Eishockey

Schlegel hielt, Geering traf

Die ZSC Lions gewannen auch das zweite Heimspiel gegen den HC Lugano. Nach dem hart erkämpften 1:0 (0:0, 1:0, 0:0) führen sie in ihrer Serie 2:1.

Tadellose Leistung: ZSC-Goalie Niklas Schlegel wehrte 24 Schüsse ab. In dieser Szene scheiterte Gregory Hofmann.

Tadellose Leistung: ZSC-Goalie Niklas Schlegel wehrte 24 Schüsse ab. In dieser Szene scheiterte Gregory Hofmann. Bild: Keystone

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Das war ein aufreibender Abend für die ZSC Lions und ihre Anhänger. Anders als zum Playoff-Auftakt vom letzten Samstag, als früh alles klar war, mussten die Zürcher gegen den HC Lugano zwischenzeitlich bös untendurch und lange, lange leiden, bis sie endlich die Lücke ins Glück fanden – und die Schlusssirene ertönte.

Quelle: Youtube, ZSC Lions TV

Patrick Geering fand jenen schmalen Spalt, durch den die Scheibe passte, im fünften Überzahlspiel, als die ersten Zuschauer bereits unterwegs in die zweite Pause waren. Der Verteidiger verzögerte an der blauen Linie seine Schussabgabe, bis sich Fabrice Herzog und Reto Schäppi richtig gut vor Lugano-Goalie Elvis Merzlikins postiert hatten. Der Lette hatte keine Chance, den Puck zu sehen, nach 39:40 lag er in seinem Tor zum 1:0 für die ZSC Lions.

Dieser Treffer öffnete das vorher äusserst umkämpfte Spiel, das nicht mehr den gleichen Charakter hatte wie zum Playoff-Start, aber keineswegs. Lugano blieb hartnäckig dort, wo es sich gestern Abend am liebsten aufhielt: in der eigenen Zone. Wie die Tessiner den Raum vor ihrem Goalie richtiggehend zudeckten, mit Beinen, Stöcken, Körpern und vielen Schubsern immer wieder die Scheibe noch irgendwie ablenken konnten, das bereitete den Zürchern höchste Mühe.

Schlegels zweiter Shutout

Sie brachten keinen zweiten Treffer mehr zustande. Und waren deshalb auf eine grossartige Performance ihres Schlussmannes angewiesen. Der hiess gestern zum ersten Mal in dieser Viertelfinalserie nicht Lukas Flüeler, sondern Niklas Schlegel. Der noch immer junge Mann, der dieses Jahr erst 23 wird, hatte bereits in der Qualifikation für den einzigen Shutout der Lions (am 21. Februar beim 3:0 gegen Biel) im ganzen Winter gesorgt. Und seine Bilanz vor dem gestrigen Spiel im eigenen Stadion war ohnehin ausgezeichnet. Die letzten fünf Partien mit ihm hatten die Lions in Hallenstadion alle gewonnen, nur gerade fünf Gegentreffer hatte er hinnehmen müssen.

Er zeigte sehr viele gute Paraden, die besten von total 24 am Schluss. In der 47. Minute wehrte er gegen Fazzini und Klasen ab, in den letzten sechs Minuten hatte er zweimal Glück: Bürgler traf nur den Pfosten, Hofmann die Latte. Aber wie er zwischen diesen Treffern an die Torumrandung Dario Bürglers Grosschance zunichte machte, war der wichtigste Save des Abends. Und auch in den 95 letzten Sekunden, in denen Lugano ohne Goalie angriff, behielt Schlegel stets die Übersicht. Seine Mannschaft unterstützte ihn grossartig, im ersten Drittel wischte einmal Thoresen mit der Hand einen Puck aus der Luft weg, der hätte in die Maschen fallen können.

Zwei Minuten 3:5

Und gar hervorragend war das, was die Zürcher in jener Phase des Mitteldrittels zeigten, als die Partie hätte auf die Seite Luganos kippen können. Zwei Minuten lang überstanden sie eine doppelte Unterzahl kurz nach Spielmitte. Lugano wird sich sagen müssen, dass man da den möglichen Sieg vergeben hatte.

Das Zürcher Spiel wies immer noch den einen oder andern Fehler zu viel in der eigenen Zone auf, manchmal ging auch das Tempo verloren. Es war ein heikles Unterfangen und ein Geduldsspiel, um gegen Lugano nicht wieder in Kontersituationen zu geraten. Der stete Tropfen der vielen Distanzschüsse höhlte den Lugano-Stein im Tor und davor.

Trainer Hans Wallson wechselte nicht nur den Torhüter, sondern auch die zwei Flügel Chris Baltisberger und Fabrice Herzog. Baltisberger rückte neben Suter und Thoresen, Herzog vergab schon nach 47 Sekunden einen Penalty. Auch darum – und weil er in Überzahl ein bisschen gar schablonenhaft auftrat – musste der ZSC so lange bangen.

Vauclair bleibt gesperrt

Lugano musste vor der Partie zur Kenntnis nehmen, dass Verteidiger Julien Vauclair für sein Foul gegen Inti Pestoni weiter zuschauen muss, das Verbandssportgericht bestätigte die drei Sperren.

Am Samstag geht es in der Resega weiter, da hofft Lugano, wieder ein bisschen mehr Provokationen ohne Folgen zeigen zu dürfen. ()

Erstellt: 09.03.2017, 23:39 Uhr

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