Zum Hauptinhalt springen

Pannen, Pech und filigrane Hockeykunst

SKA St. Petersburg gewann das zweite KHL-Spiel auf Schweizer Eis im Zürcher Hallenstadion gegen Dinamo Riga 3:1.

Der Altmeister hat die Nase vorne: SKA-Stürmer Pawel Dazjuk ist vor Dynamos Lauris Darzins am Puck.
Der Altmeister hat die Nase vorne: SKA-Stürmer Pawel Dazjuk ist vor Dynamos Lauris Darzins am Puck.
Ennio Leanza, Keystone

Die beiden osteuropäischen Teams boten sehenswerte Hockeykunst, aber kein Spektakel. Und nicht alles lief beim Gastspiel der Kontinental Hockey League im Rahmen der KHL World Games am Schnürchen. Ausgerechnet beim Singen der russischen Nationalhymne streikte das Mikrofon im Hallenstadion immer wieder. Die zahlreichen Russen im nur zu einem Drittel gefüllten Rund übernahmen aber und überbrückten so die Panne.

Der Altstar schiesst das Siegestor

In der Folge wurde auf dem Eis hochklassiges Eishockey, aber nicht das grosse Spektakel geboten. Es brauchte einen kleinen Geniestreich, um die Differenz zwischen zwei sehr diszipliniert agierenden Teams zu schaffen. In der 43. Minute lancierte Nikita Gussew, einer von elf Olympiasiegern im Team von SKA, mit einem Laserpass Pawel Dazjuk. Dem 40-jährigen Starstürmer, der als einer der wenigen den Stanley Cup in der NHL, die Weltmeisterschaft und Olympia mindestens einmal gewonnen hat, genügte ein kleiner Haken, um sich freie Schussbahn zu verschaffen und das entscheidende 2:1 für St. Petersburg zu erzielen.

Das favorisierte St. Petersburg war früh durch Nikolai Prochorkin in Führung gegangen, die Letten glichen kurz vor Ende des zweiten Drittels durch den Kanadier Kevin Clark, vor drei Jahren eine Saison bei den SCL Tigers engagiert, aus. Zudem hatte Riga Pech mit zwei Pfostenschüssen. Das 3:1 fiel sieben Sekunden vor Schluss ins leere Tor.

Am Mittwoch spielt Dinamo Riga noch ein zweites «Heimspiel» gegen den aktuellen Leader der Western Conference, ZSKA Moskau. Die erste KHL-Partie in der Schweiz hatte SKA 2010 im Vorfeld des Spengler-Cups in Davos ebenfalls gewonnen (5:1 gegen Spartak Moskau).

Dinamo Riga - SKA St. Petersburg 1:3 (0:1, 1:0, 0:2)

Zürich. - 4178 Zuschauer. - SR Naumow/Olenin, Schalagin/Schischlo (RUS). - Tore: 5. Prochorkin (Tokranow/Gussew) 0:1. 39. Clark (Gillies) 1:1. 43. Dazjuk (Gussew) 1:2. 60. (59:53) Barabanow 1:3 (ins leere Tor). - Strafen: 1mal 2 Minuten gegen Riga, 4mal 2 plus 5 (Chafissullin) Minuten plus Spieldauer (Chafissullin) gegen St. Petersburg. - Bemerkungen: Pfostenschüsse: Gillies (17.), Malone (54,/beide Riga). Riga von 59:26 bis 59:53 ohne Goalie.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch