Eishockey

SCRJ will innert 16 Monaten zurück in die NLA

Rund eineinhalb Saisons nach dem Abstieg ist für die Rapperswil-Jona Lakers klar: Die NLB bietet für sie keine Perspektiven, sie müssen schnellstmöglich zurück ins Oberhaus. Deshalb beschloss der Verwaltungsrat eine Vorwärtsstrategie.

Angeführt von Präsident Konrad Müller (rechts) informiert der Verwaltungsrat der Lakers Sport AG über die modifizierte strategische Ausrichtung.

Angeführt von Präsident Konrad Müller (rechts) informiert der Verwaltungsrat der Lakers Sport AG über die modifizierte strategische Ausrichtung. Bild: André Springer

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Der Begriff «Vorwärtsstrategie» ist am Obersee eigentlich ein Unwort. Denn als man vor Jahren den Angriff beschloss, war dies der Anfang vom Niedergang, der vor knapp zwei Jahren im Abstieg in die NLB gipfelte. Diesmal sei alles anders, beteuerten die Vertreter des Verwaltungsrates der Lakers Sport AG, die gestern an einer Medienkonferenz über die neue strategische Ausrichtung orientierten. «Wir bleiben bodenständig», betonte VR-Präsident Konrad Müller. Und Geschäftsführer Markus Bütler ergänzte: «Es ist keine Abkehr vom Dreijahresplan, den wir nach dem Abstieg definierten, sondern eine Schärfung desselben.»

In einem ersten Schritt war es darum gegangen, in der NLB anzukommen und den Verein wieder auf eine solide Basis zu stellen. «Konsolidierung» hiess das Stichwort für die zweite, sprich aktuelle Saison und «angreifen» jenes für die dritte. «Wir gaben uns bewusst Zeit», erklärte Müller, «denn einerseits mussten wir vieles neu strukturieren, neu aufbauen, andererseits ging es darum Erfahrungen zu sammeln.»

Der einzige gangbare Weg

Die neue Vorwärtsstrategie gründet auf den bisher gewonnenen Erkenntnissen. Und gemäss Verwaltungsrat Simon Koenig ist sie der einzige Weg. Die NLB biete längerfristig keine Perspektiven. Um eine ausgeglichene Rechnung zu erreichen, müssten die Kosten massiv reduziert werden – und damit auch die Ansprüche heruntergeschraubt.

Eine Rückkehr in die NLA würde damit immer schwieriger, wenn nicht sogar utopisch – nicht zuletzt, weil sich die finanzielle Schere zwischen den Ligen aufgrund des neuen TV-Vertrages immer weiter auftut, ab kommender Saison zudem die Ausländerregelung in der Ligaqualifikation zugunsten der NLA-Vertreter abgeändert werden dürfte (neu können dann drei oder gar vier Söldner eingesetzt werden), ehe die Liga womöglich komplett geschlossen wird. «Stand heute ist die Durchlässigkeit in die NLA bis 2022 gewährleistet», führte Müller dazu aus.

2 Millionen mehr Budget

Der Lakers-VR kam deshalb zum Schluss: Der Aufstieg muss möglichst rasch angestrebt werden – idealerweise innert 16 Monaten, sprich spätestens in der Saison 2017/18 Realität werden. Und er muss mit mehr Konsequenz angestrebt werden. Die Vorwärtsstrategie sieht deshalb vor, das Budget auf die kommende Saison hin um rund 2 auf zirka 8,5 Millionen Franken zu erhöhen. Finanziert werden soll dies je hälftig durch gesteigerte Erträge und eine Kapitalerhöhung.

Die zusätzlichen Mittel sollen hauptsächlich der ersten Mannschaft zugute kommen. Diese sei momentan zwar gut, aber nicht top – vor allem weil es an Breite fehle. Aber auch «off-ice» sollen die personellen Ressourcen aufgestockt werden, etwa durch einen Marketingkoordinator und einen vollamtlichen Leiter für die Nachwuchsorganisation, die gestärkt werden soll.

Um die angedachte Vorwärtsstrategie umsetzen zu können, beruft der VR bis spätestens Ende April eine ausserordentliche GV ein. Der Verwaltungsrat ist zuversichtlich, dass sein Vorhaben Zuspruch findet. «Wir haben mit diversen Kreisen gesprochen, vorsondiert, und positive Reaktionen erhalten», erklärte Simon Koenig. (zsz.ch)

Erstellt: 24.01.2017, 21:07 Uhr

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