Eishockey

SCRJ sichert sich drei Matchpucks

Rapperswil-Jona reagierte am Sonntag mit einer starken Leistung auf die 2:3-Niederlage vom Freitag, schlug La Chaux-de-Fonds zu Hause 5:1 und führt damit in der Halbfinalserie mit 3:1 Siegen.

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Nachdem die Neuenburger im vierten Spiel dieses Duells endlich für ihren Aufwand belohnt worden waren, hätte man erwarten können, dass ihnen dies zusätzlichen Schwung verleiht. Das Gegenteil war der Fall. Die Gäste verschliefen den Start komplett, mussten bereits im zweiten Wechsel, sprich nach 50 Sekunden, den ersten Gegentreffer hinnehmen (Michael Hügli vollendete nach schönem Querpass von Verteidiger Rajan Sataric).

«Es ging sogleich ein Ruck durch unsere Reihen», beschrieb Jan Vogel hinterher den positiven Effekt des frühen 1:0. Kurz vor der ersten Pause war es der 21-jährige Stürmer dann selbst, der das stärkste Drittel der Rosenstädter in den laufenden Playoffs mit dem 2:0 belohnte. Ein ­kurioser Treffer, versenkte er den Puck doch von hinter der Torlinie via Beinschoner von Gästekeeper Tim Wolf im Netz – gewollt, wie Vogel betonte: «Mir war kurz vorher in einer ähnlichen Situation aufgefallen, dass Wolf etwas gar weit vorne steht. Da dachte ich mir: ‹Versuch es doch einfach.›»

Effizienz und Timing top

«Mit dem 0:2 waren wir da noch gut bedient», befand La Chaux-de-Fonds’ Sportchef und Assistenztrainer Christian Weber, wobei er vor allem sein eigenes Team als Grund für die Dominanz der Lakers sah. «Unsere Leistung in diesem ersten Drittel war inakzeptabel», wurde Weber deutlich. Und schob nach: «Bei neunter Gelegenheit in diesen Playoffs gerieten wir nun zum achten Mal in Rückstand. Das darf nicht sein, denn wie sich auch diesmal zeigte, hat das erste Tor einen enormen Einfluss aufs Spiel.»

In den folgenden 40 Minuten kamen die Neuenburger zwar besser auf, konnten aber nicht annähernd so viel Druck erzeugen wie noch in den vorherigen Partien. Spannung kam nie mehr auf – nicht zuletzt, weil sich die Lakers auch diesmal im Abschluss effizienter zeigten und bei ihren Treffern immer wieder ein aus­gezeichnetes Timing an den Tag legen. So nahm etwa Tim Grossniklaus mit seinem Kontertor zum 4:1 den Gästen nur 17 Sekunden nach deren erstem Erfolgserlebnis wieder den Wind aus den Segeln (53.).

Für den Schlusspunkt war Dion Knelsen in der 59. Minute in doppelter Überzahl besorgt. Es war nach dem 3:0 (48.) der zweite Treffer für den kanadische Topskorer der Lakers, der bei seinem Comeback (die verloren gegan­gene Partie am Freitag hatte er krankheitsbedingt verpasst) aber nicht nur damit aufzeigte, wie immens wichtig er für den SCRJ ist.

Auf drei Linien reduziert

Grossen Anteil am gestrigen Sieg der St. Galler hatte auch ihr Trainer mit einer taktischen Umstellung. Statt auf vier setzte Jeff Tomlinson nämlich fast ausschliesslich auf drei Linien. Diese waren so zwar körperlich mehr gefordert, dafür aber geistig mehr im Spiel drin, sprich fokussierter, wie auch Jan Vogel, der der dritten Angriffsreihe angehörte, bestätigte. «Genau gleich weiterfahren», müsse nun die Devise lauten, befand Vogel. «Dann kommt es gut.» Er gehe aber schon davon aus, dass La Chaux-de-Fonds zu Hause nochmals «brutal drücken» werde. (zsz.ch)

Erstellt: 12.03.2017, 23:18 Uhr

Telegramm

National League B

Playoff-Halbfinal (Best of 7). Spiel 4:

SCRJ Lakers – La Chaux-de-Fonds 5:1 (2:0, 0:0, 3:1)
SGKB-Arena. 3637 Zuschauer. SR Hebeisen/Oggier, Altmann/Kehrli.
Tore: 1. (0:50) Hügli (Sataric, Maier) 1:0. 18. Vogel (Hüsler, Grossniklaus) 2:0. 48. Knelsen (Sataric, Casutt/Ausschluss Eigenmann) 3:0. 53. (52:02) Zubler (Hecquefeuille/Ausschluss Profico) 3:1. 53. (52:19) Grossniklaus (Profico, Aulin) 4:1. 59. Knelsen (Sataric/Ausschlüsse Hecquefeuille, Stämpfli) 5:1.
Strafen: 6×2 Minuten gegen die Rapperswil-Jona Lakers, 7×2 plus 3×10 Minuten (Carbis, Hecquefeuille, Stämpfli) gegen La Chaux-de-Fonds.
Rapperswil-Jona Lakers: Melvin Nyffeler; Geyer, Blatter; Sataric, Maier; Grossniklaus, Molina; Guerra, Büsser; Profico, Aulin, Rizzello; Hügli, Knelsen, Casutt; Hoffmann, Studer, Bader; Hüsler, Mason, Vogel.
La Chaux-de-Fonds: Wolf; Erb, Zubler; Hostettler, Hecquefeuille; Eigenmann, Stämpfli; Jacquet, Ganz; Leblanc, Forget, Grezet; Sterchi, Meunier, Muller; Bonnet, Burkhalter, Carbis; Rattaggi, Keller, Dubois.
Bemerkungen: Rapperswil-Jona Lakers ohne Brandi, Frei, McGregor, Zanzi (alle verletzt), Altorfer (gesperrt), Auriemma (Elite-B-Junioren), Schmutz (krank), Gurtner und Hutchings (beide überzählig); La Chaux-de-Fonds ohne Eriksson, Hasani, Hobi (alle verletzt), Boehlen, Vuilleumier, Willemin, De­Simone, Hofmann und Tschantz (alle überzählig). 56:53 Time-out Rapperswil- Jona, La Chaux-de-Fonds danach bis 57:26 ohne Torhüter.
Schüsse: 34:33 (15:9, 10:11, 9:13).
Stand in der Serie (best of 7): 3:1.

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