Eishockey

SCRJ spielt läuferische Vorteile aus

Die Rapperswil-Jona Lakers entschieden auch das zweite Heimspiel gegen Ajoie für sich – mit 3:1 – und führen damit in der im Best-of-7-Modus ausgetragenen Halbfinalserie 2:1.

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Die Rosenstädter zeigten sich am Sonntag stark verbessert gegenüber Spiel zwei, welches sie am Freitag in Pruntrut 3:5 verloren hatten. «Entscheidend war, dass wir uns viel besser bewegten. Im läuferischen Bereich haben wir Vorteile gegenüber Ajoie», analysierte Antonio Rizzello nach der Partie.

Der SCRJ-Captain war einer der drei Torschützen aufseiten der Gastgeber. Der 33-jährige Flügelstürmer markierte in der 36. Minute das 2:0. Er habe etwas spekuliert, als er gesehen habe, dass sich seine Teamkollegen im Bandenduell in der eigenen Zone durchsetzen würden. Prompt kam der Puck zu ihm, worauf er davonzog und Ajoies Keeper Dominic Nyffeler mit einem präzisen Schuss bezwang. «Ich wusste, dass sich in der entfernten Ecke eine Lücke auftun würde, wenn ich zur Mitte ziehe», beschrieb Rizzello die Situation.

Casutts wichtiges 1:0

Den ersten Treffer für die Lakers hatte Corsin Casutt erzielt, der am Freitag verletzungsbedingt ­gefehlt hatte. Der Rückkehrer traf im Powerplay (18.). «Ein sehr wichtiges Tor», gestand Rizzello. «Die Führung gab uns Sicherheit.» In der Startphase hatten sich die Rosenstädter nämlich äusserst schwergetan. «Ich glaube, wir wollten es zu gut machen», mutmasste der Captain. «Wir wussten, dass es ein sehr wichtiges Spiel ist, wollten auf keinen Fall in der Serie in Rückstand geraten. Das hat uns mental etwas blockiert.» Die Folge: Die Jurassier hatten in den ersten zehn Minuten ein klares Chancenplus. Reüssieren konnten sie aber nicht.

Mit der 1:0-Führung im Rücken begannen die Rosenstädter befreiter aufzuspielen und hätten schon früher nachlegen sollen. Casutt vergab bei einem Konter in Unterzahl allein vor Dominic Nyffeler (31.), ehe Dion Knelsen mit einem Penalty (kläglich) scheiterte (33.). Rizzello schloss dann viel überzeugter ab (36.).

Steigerungspotenzial im Powerplay

«Im Abschluss taten wir uns schwer, genauso im Powerplay. Da gibt es sicher noch Luft nach oben», resümierte Rizzello. Wie im Mitteldrittel liessen die St. Galler auch im Schlussabschnitt zwei Überzahlsituationen ungenutzt. Zweimal hatten sie sogar Glück, durch Jonathan Hazen nicht den dritten Shorthander in dieser Serie zu kassieren.

Die ausgelassenen Chancen rächten sich insofern, als Ajoie mit dem Anschlusstreffer (erzielt im Powerplay, mit einem sechsten Feldspieler anstelle des Torhüters) nochmals für eine hitzige Schlussphase sorgte. Als die Jurassier ihren Keeper dann ein zweites Mal rausnahmen, nutzte dies SCRJ-Topskorer Jared Aulin, um mit dem 3:1 ins leere Tor den Sieg ins Trockene zu bringen. «Mit dem zweiten Heimsieg haben wir die Pflicht erfüllt. Nun steht Ajoie unter Druck», sagte Rizzello. Das gelte es am Mittwoch auszunützen.

Olten schafft schon wieder ein Break
In der anderen Halbfinalserie liegt Olten (3. der Qualifikation) gegen den amtierenden Meister Langenthal (2.) mit 2:1 Siegen vorne. Die Oltner legten den Grundstein zum neuerlichen Auswärtssieg mit einem Blitzstart. Sie führten nach sechs Minuten 2:0 und retteten am Ende mit Glück und Können einen 2:1-Sieg über die Zeit.

Ein Fehlpass in der eigenen Zone von Kim Karlsson leitete Langenthals Fehlstart ein. Silvan Wyss übernahm den Puck, passte zu Lukas Haas, der bloss noch einzuschieben brauchte. Nach sechs Minuten kamen die Oltner in Überzahl bereits zum zweiten Goal. Erst danach erwachte auch Langenthal. Aber trotz 40:8 Torschüssen während der verbleibenden 54 Minuten gelang die Wende nicht mehr.

Claudio Cadonau verkürzte für die Langenthaler in der 45. Minute auf 1:2. In der 53. Minute bejubelte der SCL vor fast 4000 Zuschauern den vermeintlichen Ausgleich, jedoch war dem Treffer von Stefan Tschannen ein Offside vorausgegangen.

Erstellt: 18.03.2018, 22:02 Uhr

Telegramm

Swiss League, Playoff-1/2-Final (best of 7), Spiel 3:

SCRJ Lakers - Ajoie 3:1 (1:0, 1:0, 1:1)
SGKB-Arena. 3635 Zuschauer. SR Dipietro/Tscherrig, Duarte/Fuchs.
Tore: 18. Casutt (Knelsen, Lindemann/Ausschluss Birbaum) 1:0. 36. Rizzello (Aulin, Knelsen) 2:0. 58. Schmidt (Devos, Hazen/Ausschluss Berger/ohne Torhüter) 2:1. 59:40 Aulin (Knelsen, Rizzello) 3:1 (ins leere Tor).
Strafen: 3×2 Minuten gegen die Rapperswil-Jona Lakers, 5×2 Minuten gegen Ajoie.
Rapperswil-Jona Lakers: Melvin Nyffeler; Sataric, Maier; Geyer, Profico; Gähler, Berger; Iglesias, Schmuckli; Mosimann, Mason, Hügli; Aulin, Knelsen, Rizzello; Vogel, Lindemann, Casutt; Hüsler, Ness, Primeau.
Ajoie: Dominic Nyffeler; Ryser, Hauert; Birbaum, Casserini; Trunz, Dotti; Steinauer; Hazen, Devos, Schmutz; Fuhrer, Privet, Wüst; Arnaud Montandon, Frossard, Schmidt; Merola, Guidotti, Barbero; Hrabec.
Bemerkungen: Rapperswil-Jona Lakers ohne Brem (verletzt), Büsser, Frei, Gurtner, Liechti, Morin, Schir und Trudel (alle überzählig); Ajoie ohne Maxime Montandon, Devesvre (beide verletzt), Macquat, Krakauskas und Pouilly (alle überzählig). 33. Dominic Nyffeler hält Penalty von Knelsen. 53. Pfostenschuss Knelsen. Ajoie von 57:08 bis 57:26 und 59:08 bis 59:40 ohne Torhüter. 59:16 Time-out Ajoie.
Schüsse: 43:27 (16:10, 19:7, 8:10).
Stand in der Serie (best of 7): 2:1.

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