Eishockey

SCRJ sichert sich drei Meisterpucks

Die Rapperswil-Jona Lakers sind nur noch einen Sieg vom Meistertitel entfernt. Mit einem Doppelschlag im ersten Drittel legten die Rosenstädter in Spiel 4 den Grundstein zum ersten Auswärtserfolg und zur 3:1-Führung in der Finalserie.

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Nachdem am Samstag in der ersten Partie im Oltner Kleinholz das Tor der Gastgeber wie zugenagelt schien (die Lakers verloren 0:1), war es am Mittwochabend im zweiten dasjenige der Gäste. Speziell in den ersten zehn Minuten. Die St. Galler hätten sich nicht beklagen können, wenn sie da in Rückstand geraten wären.

Schon nach wenigen Sekunden zischte ein Geschoss von Devin Muller um Haaresbreite am rechten Pfosten vorbei. SCRJ-Keeper Melvin Nyffeler wäre machtlos gewesen, ebenso in der 5. Minute, als Ueli Huber nach einem Querpass das leere Tor vor sich sah, den Puck aber nicht richtig traf, weil dieser leicht aufsprang. Und dann war es nach einem Konter erneut Huber, der scheiterte (10.).

Auf der Gegenseite wurde es einzig gefährlich, wenn die Rosenstädter mit einem Mann mehr agieren konnten. Die erste Strafe überstanden die Oltner noch unbeschadet, die zweite nicht mehr. Martin Ness setzte sich im Zweikampf vor dem Tor gegen Verteidiger Marc Grieder durch und verwertete nach einem Schuss von Michael Hügli den Abpraller bei Goalie Matthias Mischler (15.).

Zwei Tore innert 77 Sekunden

Eine gute Minute später musste Oltens Schlussmann bereits wieder hinter sich greifen. Routinier Sven Lindemann hatte ihn mit einem Ablenker zwischen den Beinschonern hindurch erwischt (17.). Bitter für das Heimteam, das bis dahin klar mehr vom Spiel gehabt hatte.

«Gebrochen» waren die Solothurner deshalb aber noch lange nicht. Auch im Mitteldrittel powerten sie, provozierten damit unter anderem drei St. Galler Strafen, etwas Zählbares schaute aber auch in Überzahl nicht heraus. Einmal jubelten die Oltner zwar, aber nur kurz. Zu offensichtlich war, dass Jewgeni Schirjajew den Stock bei seinem Ablenker zu hoch gehalten hatte (37.). Das Video bestätigte, was bereits allen im Stadion bewusst war: kein Tor.

Im Anschluss ereignete sich im Kleinholz nicht mehr viel Erwähnenswertes. Die Lakers spielten extrem solid und diszipliniert, liessen praktisch nichts mehr zu. Und als die Gastgeber gut zweieinhalb Minuten vor Schluss «all in» gingen, sprich ihren Torhüter durch einen sechsten Feldspieler ersetzten, machte Jeremy Morin, der bei den St. Gallern den angeschlagenen Topskorer Jared Aulin als zweiten Ausländer – überraschend gut – vertrat, mit dem 3:0 ins verlassene Tor den Sack zu.

«Olten war besser»

Dieser Sieg sei vor allem das Produkt ihres Kampfgeistes und der starken Paraden von Goalie Melvin Nyffeler (der seinen zweiten Shutout in dieser Finalserie und den 13. der Saison feierte), befand Sven Lindemann hinterher. Ansonsten sei dies keine gute Leistung gewesen. «Olten war die bessere Mannschaft, kam am Anfang wie die Feuerwehr. Da hatten wir sicher auch etwas Glück, dass wir nicht in Rückstand gerieten», zeigte sich der Lakers-Stürmer kritisch. Im nächsten Spiel am Freitag müssten sie sich klar steigern. «Olten wird nochmals alles versuchen. Wir müssen bereit sein, wieder einfacher spielen. Diesmal leisteten wir uns viele Fehlzuspiele, was bei Oltens schnellen Stürmern brandgefährlich ist. Das müssen wir abstellen, wenn wir den Sack zumachen wollen.» (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 04.04.2018, 23:20 Uhr

Telegramm

Swiss League, Playoff-Final (best of 7), Spiel 4:

Olten - SCRJ Lakers 0:3 (0:2, 0:0, 0:1)
Kleinholz. 5756 Zuschauer. SR Dipietro/Mollard, Altmann/Stuber.
Tore: 15. (14:55) Ness (Hügli, Mason/Ausschluss Ulmer) 0:1. 17. (16:12) Lindemann (Schmuckli, Iglesias) 0:2. 58. Morin (Hüsler, Berger) 0:3 (ins leere Tor).
Strafen: 2×2 Minuten gegen Olten, 4×2 Minuten gegen die Rapperswil-Jona Lakers. – Olten: Mischler; Rouiller, Grieder; Lüthi, Bucher; Fröhlicher, Zanatta; Aeschlimann, Bagnoud; Ulmer, Sharp, Horansky; Haas, Schirjajew, Wyss; Muller, McClement, Schneuwly; Hirt, Mäder, Huber.
Rapperswil-Jona Lakers: Nyffeler; Gähler, Berger; Iglesias, Schmuckli; Büsser, Geyer; Sataric, Maier; Morin, Knelsen, Rizzello; Profico, Lindemann, Casutt; Mosimann, Mason, Hügli; Hüsler, Ness, Primeau.
Bemerkungen: Olten ohne Truttmann (verletzt), Barbero, Heughebaert, Ihnacak, Rexha, Sahli und Vodoz (alle überzählig); Rapperswil-Jona Lakers ohne Brem (verletzt), Aulin (angeschlagen), Frei, Gurtner, Liechti, Schir, Trudel und Vogel­ (alle überzählig). 36:29 Tor von Schirjajew wegen hohem Stock nicht anerkannt. 59:02 Time-out Olten. Olten ab 57:25 mehrheitlich ohne Torhüter.
Schüsse: 31:24 (6:12, 16:5, 9:7).
Stand in der Serie (best of 7): 1:3.

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