Eishockey

SCRJ stoppt Thurgaus Höhenflug

Nicht weniger als sieben Siege hatte der Tabellenvierte zuletzt aneinandergereiht. In Rapperswil-Jona gab es für die «Leuen» aber nichts zu holen. Sie wurden vom Leader klar dominiert, das Resultat fiel nur deshalb knapp aus, weil die Gastgeber im Abschluss sündigten.

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Auch in seinem vierten Einsatz für die Lakers fiel der aus der DEL verpflichtete Martin Ness nicht gross auf. Und doch war er am Schluss so etwas wie der Matchwinner. Beim Stand von 1:2 aus ihrer Sicht gingen die Thurgauer in der letzten Minute «all in», ersetzten Goalie Janick Schwendener durch einen sechsten Feldspieler. Als dann mit Rajan Sataric noch ein St. Galler auf die Strafbank musste, wurde es nochmals richtig «heiss» in der Zone der Gastgeber. Dann kam Ness’ grosser Auftritt. Zuerst gewann er das Bully, und als ihm danach Cyrill Geyer den Puck bereitlegte, setzte er zum Befreiungsschlag an und traf neun Sekunden vor der Sirene aus rund 50 Metern zum erlösenden 3:1.

Auch wenn er letztlich knapp ausfiel, der Sieg der Lakers war hochverdient. 35:14 lautete das Schussverhältnis zugunsten des Heimteams. Dass sie nicht öfter reüssieren konnten, hatte einerseits mit Schwendener zu tun, der eine starke Leistung zeigte. Andererseits liessen die Lakers phasenweise im Abschluss aber auch die letzte Konsequenz vermissen, nicht zuletzt im Powerplay.

Für kurzes Nachlassen bestraft

Abgesehen davon gab es am Auftritt des Qualifikationssiegers aber kaum etwas zu bemängeln. Vielleicht noch dies, dass sie nach einem überragenden Startdrittel, welches dank Treffern von Steve Mason (2./nach herrlichem Doppelpass mit Sven Berger) und Jorden Gähler (12./mit einem Knaller von der blauen Linie) 2:0 zugunsten der Rosenstädter endete, zu Beginn des Mittelabschnitts die Zügel etwas schleifen liessen. Kaum war Thurgau der Anschlusstreffer gelungen (26./Andri Spiller traf nach einem Querpass schräg über die Schulter von Nyffeler unter die Latte), brachten die St. Galler das Geschehen aber wieder unter Kontrolle. Weil im Abschluss der Knoten aber nicht aufging, blieb es sehr lange spannend.

«Als Thurgau im Mitteldrittel einen Stürmer an die offensive blaue Linie abstellte, um unsere Formation in die Länge zu ziehen, brauchten wir einen Moment, uns darauf einzustellen», analysierte SCRJ-Verteidiger Berger. Insgesamt hätten sie aber ein sehr gutes Spiel gezeigt, was ihn sehr freue. «Es geht darum, sich im Hinblick aufs Playoff ein gutes Gefühl zu erarbeiten.» Dieser Auftritt trage sicher dazu bei. (zsz.ch)

Erstellt: 14.02.2018, 23:23 Uhr

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SCRJ Lakers - Thurgau 3:1 (2:0, 0:1, 1:0)
SGKB-Arena. 2444 Zuschauer. SR Staudenmann/Ströbel, Fuchs/Kehrli.
Tore: 2. Mason (Berger, Mosimann) 1:0. 12. Gähler 2:0. 26. Spiller (Scheidegger, Andersons) 2:1. 60. (59:51) Ness (Ausschluss Sataric!) 3:1 (ins leere Tor).
Strafen: Je 3×2 Minuten.
Rapperswil-Jona Lakers: Nyffeler; Büsser, Gähler; Sataric, Maier; Gurtner, Berger; Profico, Geyer; Aulin, Knelsen, Hüsler; Brem, Lindemann, Casutt; Mosimann, Mason, Hügli; Primeau, Ness, Vogel.
Thurgau: Schwendener; Wildhaber, Schnyder; Küng, Parati; Wollgast, Scheidegger; Blaser, Seiler; Andersons, Braes, Spiller; Zanzi, Neher, Brunner; Loosli, Brändli, Arnold; Rattaggi, Kellenberger, Maurenbrecher.
Bemerkungen:Rapperswil-Jona Lakers ohne Schmuckli, Rochow (beide verletzt), Frei, Iglesias, Morin, Rizzello, Schir und Trudel (alle überzählig); Thurgau ohne Bahar, Descheneau, El Assaoui (alle verletzt), Hänggi und Moser (beide überzählig). 18. Pfostenschuss Hügli. 59:19 Time-out Thurgau, danach bis 59:51 ohne Torhüter.
Schüsse: 35:14 (14:4, 13:3, 8:7).

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