Eishockey

SCRJ überzeugt als Team

Die Rapperswil-Jona Lakers zeigten sich gestern im Heimspiel gegen Red Ice Martigny defensiv absolut auf der Höhe und feierten so den zweiten Zu-Null-Sieg der Saison.

Tim Grossniklaus holt sich nach seinem glücklichen Treffer zum 3:0-Endstand die Gratulationen seiner Teamkollegen ab.

Tim Grossniklaus holt sich nach seinem glücklichen Treffer zum 3:0-Endstand die Gratulationen seiner Teamkollegen ab. Bild: Tom Oswald Fotografie

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Eine bessere Rückkehr ins Tor der Lakers hätte sich Janick Schwendener nicht wünschen können. Der 24-jährige Bündner war im Sommer zu den St. Gallern gewechselt, um endlich mehr Spielpraxis zu erhalten als in der NLA bei Bern und zuvor Davos, wo er jeweils die klare Nummer 2 war. Doch auch am Obersee musste er zunächst mit der Ersatzrolle vorlieb nehmen. Und nachdem er in seinem dritten Spiel als Starting-Goalie mit Patzern massgeblich zur peinlichen 3:4-Pleite bei Zug Academy beitrug, hatte er den Kredit bei Trainer Jeff Tomlinson vollends verspielt.

Inklusive Cup musste Schwendener neunmal in Folge zuschauen, ehe er gestern wieder einmal eine Einsatzgelegenheit erhielt – um Michael Tobler, der sich zuletzt in Hochform zeigte, eine Verschnaufpause zu ermöglichen.

Diszipliniert und energisch

«Die Situation war nicht neu für mich», meinte Schwendener rückblickend. Er habe einfach weiter hart an sich gearbeitet. «Denn ich wusste: Irgendwann werde ich wieder eine Chance erhalten.» Gestern kam sie – und er nutzte sie, um Werbung in eigener Sache zu machen. Schwendener strahlte von Beginn an viel Ruhe und Sicherheit aus. Am Schluss standen 31 Paraden zu Buche, womit sein erster Shutout im Lakers-Dress perfekt war.

Der zweite Zu-Null-Sieg der Lakers in der laufenden Saison nach dem 6:0 bei den GCK Lions war aber nicht nur das Produkt einer starken Goalieleistung, sondern vor allem eines formidablen Teamefforts – vor allem in defensiver Hinsicht. Alle Spieler zeigten sich äusserst diszipliniert, energisch in den Zweikämpfen und waren sich auch nicht zu schade, Schüsse zu blocken. So hatte selbst die Paradelinie der Gäste um den Schweden Jacob Berglund nie wirklich etwas zu melden.

Starke vierte Linie

Um den fünften Sieg in den letzten sechs Spielen perfekt zu machen, brauchte es neben der nahezu perfekten Defensivleistung auch noch Tore. Und dafür zeigten sich für einmal Akteure verantwortlich, die nicht als grosse Skorer bekannt sind. Für Steve Mason war es der dritte Saisontreffer, für Yves Bader und Verteidiger Tim Grossniklaus sogar die Torpremiere. Ersterer traf kurz vor der ersten Pause nach herrlicher Täuschung mit einem präzisen Schuss aus spitzem Winkel zur Führung, zweiter verwertete zu Beginn des Schlussabschnitts einen Abpraller (43.) und letzterer sah wenig später einen eigentlichen Verlegenheitsschuss vom Bein von Martignys Verteidiger Mike Vermeille unhaltbar zum Endstand abgelenkt (46.). (zsz.ch)

Erstellt: 13.11.2016, 21:43 Uhr

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National League B

SCRJ Lakers – Red Ice Martigny 3:0 (1:0, 0:0, 2:0)

SGKB-Arena. 2664 Zuschauer. SR Prugger/Urban; Fuchs/Kehrli.
Tore: 20. Mason (Schmutz) 1:0. 43. Bader (Maier, Mason) 2:0. 46. Grossniklaus (Profico, Schmutz) 3:0. Strafen: 5×2 gegen die Rapperswil-Jona Lakers, 4×2 gegen Red Ice Martigny.
Rapperswil-Jona Lakers: Schwendener; Grossniklaus, Profico; Blatter, Geyer; Maier, Sataric; Guerra; Rizzello, Aulin, Hügli; Altorfer, Knelsen, Casutt; Zanzi, Vogel, Hüsler; Bader, Mason, Schmutz.
Red Ice Martigny: Lory; Luca Zanatta, Iglesias; Flyagin, Birbaum; Girardin, El Assaoui; Michael Zanatta, Vermeille; Balej, Berglund, Brem; Melvin Merola, Brügger, Tristan Vauclair; Krutov, Schommer, Lakhmatov; Zorin, Rexha, Fischer.
Bemerkungen: Rapperswil-Jona Lakers ohne Auriemma, Brandi, Frei, Gurtner, McGregor (alle verletzt); Martigny ohne Tom Merola, Dimitri Malgin (beide verletzt) und Maret Mathieu (überzählig). Pfostenschüsse: 22. Altorfer, 24. Vermeille. 55. Brügger verletzt ausgeschieden. Schüsse: 32:31 (14:11, 10:10, 8:10).

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