Eishockey

SCRJ glückt Revanche gegen Thurgau

Zwar gerieten die Lakers in Weinfelden zunächst in Rücklage, bogen dann aber dank eines Doppelschlags früh auf die Siegesstrasse ein und gewannen letztlich 5:2.

Sven Lindemann (rechts) brachte die Lakers gestern beim 5:2-Auswärtserfolg gegen Thurgau in der 12. Minute, lediglich 22 Sekunden nach Jan Mosimanns Ausgleichstreffer, mit dem 2:1 auf die Siegesstrasse.

Sven Lindemann (rechts) brachte die Lakers gestern beim 5:2-Auswärtserfolg gegen Thurgau in der 12. Minute, lediglich 22 Sekunden nach Jan Mosimanns Ausgleichstreffer, mit dem 2:1 auf die Siegesstrasse. Bild: Archiv Tom Oswald Fotografie

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Nachdem sie in den letzten Partien oft Mühe bekundet hatten, ins Spiel zu finden, zeigten sich die Rosenstädter gestern diesbezüglich verbessert. Die ersten ­Minuten gehörten ihnen. Als mit Lars Frei dann aber einer der ihrigen auf die Strafbank wanderte, kassierten die Lakers sogleich den ersten Gegentreffer (5.). Die Partie vom Mittwoch mit dem etwas glückhaften 4:3-Erfolg nach Penaltys in Winterthur eingerechnet, war es die dritte Unterzahl in Folge, die vom Gegner ausgenutzt werden konnte. Dies ist ungewöhnlich, war doch das Boxplay in der laufenden Saison lange Zeit die grosse Stärke der Lakers.

Wenige Minuten nach der Führung bot sich Thurgaus auffälligem Topskorer Jaedon Descheneau noch zweimal die Chance zur Resultaterhöhung, doch SCRJ-Keeper Melvin Nyffeler war zur Stelle. Und als es dann den St. Gallern durch ihre nominell dritte Angriffsformation mit Michael Hügli, Steve Mason und Jan Mosimann wieder einmal gelang, die Scheibe länger in Thurgaus Zone zu halten, fiel bereits der Ausgleich. Verteidiger Jorden Gähler brachte den Puck aufs Tor, Hügli leitete zu Mosimann weiter, und der schob mühelos ein (11.).

22 Sekunden später war Leuen-Goalie Janick Schwendener erneut geschlagen, diesmal nach einer von Sven Lindemann abgeschlossenen Traumkombination der zweiten SCRJ-Sturmlinie. Diese war noch vor der dritten, für die Hügli zweimal skorte (in der 29. zum 3:1 und in der 41. Minute zum 5:1), die auffälligste der Lakers gestern Abend. Fast bei jedem Einsatz sorgten Lindemann, Fabian Brem und der wiedergenesene Corsin Casutt für Torgefahr. Ein zweites Traumtor blieb dem Trio kurz nach Spielmitte nur knapp verwehrt; Brem traf bei seiner Direktabnahme den leicht holpernden Querpass Lindemanns nicht optimal.

Morin trifft erstmals

Das in jener Szene verpasste 4:1 realisierte kurz vor Drittelsende Jeremy Morin. Der von den Lakers letzte Woche als dritter Ausländer verpflichtete Amerikaner verwertete im Powerplay aus kurzer Distanz mittig vor dem Tor ein Zuspiel von Casutt zu seinem Premierentor im SCRJ-Dress – die Entscheidung in dieser Partie.

«Wir haben konzentrierter gearbeitet als in den letzten Spielen», nannte Lindemann den Schlüssel zur geglückten Revanche für die 5:6-Heimniederlage am 2. Januar. Und auf sein Tor angesprochen, meinte der Routinier schmunzelnd: «Das war keine Kunst, ich brauchte nur noch den Stock hinzuhalten. Aber wenn das Zusammenspiel derart gut funktioniert, macht das natürlich Freude.»

Weil Langenthal, ihr erster Verfolger in der Tabelle, im Heimspiel gegen Winterthur erst nach Verlängerung 3:2 gewann und somit nur zwei Punkte einfuhr, bauten die Lakers ihr Polster an der Spitze der Swiss League um einen auf 14 Zähler aus. (zsz.ch)

Erstellt: 19.01.2018, 23:30 Uhr

Telegramm

Swiss League

Thurgau - SCRJ Lakers 2:5 (1:2, 0:2, 1:1)
Güttingersreuti, Weinfelden. 1177 Zuschauer. SR Hebeisen/Weber, Fuchs/Stuber.
Tore: 5. Braes (Spiller/Ausschluss Frei) 0:1. 11. (10:47) Mosimann (Hügli, Gähler) 1:1. 12. (11:09) Lindemann (Casutt, Brem) 1:2. 29. Hügli (Profico, Mosimann) 1:3. 39. Morin (Casutt, Sataric/Ausschluss Braes) 1:4. 41. (40:52) Hügli (Ausschlüsse Morin; El Assaoui) 1:5. 43. Spiller (Descheneau, Küng/Ausschluss Mosimann) 2:5.
Strafen: 6×2 Minuten gegen Thurgau, 9×2 Minuten gegen die Rapperswil-Jona Lakers.
Thurgau: Schwendener; El Assaoui, Wildhaber; Seiler, Schnyder; Bahar, Küng; Blaser, Hänggi; Andersons, Braes, Descheneau; Spiller, Neher, Brunner; Loosli, Brändli, Arnold; Zanzi, Kellenberger, Rattaggi.
Rapperswil-Jona Lakers: Nyffeler; Sataric, Maier; Iglesias, Berger; Profico, Gähler; Büsser, Gurtner; Frei, Aulin, Morin; Casutt, Lindemann, Brem; Hügli, Mason, Mosimann; Rizzello, Vogel, Primeau.
Bemerkungen: Thurgau ohne Parati, Moser und Wollgast (alle verletzt); Rapperswil-Jona ohne Geyer (verletzt), Schmuckli (rekonvaleszent), Hüsler, Knelsen, Rochow, Schir und Trudel (alle überzählig).
Schüsse: 24:24 (10:7, 4:8, 10:9).

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