Eishockey

Nächste Lehrstunde für die EVZ Academy

Rapperswil-Jona liess dem Zuger Farmteam auch im zweiten Spiel der Viertelfinalserie keine Chance. Die Lakers setzten sich auswärts 6:1 durch.

Die Lakers (hier Frédéric Iglesias, links, und Michael Hügli gegen den Zuger Philip Rondahl) liessen der EVZ Academy auch im zweiten Spiel der Viertelfinal-Serie nicht den Hauch einer Chance.

Die Lakers (hier Frédéric Iglesias, links, und Michael Hügli gegen den Zuger Philip Rondahl) liessen der EVZ Academy auch im zweiten Spiel der Viertelfinal-Serie nicht den Hauch einer Chance. Bild: Archiv: Tom Oswald Fotografie

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Die Partie in Zug hatte grosse Parallelen zu jener am Sonntag beim 7:0-Erfolg der Rosenstädter am Obersee. Die Lakers gaben erneut früh den Tarif durch und setzten sich noch im Startabschnitt entscheidend ab. Verteidiger Rajan Sataric traf im Powerplay in Billardmanier, nutzte Academy-Abwehrspieler Cédric Maurer als Bande (9.). Gut drei Minuten später doppelte der Kanadier Dion Knelsen nach schönem Sololauf nach. Und dann erhöhte sein Landsmann Jared Aulin in Überzahl auf 3:0 (17.).

Fabian Haberstich brauchte beim Pauseninterview nicht lange zu überlegen, um die Gründe für den erneuten Fehlstart der Zuger zu finden. «Wir haben wiederum zu viele Strafen genommen», brachte es der 21-jährige Academy-Stürmer auf den Punkt. Einen ersten Ausschluss gegen den Stäfner Victor Oejdemark überstanden die Gastgeber noch unbeschadet, den zweiten und dritten dann nicht mehr.

Früh vom Gaspedal gegangen

In den folgenden zwei Dritteln gestaltete sich das Geschehen dann etwas ausgeglichener – weil die Lakers nach dem 4:0 (23.) von Captain Antonio Rizzello deutlich Tempo herausnahmen. Hatte das Schussverhältnis im ersten Abschnitt noch klar zugunsten des Favoriten gelautet (15:6), war SCRJ-Keeper Melvin Nyffeler im zweiten und dritten (9:8 respektive 12:9 Schüsse für Zug) sogar leicht mehr beschäftigt als sein Gegenüber, der erst 17-jährige Luca Hollenstein. Einmal, nach einem Dribbling von Sandro Forrer (28.), musste der Schlussmann der St. Galler sogar etwas Glück respektive die Hilfe eines Verteidigers in Anspruch nehmen, um die Null zu halten.

Dies war jedoch die Ausnahme. In den allermeisten Fällen waren die Zuger Abschlüsse harmlos, oft flogen die Pucks sogar weit am Gehäuse vorbei. Der Tiefpunkt aus Zuger Sicht: 34 Sekunden doppelte Überzahl ohne einen einzigen Schuss aufs Tor.

Der erste Academy-Treffer in dieser Serie wurde dann aber doch noch Tatsache. Nach einem Kampf zwischen SCRJ-Verteidiger Fabian Maier und Haberstich hinter Nyffelers Kasten passte Oejdemark in den Slot, wo Forrer direkt verwandelte (49.). Schon knapp vier Zeigerumdrehungen später erstickte Aulin mit dem 5:1 die womöglich bei den Zugern aufkeimende Hoffnung wieder. Damit demonstrierten die Lakers eindrücklich, dass sie, falls nötig, das Tempo jederzeit wieder entscheidend erhöhen können.

Der Fokus als Schlüssel zum Erfolg

«Ich bin beeindruckt, wie fokussiert wir in diese zwei Partien gestartet sind», zeigte sich Leandro Profico erfreut. Dieser Fokus sei der Schlüssel. Dass sie beim Stand von 4:0 kurz etwas nachliessen, sei menschlich. «Wichtig ist, schnell wieder den Tritt zu finden. Das ist uns gelungen», befand der Lakers-Verteidiger, der, als die Zuger in der Schlussphase ihren Goalie herausnahmen, den Treffer zum 6:1-Schlussstand markierte.

Olten und Langenthal gleichen aus

Wie die Lakers legte in der 2. Runde der Playoff-Viertelfinals in der Swiss League auch Ajoie einen zweiten Sieg nach. Im Duell mit La Chaux-de-Fonds steuerte der ehemalige Lakers-Stürmer Reto Schmutz zwei Treffer zum 4:1-Heimsieg bei.

Zum Ausgleich in ihren Serien kamen derweil Olten und Langenthal zurück. Die Oltner revanchierten sich in Weinfelden gegen Thurgau auf eindrückliche Art. Die Gastgeber lagen zwar nach dem 1. Drittel noch 3:1 voran. Doch der von den Vienna Capitals neu verpflichtete Kanadier MacGregor Sharp leitete 21 Sekunden nach Wiederbeginn in seinem ersten Spiel mit dem Anschlusstor die Wende ein. Darauf fielen die Tore im Minutentakt: Bis zum 4:5 und der erstmaligen Oltner Führung dauerte es nur gerade sieben Minuten.

Auch Langenthal schaffte die Wende nach einem 1:2-Rückstand. Ab Spielmitte erzielten Nino Dünner, zweimal Dario Kummer und Robin Leblanc (ins leere Tor) die Treffer zum 5:2. (zsz.ch)

Erstellt: 27.02.2018, 23:36 Uhr

Telegramm

Swiss League, Playoff-Viertelfinal (best of 7), Spiel 2:

EVZ Academy - SCRJ Lakers 1:6 (0:3, 0:1, 1:2)
Bossard-Arena. 977 Zuschauer. SR Boverio/Oggier, Fuchs/Kehrli.
Tore: 9. Sataric (Brem, Mason/Ausschluss Haberstich) 0:1. 13. Knelsen (Rizzello, Profico) 0:2. 17. Aulin (Casutt, Geyer/Ausschluss Fohrler) 0:3. 23. Rizzello (Aulin, Knelsen) 0:4. 49. Forrer (Oejdemark, Haber­stich/Strafe angezeigt) 1:4. 52. Aulin (Rizzello) 1:5. 56. Profico 1:6 (ins leere Tor).
Strafen: 7×2 Minuten plus 10 Minuten (Arnold) gegen die EVZ Academy, 7×2 Minuten gegen die Rapperswil-Jona Lakers.
EVZ Academy: Hollenstein; Fohrler, Stadler; Wüth­rich, Maurer; Oejdemark, Elsener; Brantschen, Eugster; Haberstich, Forrer, Schleiss; Leuenberger, Rondahl, Zehnder; Oehen, Kläy, Volejnicek; Arnold, Lust, Döpfner.
Rapperswil-Jona Lakers: Nyffeler; Profico, Geyer; Sataric, Maier; Gähler, Berger; Iglesias, Schmuckli; Aulin, Knelsen, Rizzello; Brem, Lindemann, Casutt; Mosimann, ­Mason, Hügli; Primeau, Ness, Vogel.
Bemerkungen: EVZ Aca­demy ohne Haussener (verletzt), Aeschlimann und Holden (beide 1. Mannschaft); Rapperswil-Jona ohne Hüsler (angeschlagen), Büsser, Frei, Gurtner, Liechti, Morin, Schir und Trudel (alle überzählig). 8. Pfostenschuss Aulin. 55:18 Time-out EVZ Academy, danach bis 55:56 ohne Torhüter. 59. Pfostenschuss Zehnder.
Schüsse: 27:32 (6:15, 9:8, 12:9).
Stand in der Serie (best of 7): 0:2.

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