Eishockey

SCRJ legt Schalter viel zu spät um

Die Rapperswil-Jona Lakers starteten in Langenthal viel zu passiv. So lagen sie nach 23 Minuten 0:3 zurück, am Schluss unterlagen sie 2:4.

Die Lakers mit Captain Antonio Rizzello (Nummer 17), der den 2:3-Anschlusstreffer erzielte, liefen in Langenthal dem Gegner zu lange hinterher.

Die Lakers mit Captain Antonio Rizzello (Nummer 17), der den 2:3-Anschlusstreffer erzielte, liefen in Langenthal dem Gegner zu lange hinterher. Bild: Archiv Tom Oswald Fotografie

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Das happige Programm mit acht Spielen innert 17 Tagen in Kombination mit der aktuellen Personalknappheit bewegte SCRJ-Trainer Jeff Tomlinson dazu, gestern eine taktische Anpassung vorzunehmen. Die Verteidiger sollten beim Forechecking weniger weit, sprich nicht bis ins gegnerische Drittel hinein vorpreschen, um Kraft zu sparen.

Der Schachzug ging in die Hose. Es fehlte den Lakers an Kompaktheit, Langenthal wusste den offenen Raum zu nutzen und spielte die Gäste förmlich an die Wand. 19:4 lautete das Schussverhältnis im ersten Drittel zugunsten der Oberaargauer. Glück für die St. Galler, dass die Gastgeber ihre Dominanz bis zur ersten Pause nur in zwei Treffer ummünzen konnten. Zuerst traf Marc Kämpf im Powerplay (11.), dann Verteidiger Hans Pienitz mit einem Knaller wenige Sekunden nach Ablauf einer Strafe (17.).

Rückkehr zum Bewährten

Als Dario Kummer zu Beginn des Mitteldrittels auf 3:0 erhöhte – er beendete damit den Arbeitstag von SCRJ-Keeper Michael Tobler vorzeitig (22.) –, deutete alles darauf hin, dass Langenthal einen lockeren Sieg einfahren wird. Dem wäre wohl auch so gewesen, wenn Josh Primeaus Ablenker zum 4:0 gezählt hätte (37.) – das Schiedsrichterduo gab das Tor nach Videokonsultation jedoch zu Recht nicht, weil der Stock des Schützen zu hoch war.

So blieb aufseiten der Lakers die Hoffnung bestehen. Sie fanden in der Folge immer besser ins Spiel, nicht zuletzt, weil sie wieder zu ihrem bewährten Forechecking zurückwechselten. Nach zwei Überzahltoren, erzielt durch Reto Schmutz (53.) und Antonio Rizzello (57.), waren sie plötzlich wieder dran. Der eingewechselte Janick Schwendener machte einem sechsten Feldspieler Platz, doch wie so oft fiel der Treffer (zum 4:2-Endstand) auf der Gegenseite.

«Wir setzten zu Beginn nicht das um, was wir uns vorgenommen hatten. Dies kostete uns das Spiel. Die taktische Umstellung darf da keine Ausrede sein. Sowas müssen wir umsetzen können», fand Captain Rizzello hinterher klare Worte. (zsz.ch)

Erstellt: 28.11.2016, 08:28 Uhr

Telegramm

National League B

Langenthal – SCRJ Lakers 4:2 (2:0, 1:0, 1:2)

Schoren. 2508 Zuschauer. SR Dipietro/Boverio; Fuchs/Micheli.
Tore: 11. Kämpf (Campbell, Kelly/Ausschluss Zanzi) 1:0. 17. Pienitz 2:0. 23. Kummer (Füglister, Dünner) 3:0. 53. Schmutz (Rizzello, Sataric/Ausschluss Hess) 3:1. 55. Rizzello (Aulin, Sataric/Ausschluss Pienitz) 3:2. 60. Kelly 4:2 (ins leere Tor).
Strafen: Je 4×2 Minuten.
Langenthal: Wildhaber; Cadonau, Rytz; Völlmin, Marti; Pienitz, Ahlström; Colin Gerber; Kelly, Campbell, Kämpf; Pivron, Montandon, Tom Gerber; Kummer, Dünner, Füglister; Primeau, Hess, Küng; Trüssel.
Rapperswil-Jona Lakers: Tob­ler (23. Schwendener); Blatter, Geyer; Maier, Sataric; Profico, Grossniklaus; Guerra; Rizzello, Aulin, Altorfer; Casutt, Knelsen, Hügli; Schmutz, Vogel, Hüsler; Zanzi, Schaub, Bader.
Bemerkungen: Langenthal ohne Schüpbach, Tschannen, Wolf, Mathis (alle verletzt) und Helder (Elite A); Rapperswil-Jona Lakers ohne Auriemma, Brandi, Gurtner, Frei, Mason und McGregor (alle verletzt). 37. Tor von Primeau nicht gegeben (hoher Stock). 58:27 Time-out Rapperswil-Jona Lakers, danach bis 59:32 ohne Torhüter. Schüsse: 38:27 (19:4, 8:11, 11:12).

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