedmer, Burgener) 0:1. 27. Mason (Hügli, Berger) 1:1. 46. Casutt (Brem, Maier) 2:1.
Strafen: 4×2 Minuten gegen die Rapperswil-Jona Lakers, 2×2 Minuten gegen Visp.
Rapperswil-Jona Lakers: Melvin Nyffeler; Profico, Geyer; Gähler, Schmuckli; Maier, Büsser; Gurtner, Berger; Morin, Aulin, Vogel; Brem, Sven Lindemann, Casutt; Mosimann, Mason, Hügli; Primeau, Ness, Hüsler.
Visp: Lory; Kim Lindemann, Wiedmer; Nater, Camperchioli; Heynen, Rampazzo; Schmidli; Furrer, Van ­Guilder, Kissel; Altorfer, Heim, Dolana; Sturny, Alihodzic, Burgener; Portmann, Valenza, Fogstad Vold.
Bemerkungen: Rapperswil-Jona Lakers ohne Rochow (verletzt), Frei, Iglesias, Knelsen, Rizzello, Sataric und Trudel (alle überzählig); Visp ohne Bernd Wolf (Nationalteam Österreich), Achermann, Djerah, Du­bois, Ritz, Schir und Thibaudeau (alle verletzt). 58:59 Time-out Visp, dann ab 59:08 ohne Torhüter.
Schüsse: 24:31 (6:10, 9:9, 9:12).

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