Eishockey

Neuer SCRJ-Ausländer sieht späte Wende

Die SCRJ Lakers sind auf der Suche nach einem dritten Ausländer fündig geworden. Sie nehmen bis Ende Saison den Amerikaner Jeremy Morin unter Vertrag. Von der Tribüne aus bekam der 26-jährige Flügelstürmer zu sehen, wie sein neuer Klub im Heimspiel gegen Langenthal im Schlussdrittel aus einem 0:1 ein 4:1 machte.

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Wer den Spengler-Cup mitverfolgt hat, dürfte den Namen Jeremy Morin kennen. Der 185 cm grosse und 86 kg schwere Flügelstürmer bestritt in Davos vier Partien für die Gastgeber und hinterliess dabei mit drei Toren und einem Assist einen starken Eindruck. Nicht nur deshalb sind die Lakers überzeugt, mit Morin ihr Kader im Hinblick auf die Playoffs gezielt verstärkt zu haben, auch dessen Statistiken aus der NHL (84 Spiele/10 Tore/12 Assists) und AHL (334/113/117) sprechen für Qualität, ebenso der Fakt, dass er 2015 mit den Amerikanern WM-Bronze gewann.

In der laufenden Spielzeit lief es Morin – vom Spengler-Cup einmal abgesehen – bisher allerdings nicht nach Wunsch. Die Lakers sind bereits sein sechster Verein nach dem KHL-Klub Khanty-Mansiysk (3 Spiele/0 Punkte), den South Carolina Stingrays aus der East Coast Hockey League (2/1), Hämeenlinna aus Finnland (7/4), dem SC Bern (1/0) und eben Davos. «Das waren keine einfachen Monate», gesteht Morin, der froh ist, nun in der Schweiz bleiben zu können.

Innert 74 Sekunden vom 0:1 zum 3:1

Der Amerikaner ist sich jedoch bewusst, dass es auch bei seinem neuen Klub keine Garantie auf Einsätze gibt. Denn bis zur allfälligen Ligaqualifikation dürfen die Rosenstädter pro Partie nur zwei ihrer nun drei Ausländer einsetzen. «Diese Challenge nehme ich gerne an – und werde alles geben, um mir meinen Platz zu erkämpfen und natürlich dem Team zu helfen.»

Sein Debüt im Lakers-Dress wird Morin wohl erst kommende Woche geben können, da die Arbeitsbewilligung noch nicht eingetroffen ist. Das Topspiel gegen Langenthal verfolgte er – unterbrochen von kurzen Abstechern in die Kabine während der Pausen – von der Tribüne aus. Und sah, wie der Leader der Swiss League im Schlussdrittel mit drei Toren innert 74 Sekunden im Duell mit seinem ersten Verfolger die Wende herbeiführte und somit seinen Vorsprung in der Tabelle auf 14 Zähler ausbaute.

Der dritte Treffer beim 4:1-Erfolg war eine Co-Produktion der beiden bisherigen Lakers-Ausländer: Topskorer Jared Aulin, dessen laufender Vertrag gestern um ein Jahr bis zum Ende der Saison 2018/19 verlängert wurde, lieferte die Vorlage, Dion Knelsen schloss ab. Auch die beiden Kanadier werden natürlich alles unternehmen, um weiterhin erste oder zumindest zweite Wahl zu sein. (zsz.ch)

Erstellt: 10.01.2018, 23:22 Uhr

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Swiss League

SCRJ Lakers – Langenthal 4:1 (0:1, 0:0, 4:0)
SGKB-Arena. 3524 Zuschauer. SR Koch/Müller, Duarte/Schüpbach.
Tore: 3. Dünner (Hess) 0:1. 53. (52:42) Rizzello (Brem) 1:1. 54. (53:02) Hügli (Casutt, Mason) 2:1. 54. (53:56) Knelsen (Aulin, Casutt) 3:1. 60. (59:28) Rizzello 4:1 (ins leere Tor).
Strafen: 1×2 Minuten gegen die Rapperswil-Jona Lakers, 6×2 Minuten gegen Langenthal.
Rapperswil-Jona Lakers: Melvin Nyffeler; Sataric, Maier; Geyer, Berger; Profico, Gähler; Iglesias, Gurtner; Hüsler, Knelsen, Aulin; Casutt, Lindemann, Brem; Hügli, Mason, Rizzello; Frei, Vogel, Primeau.
Langenthal: Wildhaber; Völlmin, Rytz; Christen, Müller; Pienitz, Åhlström; Colin Gerber, Marti; Kelly, Karlsson, Tschannen; Kummer, Dünner, Füglister; Leblanc, Dal Pian, Tom Gerber; Hess, Malgin, Schommer.
Bemerkungen: Rapperswil-Jona ohne Büsser (angeschlagen), Mosimann (krank), Schmuckli (rekonvaleszent), Schir und Trudel (beide überzählig); Langenthal ohne Cadonau, Campbell, Pivron, Trüssel (alle verletzt), Meyer, Robin Nyffeler und Rüegsegger (alle überzählig). 54:30 Hügli scheitert mit Penalty an Wildhaber. Time-outs: 53:02 Langenthal, 58:26 Rapperswil-Jona. Langenthal von 57:46 bis 59:29 ohne Torhüter.
Schüsse: 36:13 (13:6, 8:6, 15:1).

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