Eishockey

SCRJ gibt sogleich den Tarif durch

Rapperswil-Jona erteilte der EVZ Academy im Start­spiel der Playoff-Viertelfinalserie eine Lektion. Bereits zur ersten Pause lag der Playoff-Neuling hoffnungslos 0:4 im Hintertreffen. Am Schluss feierten die Lakers einen 7:0-Kantersieg.

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Die Rosenstädter gaben den jungen Zugern vom ersten Bully an den Tarif durch. Die Partie war erst 14 Sekunden alt, da musste der erst 17-jährige Gästekeeper Luca Hollenstein bereits ein erstes Mal hinter sich greifen. Jared Aulin erzwang einen Abpraller, sein kanadischer Landsmann Dion Knelsen staubte ab.

«Der Start war die reinste Kata­strophe», meinte der sichtlich ­geknickte Academy-Verteidiger Victor Oejdemark nach der Partie. «Wir standen im gesamten ersten Drittel neben den Schuhen, waren überhaupt nicht bereit», fuhr der Stäfner fort. Erklären könne er sich dies nicht, insgesamt hätten sie sich aber sicher zu viele Strafen eingehandelt.

Die nächsten beiden Treffer erzielten die Lakers im Power­play (8./10.), ebenso das 6:0 im Mittelabschnitt. Das 5:0 fiel zwar bei 5-gegen-5, doch die Strafe gegen Cyril Oehen war erst eine Sekunde abgelaufen, er war noch nicht zurück in der eigenen Zone (30.).

Herrlicher Shorthander

Neben drei Überzahltreffern ­gelang den Lakers auch noch ein Shorthander. Und dieses 4:0 in der 13. Minute war der sehenswerteste Einschuss des Abends. Knelsen luchste den Zugern hinter deren Gehäuse den Puck ab, bediente den heraneilenden Florian Schmuckli, der dann viel ­Geduld bewies, ehe er zum am entfernten Pfosten freistehenden Hügli passte, der schliesslich das leere Tor vor sich hatte.

Der Treffer zum 7:0-Endstand war (nach dem 1:0 und 5:0) erst der dritte bei personellem Gleichstand auf dem Eis – und der einzige von einem Zuger erzielte. Sandro Forrer versuchte mit seinem Stock, einen Schuss von Lakers-Vertei­diger Frédéric Iglesias zu neu­tra­lisieren, lenkte die Scheibe dabei aber unhaltbar für den nicht beneidens­werten, da von seinen Vorderleuten oft sträflich im Stich gelassenen Academy-Keeper Hollen­stein ins eigene Netz (49.).

«Mit den ersten 40 Minuten kön­nen wir sehr zufrieden sein», befand Hügli, wie Knelsen Doppeltorschütze für die St. Galler. Da hätten sie richtig Gas gegeben und Strafen provoziert. «Im Schlussdrittel wurden wir etwas kompliziert – doch da war die Partie auch längst entschieden.»

Visp überrascht in Langenthal
Die Lakers waren das einzige Heimteam, welches zum Auftakt der Playoffs in der Swiss League zu einem Erfolg kam. Titelverteidiger Langenthal verlor nicht nur die Partie gegen Visp (2:5), sondern schon früh auch seinen verletzt ausgeschiedenen Captain Stefan Tschannen. Der zweifache NLB-Meister mit den Oberaargauern kehrte nach einem ungeahndeten Kniestich in der 3. Minute nicht mehr zurück. Davon konnten sich die Gastgeber nicht mehr erholen. Sollte der wohl beste Schweizer Spieler der zweithöchsten Spielklasse der letzten Jahre nicht mehr zum Einsatz kommen, wäre dies für die Langenthaler ein herber Rückschlag auf dem Weg zur Titelverteidigung.

Langenthal hat bislang ohnehin noch nie eine Playoff-Serie gegen Visp für sich entschieden, und auch ins diesjährige Aufeinandertreffen sind die Oberaargauer alles andere als optimal gestartet. 2:5 unterlag die Equipe von Per Hanberg den Wallisern, die mit drei Toren im ersten Drittel den Grundstein für den Sieg legten.

Olten (2:4 gegen Thurgau) und La Chaux-de-Fonds (1:5 gegen Ajoie) konnten ihren Heimvorteil ebenfalls nicht nutzen. Angeführt von den überragenden Philip-Michael Devos (3 Tore) und Konstantin Schmidt (2) feierte Ajoie einen ungefährdeten Sieg.

Das erste Duell zwischen den Solothurnern und den Thurgauern wurde derweil in der Schlussphase hitzig. Das Schiedsrichtergespann Yann Erard/Daniel Wirth sprach in den letzten zehn Minuten nicht weniger als 68 Strafminuten aus. Am deutlichen Verdikt für die Thurgauer (2:4) änderte dies jedoch nichts mehr. (zsz.ch)

Erstellt: 25.02.2018, 21:21 Uhr

Telegramm

Swiss League, Playoff-Viertelfinal (best of 7), Spiel 1:

SCRJ Lakers - EVZ Academy 7:0 (4:0, 2:0, 1:0)
SGKB-Arena. 2610 Zuschauer. SR Oggier/Tscherrig, Duarte/Kehrli.
Tore: 1. (0:14) Knelsen (Aulin, Geyer) 1:0. 8. Lindemann (Casutt, Aulin/Ausschluss Fohrler) 2:0. 10. Hügli (Ness, Brem/Ausschluss Zehnder) 3:0. 14. Hügli (Schmuckli, Knelsen/Ausschluss Berger!) 4:0. 30. Mason (Brem, Sataric) 5:0. 36. Knelsen (Geyer, Aulin/Ausschluss Kläy) 6:0. 49. Iglesias (Schmuckli, Hügli) 7:0.
Strafen: 3×2 Minuten gegen die Rapperswil-Jona Lakers, 7×2 Minuten gegen die EVZ Academy.
Rapperswil-Jona Lakers: Nyffeler; Geyer, Profico; Sataric, Maier; Gähler, Berger; Iglesias, Schmuckli; Aulin, Knelsen, Rizzello; Brem, Lindemann, Casutt; Mosimann, Mason, Hügli; Vogel, Ness, Hüsler.
EVZ Academy: Hollenstein; Oejdemark, Stadler; Wüthrich, Maurer; Fohrler, Elsener; Brantschen, Eugster; Leuenberger, Forrer, Zehnder; Schleiss, Rondahl, Haberstich; Oehen, Kläy, Volejnicek; Arnold, Lust, Döpfner.
Bemerkungen: Rapperswil-Jona Lakers ohne Büsser, Frei, Gurtner, Liechti, Morin, Primeau, Schir und Trudel (alle überzählig); EVZ Academy ohne Haussener (verletzt), Aeschlimann und Holden (beide 1. Mannschaft). 10. Pfostenschuss Ness. 20. Lattenschuss Zehnder. Hüsler im 2. Drittel verletzt ausgeschieden. 60. Mosimann scheitert mit Penalty an Goalie.
Schüsse: 44:17 (14:2, 15:9, 15:6).

Etwas gesehen, etwas geschehen?

Haben Sie etwas Spannendes gesehen oder gehört?
Schicken Sie uns ihr Bild oder Video per E-Mail an webredaktion@zsz.ch oder informieren Sie uns telefonisch unter der Nummer 044 928 55 82. Mehr...

Inserieren

Anzeigen online aufgeben
Inserate einfach online aufgaben

Kommentare

Inserieren

Anzeigen online aufgeben
Inserate einfach online aufgaben