Rapperswil-Jona

Leader beendet Lakers-Serie

Nach neun Siegen in Folge lernte Rapperswil-Jona gestern in der Meisterschaft wieder einmal den bitteren ­Geschmack einer Niederlage kennen. Die 2:3-Heimpleite gegen Tabellenführer Langenthal war jedoch unglücklich.

Lakers-Stürmer Michael Hügi (rechts) und der Langenthaler Claudio Cadonau machen unter sich ein Duell um die Scheibe aus.

Lakers-Stürmer Michael Hügi (rechts) und der Langenthaler Claudio Cadonau machen unter sich ein Duell um die Scheibe aus. Bild: André Springer

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Die Langenthaler stellten gestern in der Diners-Club-Arena nur im ersten Drittel das bessere Team. Zwar gelang da den Lakers der ­erste Treffer, der von Top­sko­rer Raphael Kuonen mustergültig abgeschlossene Konter in der 6. Minute stellte jedoch eine der seltenen Angriffe der Rosenstädter dar. Ansonsten sahen sie von den Gegenspielern meist nur den Rücken – weil diese stets einen Schritt schneller waren.

Zügig besorgten die Oberaargauer auch die resultatmässige Wende. Genau zwei Zeigerumdrehungen nachdem Stefan Tschannen ausgeglichen hatte, schoss Dominic Hobi Langenthal erstmals in Front (16.). Auch er bezwang Lakers-Keeper Michael Tobler mit einem ansatzlosen, präzisen Direktschuss.

Unterstützt durch das 2:2 lediglich 32 Sekunden nach Drittelsbeginn – Jared Aulin traf im Powerplay nach schönem Querpass von Landsmann Andrew Clark, der nach gut fünfwöchiger Verletzungspause sein Comeback gab –, wendeten die St. Galler im zweiten Spielabschnitt das Blatt. ­Allerdings nicht resultatmässig. Dies vor allem, weil sie es nicht verstanden, aus einem guten Dutzend absoluter Topchancen Kapital zu schlagen. Die Lakers hatten aber auch Pech. Denn die Strafe gegen Cyrill Geyer, die Philippe Seydoux zum 3:2 ausnutzte (36.), war höchst fragwürdig. Glasklar schien dagegen das Stockhalten eines Langenthalers an Antonio Rizzello Sekundenbruchteile davor. Wenn, dann hätte also Rapperswil-Jona in Überzahl spielen müssen. Und dann wäre das dritte Tor der Gäste nicht gefallen – zumindest nicht zu diesem aus Sicht der Lakers bitteren Zeitpunkt, als sie den Leader klar ­dominierten und ihrerseits ganz nahe am 3:2 waren.

Vorne zuwenig konsequent

Trotz vehementem und beherztem Anrennen – in der Schlussphase auch mit einem sechsten Feldspieler anstelle des Goalies – wollte dem Heimteam in den verbleibenden Minuten kein Tor mehr gelingen. «Da müssen wir uns an der eigenen Nase nehmen», meinte Marc Grieder: «Wir kreierten zwar viel, waren im Abschluss aber zu wenig konsequent.» Letztlich habe aber auch etwas das Wettkampfglück gefehlt, so der Lakers-Verteidiger. Anders als in den Wochen zuvor sei der Puck diesmal nicht zu ihren Gunsten gelaufen.

So reichte Langenthal letztlich ein gutes Drittel, um den Sieg aus der Rosenstadt zu entführen und seinen Vorsprung in der Tabelle von zwei auf vier Zähler zu verdoppeln. Erster Verfolger ist nun aber nicht mehr Rapperswil-Jona, das allerdings ein Spiel weniger absolviert hat, sondern La Chaux-de-Fonds, das gestern Visp 5:0 ­bodigte. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 02.12.2015, 09:06 Uhr

National League B

SCRJ Lakers – Langenthal 2:3 (1:2, 1:1, 0:0)

Diners Club Arena. 2868 Zuschauer. SR Erard; Pitton/Rebetez. – Tore: 6. Kuonen (Schommer) 1:0. 14. Tschannen (Kelly, Seydoux) 1:1. 16. Hobi (Dünner, Pienitz) 1:2. 21. Aulin (Clark, Geyer/Ausschluss Vincenzo Küng) 2:2. 36. Seydoux (Vincenzo Küng, Tschannen/Ausschluss Geyer) 2:3. – Strafen: 4×2 gegen die Rapperswil-Jona Lakers, 7×2 gegen Langenthal. – Rapperswil-Jona Lakers: Tobler; Blatter, Geyer; Grieder, Sataric; Profico, Lüthi; Grossniklaus, Zangger; Aulin, Clark, Rizzello; Hügli, Schlagenhauf, McGregor; Kuonen, Mason, Schommer; Schaub, Vogel, Hüsler. – Bemerkungen: Rapperswil-Jona Lakers ohne Frei, Schmutz (beide verletzt), Högger (rekonvaleszent), Brandi (bei Wetzikon), Tkachenko, Grigioni (beide bei Frauenfeld), Auriemma, Bader (beide bei Elite-Junioren) und Lucenius (überzähliger Ausländer). Rapperswil-Jona Lakers von 58:00 bis 58:11 und ab 58:24 ohne Torhüter.

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