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«Nico ist das neue Gesicht des Schweizer Eishockeys»

Beim Berner Gastspiel der New Jersey Devils war Nico Hischier der unbestrittene Star. Obschon er beim 3:2 vergeblich einem Tor nachjagte.

Unter Beobachtung: Nico Hischier gewinnt mit den New Jersey Devils das Freundschaftsspiel gegen den SC Bern.
Unter Beobachtung: Nico Hischier gewinnt mit den New Jersey Devils das Freundschaftsspiel gegen den SC Bern.
Anthony Anex, Keystone
Selbst gelingt dem Schweizer NHL-Star zwar keinen Skorerpunkt, dennoch freut er sich über das Erlebnis in Bern.
Selbst gelingt dem Schweizer NHL-Star zwar keinen Skorerpunkt, dennoch freut er sich über das Erlebnis in Bern.
Anthony Anex, Keystone
Wenige Minuten vor Ablauf der 60 Minuten konnten auch die Berner jubeln. Dank dem Ausgleich von Mark Arcobello kam es zur Verlängerung.
Wenige Minuten vor Ablauf der 60 Minuten konnten auch die Berner jubeln. Dank dem Ausgleich von Mark Arcobello kam es zur Verlängerung.
Anthony Anex, Keystone
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Brian Boyle hat schon viel erlebt. Der Zweimeter-Hüne der New Jersey Devils hat über 800 NHL-Spiele bestritten, auch für die Rangers im legendären Madison Square Garden und für die Toronto Maple Leafs. Doch wie die Berner Fankurve die Gäste nach dem spannenden Schaukampf, den die Devils 3:2 in Overtime gewannen, hochleben liess, ging Boyle unter die Haut. So kehrte der 33-Jährige nochmals aufs Eis zurück und machte mit den SCB-Fans die Welle. «Dieses Spiel wird ihm bestimmt in Erinnerung bleiben», meinte sein Teamkollege Nico Hischier und schmunzelte.

Ein tausendfaches «Hischieee»

Aber natürlich wird auch der 19-jährige Walliser diesen Abend so schnell nicht vergessen. Als der Stadionspeaker bei der Spielervorstellung seinen Vornamen sagte, schmetterten ihm Tausende seinen Nachnamen entgegen. «Eine wunderbare Begrüssung», schwärmte er. «Da bekam ich Hühnerhaut.»

Einem Tor jagte Hischier danach vergeblich nach, obschon er von seinen Mitspielern immer wieder in Szene gesetzt wurde und auch einige Chancen hatte. «Aber der Puck ging einfach nicht rein», sagte er schulterzuckend. «Ich hoffe, das ändert sich, wenn die Saison begonnen hat.» Am Samstag in Göteborg ist es so weit – gegen die Edmonton Oilers.

Dafür hätten die Zuschauer ein spannendes Spiel bekommen, sah es Hischier positiv. «Es ist bestimmt niemand frühzeitig nach Hause gegangen.» Auch SCB-Coach Kari Jalonen hatte seinen Spass. «Im ersten Drittel hatten wir noch zu viel Respekt vor den Big Boys. Danach begannen wir, unser Spiel zu spielen», resümierte er. Und Devils-Headcoach John Hynes sagte anerkennend, im zweiten Drittel hätten die Berner sein Team so richtig in Bedrängnis gebracht.

Mirco Müllers teurer Abend

Das Freundschaftsspiel zwischen dem SC Bern und den New Jersey Devils am Montag war ein Spektakel. Mitten drin: Mirco Müller, der Winterthurer NHL-Star der Devils mit der Nummer 25.
Das Freundschaftsspiel zwischen dem SC Bern und den New Jersey Devils am Montag war ein Spektakel. Mitten drin: Mirco Müller, der Winterthurer NHL-Star der Devils mit der Nummer 25.
Keystone
Müller, hier vor dem Tor des SCB-Torhüters Leonardo Genoni, gehörte der Startformation der Devils an.
Müller, hier vor dem Tor des SCB-Torhüters Leonardo Genoni, gehörte der Startformation der Devils an.
Raphael Moser
Das Spiel vor Publikum konnte der 23-jährige Winterthurer dann in vollen Zügen geniessen: «Die Atmosphäre war top.»
Das Spiel vor Publikum konnte der 23-jährige Winterthurer dann in vollen Zügen geniessen: «Die Atmosphäre war top.»
Keystone
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Nicht nur Hischier, auch Verteidiger Mirco Müller kam die Ehre zuteil, der Startformation der Devils anzugehören. Für das grosse Spiel hatte er für Familie und Freunde rund 40 Tickets gekauft. «Die Atmosphäre war top», schwärmte der Winterthurer. Und dann beantwortete er noch eine letzte Frage zu Hischiers Popularität: «Nico ist das neue Gesicht des Schweizer Eishockeys», sagte der 23-Jährige. «Er ist ein guter Junge, sehr bescheiden. Es gibt nichts Negatives über ihn zu sagen, die Ovationen für ihn sind wohlverdient.»

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