Eishockey

Maiers Hammer bricht Torbann

Die Rapperswil-Jona Lakers waren drauf und dran, gegen Olten zum zweiten Mal in Folge 0:1 zu verlieren und in der Final-Serie 1:2 in Rückstand zu geraten. Dann packte Fabian Maier den Hammer aus und läutete damit die Wende ein.

Ein Geknorze: Wie am Samstag bissen sich die Lakers auch am Ostermontag lange Zeit am Oltner Abwehrbollwerk die Zähne aus.

Ein Geknorze: Wie am Samstag bissen sich die Lakers auch am Ostermontag lange Zeit am Oltner Abwehrbollwerk die Zähne aus. Bild: Keystone

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Fabian Maier ist ein Mann fürs Grobe. Wenn er heraussticht, dann meist mit kernigen Checks. Tore erzielt der 26-Jährige selten. Vor der gestrigen Partie waren es gerade einmal drei Treffer in 114 Meisterschaftspartien im SCRJ-Dress. Gestern kam ein vierter hinzu – und es war ein extrem wichtiger.

Nach dem 5:0-Siegtor im ersten Spiel waren die St. Galler sage und schreibe 107 Minuten und 40 Sekunden ohne Erfolgserlebnis geblieben. Trotz einer Vielzahl an Chancen hatten sie am Samstag auswärts mit einer 0:1-Niederlage den 1:1 Ausgleich in diesem Playoff-Final hinnehmen müssen. Und es drohte sogar ein Rückstand in der Serie. Obwohl sie mehr vom Spiel hatten, war es erneut Olten, das skorte. Dass der Führungstreffer während einem Überzahlspiel der Rosenstädter fiel, war besonders bitter, aber irgendwie bezeichnend. Je länger die Torflaute andauerte, desto nervöser und unstrukturierter agierten die Lakers. Als dann Topskorer Jared Aulin in der offensiven Zone an der Bande den Puck verlor, nutzte dies Cédric Schneuwly zum Shorthander.

Olten mischt Beton an

Mit der Führung im Rücken mischten die Solothurner erst recht Beton an, standen vorwiegend hinten hinein. Angriff um Angriff verpuffte in Bandenkämpfen, und wenn nicht, war Keeper Matthias Mischler zur Stelle. Fast schon mit dem Mut der Verzweiflung hielt dann SCRJ-Abwehrrecke Maier in der 47. Minute an der blauen Linie voll drauf – und durchbrach mit seinem Geschoss das Oltner Bollwerk.

Dieser Treffer kam sicher einer Erlösung gleich.Fabian Maier, Verteidiger SCRJ

«Den Glauben hatten wir nie verloren», sagte Maier hinterher – sicher auch im Wissen, dass die Lakers in der laufenden Saison noch nie zwei Spiele hintereinander verloren haben. Aber er gestand: «Wenn so lange kein Puck reingeht, beginnt man zu überlegen. Dieser Treffer kam deshalb sicher für alle einer Erlösung gleich.» Dies war spürbar. Danach lief das Angriffsspiel der St. Galler wieder flüssiger – sicher auch, weil Olten nun wieder etwas für die Offensive tun musste.

Aus dem Geknorze wurde ein offener Schlagabtausch, wobei auch die Gäste kurze Druckphasen hatten. In der 54. Minute übertrieben es die Solothurner dann etwas mit den Angriffsbemühungen, entblössten nach einem Bully in der offensiven Zone die Abwehr, sodass Michael Hügli einen Konter fahren konnte und Mischler gekonnt aussteigen liess. Gut drei Zeigerumdrehungen später doppelte Martin Ness nach und sorgte mit dem 3:1 für die Entscheidung in diesem dritten Finalspiel.

Guten Mutes nach Olten

Statt die Solothurner führen damit die Lakers in der Serie mit 2:1 Siegen. Verdientermassen aufgrund der bisher gezeigten Leistungen. «Nun können wir am Mittwoch guten Mutes nach Olten reisen», freute sich Maier. Wichtig sei, dort sogleich den Tritt zu finden und ein Tor vorzulegen. «Das Momentum ist wieder auf unserer Seite, das müssen wir nützen.» (zsz.ch)

Erstellt: 02.04.2018, 22:00 Uhr

Telegramme

Swiss League, Playoff-Final (best of 7):

Spiel 3: SCRJ Lakers - Olten 3:1 (0:0, 0:1, 3:0)
SGKB-Arena. 5145 Zuschauer. SR Müller/Tscherrig, Altmann/Fuchs.
Tore: 22. Schneuwly (Fröhlicher/Ausschluss Wyss!) 0:1. 47. Maier (Mason, Mosimann) 1:1. 54. Hügli 2:1. 57. Ness (Hügli, Mosimann) 3:1.
Strafen: 4×2 Minuten plus 10 Minuten (Rizzello) gegen die Rapperswil-Jona Lakers, 8×2 gegen Olten.
Rapperswil-Jona Lakers: Nyffeler; Gähler, Berger; Iglesias, Schmuckli; Geyer, Büsser; Sataric, Maier; Aulin, Knelsen, Rizzello; Profico, Lindemann, Casutt; Mosimann, Mason, Hügli; Primeau, Ness, Hüsler.
Olten: Mischler; Fröhlicher, Zanatta; Rouiller, Grieder; Lüthi, Bucher; Barbero, Bagnoud; Muller, Mäder, Horansky; Truttmann, Sharp, McClement; Haas, Schirjajew, Wyss; Huber, Schneuwly, Rexha.
Bemerkungen: Rapperswil-Jona Lakers ohne Brem (verletzt), Frei, Gurtner, Liechti, Morin, Schir, Trudel und Vogel­ (alle überzählig); Olten ohne Ulmer (krank), Aeschlimann, Heughebaert, Hirt, Ihnacak, Sahli und Vodoz (alle überzählig). Olten ab 57:01 ohne Torhüter. 57:40 Time-out Olten.
Schüsse: 40:21 (13:9, 14:6, 13:6).
Stand in der Serie (best of 7): 2:1.

Spiel 2: Olten - SCRJ Lakers 1:0 (1:0, 0:0, 0:0)
Kleinholz. 6270 Zuschauer (Saisonrekord/ausverkauft). SR Dipietro/Mollard, Duarte/Stuber.
Tor: 1. (0:55) Muller (Horansky, Mäder) 1:0.
Strafen: 5×2 Minuten plus 5 Minuten (Grieder) plus Spieldauer (Grieder) gegen Olten, 5×2 Minuten gegen die Rapperswil-Jona Lakers.
Olten: Mischler; Rouiller, Grieder; Lüthi, Bucher; Fröhlicher, Zanatta; Barbero, Bagnoud; Truttmann, Sharp, McClement; Muller, Mäder, Horansky; Wyss, Schirjajew, Haas; Huber, Schneuwly, Rexha.
Rapperswil-Jona Lakers: Nyffeler; Iglesias, Schmuckli; Sataric, Maier; Geyer, Büsser; Gähler, Berger; Primeau, Ness, Hüsler; Aulin, Knelsen, Rizzello; Profico, Lindemann, Casutt; Mosimann, Mason, Hügli.
Bemerkungen: Olten ohne Ulmer (krank), Aeschlimann, Heughebaert, Hirt, Ihnacak, Sahli und Vodoz (alle überzählig); Rapperswil-Jona Lakers ohne Brem (verletzt), Frei, Gurtner, Liechti, Morin, Schir, Trudel und Vogel­ (alle überzählig). 59:33 Pfostenschuss Mason. 57:49 Time-out Rapperswil-Jona, dann ab 58:00 ohne Torhüter.
Schüsse: 23:26 (10:10, 10:6, 3:10).

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