Eishockey

SCRJ schafft spektakuläre Wende

Vor der Saisonrekordkulisse von 4563 Zuschauern bewies Rapperswil-Jona viel Charakter und bezwang Langenthal nach 0:2-Rückstand noch 3:2. Damit führen die Lakers in der Finalserie vor Spiel 3 (morgen Sonntag, auswärts) 2:0.

Der Ausgangspunkt der Wende: Lakers-Kanadier Jared Aulin erwischt Langenthals Keeper Marco Mathis in Unterzahl zwischen den Beinen hindurch zum 1:2 Anschlusstreffer.

Der Ausgangspunkt der Wende: Lakers-Kanadier Jared Aulin erwischt Langenthals Keeper Marco Mathis in Unterzahl zwischen den Beinen hindurch zum 1:2 Anschlusstreffer. Bild: Tom Oswald Fotografie

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Obwohl die Lakers besser begannen als am Dienstag beim 5:2-Auftakterfolg in Langenthal, gerieten sie gestern in Rückstand. Im zwölften Spiel der laufenden Playoffs war es erst das vierte Mal, dass nicht die Rosenstädter das erste Tor erzielten.

Erst zum zweiten Mal sahen sie sich sogar mit einem 0:2-Rückstand konfrontiert. Anders als in der mit 0:3 verlorenen vierten Partie des Viertelfinals gegen Olten gelang den St. Gallern diesmal jedoch die Wende.

Zwei Lakers-Shorthander

Ausgangspunkt derselbigen war eine Strafe gegen einen Rosenstädter! Eine knappe halbe Minute nachdem Vincenzo Küng einen Schuss von Michael Völlmin zum 2:0 abgelenkt hatte, kassierte Leandro Profico einen «Zweier» wegen Bandenchecks. Doch kaum sass der wiederum als Stürmer eingesetzte Lakers-Verteidiger draussen, entwischte sein Teamkollege Jared Aulin und bezwang SCL-Keeper Marco Mathis zwischen den Beinschonern hindurch (27.). Auf genau gleiche Art, allerdings bei 5-gegen-5, traf Cédric Hüsler nach schönem Steilpass von Niki Altorfer zum Ausgleich (32.).

Und als jener Hüsler in der 48. Minute seinerseits in die Kühlbox geschickt wurde, brachte Michael Hügli die Lakers mit dem zweiten Shorthander an diesem Abend erstmals in Führung.

Nyffelers Big-Save

Im Trockenen war der zweite Sieg in dieser Finalserie damit noch lange nicht. Mit dem Mute der Verzweiflung warfen die Oberaargauer in der Schlussphase alles nach vorne. Die beste Chance zum Ausgleichbot sich ihnen gut fünf Minuten vor Schluss, als sie während 46 Sekunden mit zwei Mann mehr agieren konnten.

Die drei Lakers-Feldspieler wehrten sich jedoch bravourös, zudem lief SCRJ-Goalie Melvin Nyffeler im wichtigsten Moment zur Höchstform auf. Wie er die Direktabnahme von Langenthals Goalgetter Stefan Tschannen, der nach einem Querpass am entfernten Pfosten freistehend zum Abschluss kam, mit seinem Fanghandschuh aus der hohen Ecke fischte, war Extraklasse – und die Siegsicherung. Entsprechend lautstark wurde der 22-jährige Schlussmann nach dem Schlusspfiff von der erstmals seit langer Zeit proppenvollen Lakers-Fankurve gefeiert.

Vom Publikum getragen

Schon während der Partie hatte das Heimpublikum für eine grossartige Stimmung gesorgt – und damit dem Team viel Energie gegeben, wie Hüsler hinterher festhielt. «Zu Beginn wollten wir etwas zuviel, spielten zu kompliziert. Danach peitschten uns die Fans nach vorne – und zum Sieg.»
Brutal war der Ausgang für die Gäste. «Diese Niederlage nervt extrem», gestand Marc Kämpf. Sie müssten sich jedoch an der eigenen Nase nehmen: «Zwei Shorthander in einem Spiel darf man einfach nicht kassieren.» (zsz.ch)

Erstellt: 24.03.2017, 23:42 Uhr

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National League B

Playoff-Final (Best of 7). Spiel 2:

SCRJ Lakers – Langenthal 3:2 (0:1, 2:1, 1:0)

SGKB-Arena. 4563 Zuschauer (Saisonrekord). SR Dipietro/Hebeisen, Kehrli/Progin.
Tore: 6. Kelly (Rytz, Tschannen/Ausschluss Sataric) 0:1. 26. (25:40) Vincenzo Küng (Völlmin) 0:2. 27. (26:17) Aulin (Ausschluss Profico!) 1:2. 32. Hüsler (Altorfer) 2:2. 48. Hügli (Sataric) 3:2.
Strafen: 8×2 plus 1×5 Minuten (Mason) plus Spieldauer (Mason) gegen Rapperswil-Jona, 5×2 plus 1×5 Minuten (Pivron) plus Spieldauer (Pivron) gegen Langenthal.
Rapperswil-Jona Lakers: Nyffeler; Sataric, Maier; Geyer, Blatter; Molina, Büsser; Grossniklaus; Profico, Aulin, Rizzello; Hügli, Knelsen, Casutt; Hüsler, Mason, Vogel; Altorfer, Studer, Schmutz; Brandi.
Langenthal: Mathis; Cadonau, Rytz; Völlmin, Ahlström; Pienitz, Marti; Wolf; Kelly, Montandon, Tschannen; Primeau, Dünner, Füglister; Pivron, Kummer, Kämpf; Gerber, Hess, Vincenzo Küng; Kläy.
Bemerkungen: Rapperswil-Jona ohne Frei, McGregor, Sieber, Zanzi (alle verletzt), Auriemma (Elite-B-Junioren), Bader, Guerra, Gurtner, Hoffmann, Hutchings und Schaub (alle überzählig); Langenthal ohne Campbell, Schüpbach (beide verletzt), Christen, Duarte, Mike Küng und Trüssel (alle überzählig). 33. Kummer verletzt ausgeschieden. 58:30 Time-out Langenthal, dann ab 58:44 ohne Torhüter.
Schüsse: 27:28 (11:10, 8:10, 8:8).
Stand in der Serie (Best of 7): 2:0.

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