Rapperswil-Jona

SCRJ Lakers wollen in den Final

Am wohl heissesten Tag in diesem Jahr war Eishockey, die Wintersportart par excellence, pardoxerweise ein zentrales Thema am Obersee. Vertreter der Rapperswil-Jona Lakers liessen sich auf den Zahn fühlen.

Sieht noch Steigerungspotenzial: Jeff Tomlinson, der Trainer der Rapperswil-Jona Lakers, in der St.-Galler-Kantonalbank-Arena.

Sieht noch Steigerungspotenzial: Jeff Tomlinson, der Trainer der Rapperswil-Jona Lakers, in der St.-Galler-Kantonalbank-Arena. Bild: Patrick Gutenberg

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An der Medienkon­ferenz vom Freitag, die einer lockeren Gesprächs­runde gleichkam, war mehrfach zu hören, dass die SCRJ Lakers zwei Wochen vor dem Saisonstart noch nicht da sind, wo sie sein möchten. Das ­Team muss sich auf dem Eis noch finden: in den Offensiv- und Defensiv­aktionen besser harmonieren, das Unter- und Überzahlspiel beherrschen. Kein Wunder, hat sich doch das Gesicht der Mannschaft gegenüber der Vorsaison markant verändert. Zehn Spieler sind neu, zwölf haben den Klub verlassen.

Hinzu kommen Verletzungen einiger Akteure, allen voran von Dion Knelsen, der an einer Bänder­verletzung am Fuss leidet. Vom aufgestellten 27-jährigen Kanadier war zu erfahren, dass er sich – nach bereits fünf Jahren in Europa, in Schweden und in Norwegen – auf die neue Herausforderung freut. «Ich bin glücklich hier», meinte er und hofft, nächste Woche wieder einsatz­fähig zu sein.

Mehr Speed, mehr Tempo

Resultatmässig waren die Vorbereitungsspiele kein Erfolg. Zum Auftakt wurde Erstligist Arosa 4:1 bezwungen; die folgenden fünf Spiele endeten mit teils klaren Niederlagen. Trainer Jeff Tomlinson spricht von nicht optimalen Ergebnissen, misst diesen aber bestenfalls zweite Priorität bei. «Wir arbeiten am System, und dieses wurde von der Mannschaft noch nicht verinnerlicht.» «System» war ein häufig verwendetes Wort gestern. Und dieses soll wie folgt aussehen beziehungsweise umgesetzt werden: aggressiv auftreten und den ­Gegner unter Druck setzen. «Wir müssen den Gegner zwingen, Fehler zu machen», fordert Tomlinson.

Auch wenn das Kader auf dem Papier nicht die gleiche Qualität besitzt wie im Vorjahr, sieht der Trainer Positives: «Wir haben mehr Speed und können mehr Tempo machen.» Punkto Team- und Kampfgeist – zwei letztjäh­rige Tugenden – gibt Tomlinson sich zurückhaltend. Die Mannschaft ist ja noch nicht lange zusammen. Das eine hat mit dem anderen zwar nichts zu tun: Beim Kader konnten rund 200 000 Franken eingespart ­wer­den, auch weil alte NLA-Verträge ausgelaufen sind.

Noch dreimal dürfen die SCRJ Lakers üben und an den Automatismen feilen. Am kommenden Dienstag (Beginn 19.45 Uhr) steht das einzige Heimspiel an gegen die schwedische Equipe aus ­Rögle mit dem am Obersee bestens bekannten Trainer ­Anders Eldebrink.

Alle Spiele gewinnen

Die Lakers machen keinen Hehl dar­aus – das haben sie auch in der Vergangenheit nie –, dass sie bald wieder ins Oberhaus auf­steigen möchten. «Früher oder später», sagt Captain Antonio Riz­zello, der alle Spiele gewinnen will. Gleich tönt es bei Sportkoordinator Roger Maier, der mit einem Schmunzeln ergänzt: «Wenn wir alle Spiele gewinnen, steigen wir auf.» Das gemeinsam festgelegte Ziel war aus dem Mund von Geschäftsführer Markus Bütler zu vernehmen: «Wir wollen den Final erreichen.»

Bütler drückt trotzdem auf die Bremse: «Es hat Konkurrenz.» Die etablierten B-Mannschaften haben allesamt aufgerüstet und sind ebenso ambitioniert. Die Nachwuchsspieler der Farmteams – zu den GCK Lions und Winterthur haben sich die Biasca Ticino Rockets und die EVZ Academy gesellt –, werden jederzeit versuchen, sich für höhere Aufgaben zu empfehlen und den Favoriten die Suppe zu versalzen.

Für die Protagonisten ausserhalb des Rinks, Bütler und Maier, ist auch wichtig, dass die ­Bevöl­kerung mitzieht, in der ­neuen St.-Galler-Kantonalbank-Arena und in der Stadt für eine ­gute ­Atmosphäre sorgt. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 27.08.2016, 10:45 Uhr

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