Eishockey

Mason schiesst SCRJ mit Hattrick zum Sieg

Den Lakers ist der Start in die Playoffs geglückt. Zuhause schlugen sie Olten im Auftaktspiel der Viertelfinal-Serie 6:2. Für den Unterschied sorgte Steve Mason zu Beginn des Schlussabschnitts mit drei Treffern innert gut fünf Minuten.

<b>Der Matchwinner:</b> Steve Mason (in Jubelpose) gelingt im ersten Spiel der Viertelfinal-Serie gegen Olten ein lupenreiner Hattrick.

Der Matchwinner: Steve Mason (in Jubelpose) gelingt im ersten Spiel der Viertelfinal-Serie gegen Olten ein lupenreiner Hattrick. Bild: Tom Oswald Fotografie

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Kein Wunder strahlte Steve Mason übers ganze Gesicht, als er nach der Partie zum Interview erschien. Mit seinen Toren vom 2:2 zum 5:2 für die Rosenstädter realisierte der holländisch-kanadische Doppelbürger, der allerdings seit der Juniorenzeit Eishockey-Schweizer ist, nicht nur seinen ersten Hattrick hierzulande und im Lakers-Dress, sondern auch seinen schnellsten überhaupt. Ganze 5 Minuten und 20 Sekunden vergingen zwischen den drei Einschüssen.

Das 3:2 gelang Mason in der 42. Minute, 32 Sekunden nachdem Oltens Cédric Schneuwly auf der Strafbank Platz genommen hatte. Herrlich bedient von SCRJ-Topscorer Dion Knelsen bezwang der 29-Jährige Gästekeeper Dominic Nyffeler, den älteren Bruder von Lakers-Goalie Melvin Nyffeler, mit einem präzisen Schuss aus dem Slot heraus. Knapp zwei Minuten später doppelte der eigentlich auf diese Saison hin zum Verteidiger umfunktionierte, nun aber wieder als Mittelstürmer eingesetzte Mason – wiederum in Überzahl – einen Distanzschuss von Knelsen ins Netzt. Weitere gut drei Zeigerumdrehungen später verwertete er ein Zuspiel von Niki Altorfer erneut mit einem schönen Abschluss unter die Latte.

«Ich stand dreimal am richtigen Ort», erklärte Mason, normalerweise nicht als Torschütze vom Dienst bekannt, schmunzelnd. Er müsse ein grosses Kompliment an seine Mitspieler richten: «Sie haben mich gefunden und perfekt bedient.» Zufällig seien die Situationen nicht entstanden. «Wir üben solche Sachen. Jeder hat seine Rolle, seine Wege. Heute hat alles perfekt funktioniert.»

Beidseits dumme Strafen

Mit seinem Hattrick sorgte Mason für die Differenz in einem Auftaktspiel, das zuvor sehr ausgeglichen verlaufen war, wobei Olten insgesamt den leicht besseren Eindruck hinterlassen hatte. «Diese Niederlage ist sehr ärgerlich, vor allem, weil nicht alle Strafen gerechtfertigt waren», meinte denn auch Oltens Trainer Bengt-Ake Gustafsson hinterher. Seine Mannschaft habe im zweiten Drittel eine starke Reaktion gezeigt, und in der ersten 18. Minuten der Partie sogar sehr gut gespielt. Allerdings: Trotz klarem Übergewicht bis dahin (7:2 Schüsse) blieb die Führung aus.

Dann kam es knüppeldick für die Gäste. Als Jiri Polansky für eine unnötige Verzögerung des Bullys in die Kühlbox musste, bestrafte dies Reto Schmutz mit dem 1:0 für das Heimteam. 69 Sekunden später doppelte Michael Hügli nach, wobei Dominic Nyffeler dem eigentlich am Tor vorbeirutschenden Backhand-Schuss mit dem eigenen Beinschoner die entscheidende Richtungsänderung gab.

Ebenfalls in die Kategorie «dumme Strafen» zählte jener Ausschluss gegen Lakers-Stürmer Cedric Hüsler, welcher die Oltner im Mittelabschnitt wieder zurück ins Spiel brachte. Weil Schmutz Oltens Polansky bei dessen Einschuss zum 1:2 in den Rücken stiess, folgte gleich die nächste Unterzahl. Und diese nutzte Justin Feser zum Ausgleich.

Das Resultat täuscht

Es sei kein «6:2-Spiel» gewesen, stellte Mason deshalb hinterher richtigerweise fest. «Wir dürfen uns vom Resultat nicht täuschen lassen. Olten ist ein starker Gegner.» Im zweiten Spiel am Sonntag müssten sie deshalb mindestens die gleich gute Arbeitseinstellung an den Tag legen wie zum Auftakt zuhause. (zsz.ch)

Erstellt: 18.02.2017, 01:24 Uhr

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National League B

Playoff-Viertelfinal (best of 7), Spiel 1:

SCRJ Lakers – Olten 6:2 (2:0, 0:2, 4:0)
SGKB-Arena. 3373 Zuschauer (Saisonrekord). SR Müller/Urban, Duarte/Kehrli.
Tore: 19. (18:12) Schmutz (Geyer, Casutt/Ausschluss Polansky) 1:0. 20. (19:21) Hügli (Grossniklaus, Schmutz) 2:0. 36. (35:47) Polansky (Ulmer, Barbero/Ausschluss Hüsler) 2:1. 37. (36:36) Feser (Barbero, Truttmann/Ausschluss Schmutz) 2:2. 42. Mason (Knelsen, Hügli/Ausschluss Schneuwly) 3:2. 44. Mason (Knelsen, Sataric/Ausschluss Feser) 4:2. 47. Mason (Altorfer, Sataric) 5:2. 52. Vogel (Aulin, Casutt/Ausschluss Ulmer, weitere Strafe angezeigt) 6:2.
Strafen: 10×2 plus 10 Minuten (Altorfer) gegen die Rapperswil-Jona Lakers, 14×2 Minuten gegen Olten.
Rapperswil-Jona Lakers: Melvin Nyffeler; Geyer, Blatter; Sataric, Maier; Profico, Grossniklaus; Auriemma, Gurtner; Aulin, McGregor, Rizzello; Hügli, Knelsen, Casutt; Hüsler, Vogel, Schmutz; Hoffmann, Mason, Altorfer.
Olten: Dominic Nyffeler; Rouiller, Grieder; Barbero, Kobach; Bagnoud, Meister; Geiger, Aeschlimann; Hirt, Schneuwly, Polanski; Ulmer, Feser, Schwarzenbach; Truttmann, Heinimann, Wüst; Leonelli, Mäder, Huber.
Bemerkungen: Rapperswil-Jona Lakers ohne Brandi, Frei, Zanzi (alle verletzt), Büsser (rekonvaleszent), Bader, Guerra, Hutchings, Molina, Schaub und Studer (alle überzählig); Olten ohne Chuard, Gedig, Hürlimann, Pargätzi, Schnyder (alle verletzt), Diem, Morini und Sahli (alle überzählig). 11. Pfostenschuss McGregor. 29. Lattenschuss Wüst. 55. Pfostenschuss Aulin. Schüsse: 30:28 (8:11, 8:9, 14:8).
Stand in der Serie (best of 7): 1:0.

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