Eishockey

SCRJ erteilt Junglöwen eine Lektion

Die Rapperswil-Jona Lakers steigerten sich im Derby bei den GCK Lions mit zunehmender Spieldauer, waren effizienter im Powerplay und hatten mit Corsin Casutt einen Vollstrecker mit Hattrick. Der 6:0-Sieg ging daher absolut in Ordnung.

Im Zweikampf behält Lakers-Stürmer Dion Knelsen (links) gegen Bryan Peter von den GCK Lions genauso die Oberhand wie Rapperswil-Jona letztlich im Derby.

Im Zweikampf behält Lakers-Stürmer Dion Knelsen (links) gegen Bryan Peter von den GCK Lions genauso die Oberhand wie Rapperswil-Jona letztlich im Derby. Bild: Reto Schneider

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«Super Rappi!», skandierten die zahlreich mitgereisten SCRJ-Fans am Schluss. Während der gesamten Spielzeit hatten sie ihre Mannschaft lautstark unterstützt und in der KEK fast für Heimspielatmosphäre gesorgt. Am Ende war es eine richtige Machtdemonstration der Gäste gegen das Farmteam der ZSC Lions.

Dass der Sieg etwas gar zu hoch ausfiel, zeigte das Schussverhältnis von 35:30 für die Lakers. Die Partie begann ausgeglichen. Die GCK Lions konnten an ihre guten Leistungen der letzten sieben Spiele (sechs Siege, u. a. im Cup gegen Ambri und auswärts gegen Leader La Chaux-de-Fonds) anknüpfen und verlangten Rapperswil-Jona alles ab. Schnelle Spielzüge und gute Defensivleistungen prägten das erste Drittel, in dem die Zürcher gar ein leichtes Chancenplus verzeichneten.

Führung entgegen Spielverlauf

Der Unterschied zwischen den beiden Teams waren nach 20 Minuten zwei Treffer. Beim ersten gegnerischen Ausschluss drückten die Lakers vehement, mussten die Scheibe aber zum 1:0 ins Tor würgen. Torschütze war wie später auch im Powerplay Corsin Casutt. Dem zweiten Treffer war eine Grosschance der Junglöwen vorausgegangen. Doch Lakers-Goalie Michael Tobler hatte einmal mehr pariert. Im Gegenzug überlistete Nils Berger einen GCK-Verteidiger und passte vors Tor zu Reto Schmutz, einem ehemaligen GCK-Junior, der mit einem satten Schuss traf.

Auch der zweite Spielabschnitt verlief mehrheitlich ausgeglichen. Allerdings bauten die Gastgeber nach dem 0:3, wieder durch Casutt in Überzahl, merklich ab. Sie schienen etwas desillusioniert nach ihren unbelohnten Bemühungen. Rapperswil-Jona andererseits begann nun immer solider das Spiel zu kontrollieren.

Kür im letzten Drittel

Der letzte Durchgang wurde zur Kür der Rosenstädter. Auch das Sturmduo Aulin-Knelsen war mit zwei Treffern erfolgreich. Das 4:0 durch Jared Aulin 44 Sekunden nach der zweiten Pause war die endgültige Entscheidung. Obwohl sich die GCK Lions weiterhin redlich bemühten, waren sie gegen die stark aufspielenden Gäste auf verlorenem Posten.

Grösster Pluspunkt der Lakers war die Leistung von Tobler, der 30 Schüsse abwehrte, etwa ein halbes Dutzend «Big Saves» zeigte und letztlich einen Shutout feierte. Der SCRJ ist für das Cupduell von morgen gegen Lausanne gerüstet, während sich die GCK Lions vor jenem gegen Davos auf die alte Weisheit der verunglückten Hauptprobe berufen. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 24.10.2016, 09:24 Uhr

National League B

GCK Lions – SCRJ Lakers 0:6 (0:2, 0:1, 0:3)

KEK, Küsnacht. 480 Zuschauer. SR Boverio; Cattaneo/Kehrli.
Tore: 16. Casutt (Affolter, Profico/Ausschluss Puntus) 0:1. 19. Schmutz (Berger, McGregor) 0:2. 28. Casutt (Berger, Affolter/Ausschluss Hinterkircher) 0:3. 41. (40:44) Aulin (Knelsen, Mason) 0:4. 48. Aulin (Knelsen) 0:5. 54. Casutt (Berger, Profico/Ausschluss Geiger) 0:6. – Strafen: 5×2 Minuten gegen GCK, 4×2 Minuten gegen die Lakers.
GCK Lions: Zürrer; Büsser, Sidler; Karrer, Peter; Geiger, Braun; Seiler; Högger, Liniger, Hinterkircher; Zumbühl, Diem, Bachofner; Berni, Ulmann, Suter; Puntus, Prassl, Miranda; Lazarevs.
SCRJ Lakers: Tobler; Blatter, Geyer; Mason, Profico; Maier, Sataric; Zanzi; Aulin, Knelsen, Rizzello; Hügli, Vogel, Hüsler; Altorfer, Brandi, Casutt; Berger, McGregor, Schmutz.
Bemerkungen: GCK Lions ohne Allevi, Luchsinger (beide verletzt) und Breiter (überzählig). Lakers ohne Auriemma, Bader, Grossniklaus, Guerra, Gurtner und Schaub.

Stimmen zum Spiel

Tim Ulmann (Captain GCK Lions): «Wir hatten einen guten Start, konnten aber unsere Chancen nicht ausnutzen, auch nicht im Powerplay. Wir gaben uns zwar Mühe, doch spätestens nach dem 0:3 verloren wir unser Konzept. Zudem wurden die Lakers immer stärker und gewannen verdient.»

Niki Altorfer (Lakers-Stürmer, ex GCK): «Es gefällt mir ausgezeichnet in Rappi, dennoch habe ich stets Kontakt zu den GCK-Spielern. Doch Mitleid hatte ich deshalb mit ihnen nicht. Wir waren effizient im Powerplay und Michi Tobler im Tor war heute grosse Klasse.»

Corsin Casutt (dreifacher Torschütze): «Wir haben im Powerplay etwas Neues ausprobiert und es hat bestens geklappt. Die Mannschaftsleistung war super, jeder kämpfte für jeden.» (hpr)

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