Eishockey

Lindemann schiesst SCRJ in den Final

Im dritten Anlauf haben es die Rapperswil-Jona Lakers geschafft: Sie feierten den ersten Auswärtssieg in der Halbfinalserie gegen Ajoie und machten mit dem insgesamt vierten Erfolg den Finaleinzug perfekt. Der entscheidende Treffer zum 2:1 gelang Sven Lindemann in der 58. Minute – in Unterzahl!

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Ajoie stellte auch im sechsten Halbfinalduell seine Heimstärke unter Beweis. Aufgrund des 2:3-Rückstands in der Serie mit dem Messer am Hals starteten die Jurassier energisch, gingen noch in der 2. Minute in Führung und kamen danach einem Zweitorevorsprung vor allem im Powerplay mehrfach nahe.

Wie am vergangenen Mittwoch im 1:4 verlorenen vierten Spiel machten sich die Lakers mit Strafen das Leben immer wieder selber schwer – wobei einmal dahingestellt sei, ob das Verhältnis an Ausschlüssen (14:6 Minuten zu- ungunsten der St. Galler) wirklich gerechtfertigt war. Diesmal liessen sich die Gäste davon jedoch nicht aus dem Konzept bringen und gestanden Ajoie kein zweites Tor zu. «Am Anfang war Ajoie sicher besser, da gibt es nichts schönzureden. Wir fassten wiederum einige dämliche Strafen – ich eine davon», blickte Lakers-Stürmer Sven Lindemann hinterher auf die Startphase dieser Partie zurück. «Doch wir haben brutal gekämpft, vor allem im Boxplay. Ein Riesenkompliment dafür an die ganze Mannschaft.»

Ab dem 1:1 besser als Ajoie

Mehr ein Kraftakt als herauskombiniert war dann auch der Ausgleichstreffer der Rosenstädter. Cédric Hüsler setzte nach einem Abschluss von Leandro Profico ans Aussennetz so lange nach, bis die Scheibe die Torlinie überquert hatte (38.). «Von da an waren wir dann die bessere Mannschaft», befand Lindemann und sah einen der Hauptgründe dafür in der Ausgeglichenheit im Kader der Lakers. «Wir haben vier starke Linien. Das bringt natürlich Vorteile, je länger die Partie dauert.»

Im Schlussabschnitt hatte Rapperswil-Jona über weite Strecken mehr Spielanteile. Ajoie blieb aber brandgefährlich, sodass der Ausgang der Partie lange völlig offen war. Als mit Cyrill Geyer nach langer Zeit wieder einmal ein Rosenstädter eine Strafe fasste, schien Ajoie sogar im Vorteil. Ein missglückter Pass von Konstantin Schmidt an die blaue Linie eröffnete den Lakers dann aber die entscheidende Konterchance. Corsin Casutt zog davon, Lindemann rückte nach und netzte schliesslich mit einem Schuss aus der Drehung ab – sehr zu seiner Erleichterung: «Es war ein sehr harter Kampf, nicht nur in diesem Spiel. Aber ich glaube, wir haben uns verdient durchgesetzt.»

Ajoies Toplinie kein Faktor

Dank dem ersten Auswärtssieg in dieser Serie machte Rapperswil-Jona den Sack zu und revanchierte sich bei den Jurassiern nicht zuletzt für die Finalpleite 2016 (damals setzte sich Ajoie mit 4:2 Siegen durch). Als entscheidender Faktor – neben der Breite – erwies sich, dass es den Lakers endlich gelang, die Topformation der Ajoulots (mit Jonathan Hazen fehlte gestern aber einer der beiden Kanadier verletzungsbedingt) unter Kontrolle zu bringen. Hauptverantwortlich dafür zeichnete die Linie mit den «Riesen» Martin Ness und Josh Primeau sowie Aggressivleader Hüsler. Ajoies Topskorer Philip-Michael Devos war zum Schluss derart eingeschüchtert, dass er zweimal alleine vor SCRJ-Keeper Melvin Nyffeler am Tor vorbeischoss (47./59:27).

Im Final treffen die Lakers ab Donnerstag auf den EHC Olten, der seine Halbfinalserie gegen Langenthal bereits am Freitag beendet hatte (4:1 Siege). (zsz.ch)

Erstellt: 25.03.2018, 23:32 Uhr

Telegramm

Swiss League, Playoff-Halbfinal (best of 7), Spiel 6:

Ajoie - SCRJ Lakers 1:2 (1:0, 0:1, 0:1)
Voyeboeuf, Pruntrut. 3294 Zuschauer. SR Müller/Tscherrig, Duarte/Fuchs.
Tore: 2. Hrabec (Frossard, Steinauer) 1:0. 38. Hüsler (Profico) 1:1. 58. Lindemann (Casutt/Ausschluss Geyer!) 1:2.
Strafen: 3×2 Minuten gegen Ajoie, 7×2 Minuten gegen die Rapperswil-Jona Lakers.
Ajoie: Dominic Nyffeler; Ryser, Hauert; Birbaum, Casserini; Dotti, Steinauer, Trunz, Pouilly; Fuhrer, Privet, Schmidt; Barbero, Devos, Schmutz; Macquat, Frossard, Wüst; Hrabec, Arnaud Montandon, Merola.
Rapperswil-Jona Lakers: Melvin Nyffeler; Iglesias, Schmuckli; Sataric, Maier; Geyer, Büsser; Gähler, Berger; Hüsler, Ness, Primeau; Aulin, Knelsen, Rizzello; Profico, Lindemann, Casutt; Mosimann, Mason, Hügli.
Bemerkungen: Ajoie ohne Hazen (verletzt), Guidotti (gesperrt), Devesvre, Krakauskas und Maxime Montandon (alle überzählig); Rapperswil-Jona Lakers ohne Brem (verletzt), Frei, Gurtner, Liechti, Morin, Schir, Trudel und Vogel (alle überzählig). Ajoie ab 58:20 ohne Torhüter. 58:33 Time-out Ajoie.
Schüsse: 20:26 (10:9, 4:8, 6:9).
Schlussstand in der Serie (best of 7): 2:4.

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