Eishockey

Lakers verlieren das dritte Spiel

Im Gegensatz zum zweiten Finalspiel, das sie nach einem 0:2-Rückstand noch 3:2 gewannen, blieb den Rapperswil-Jona Lakers im dritten ein Happy End verwehrt. Langenthal siegte zuhause 4:2 und verkürzte somit in der Serie auf 1:2.

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Sie müssten sich keinen grossen Vorwurf machen, befand Lakers-Verteidiger Rajan Sataric nach der diesmal nicht von Erfolg gekrönten Aufholjagd. «Wir zeigten nach dem frühen Zweitorerückstand Charakter, kamen dem Ausgleich ein paarmal sehr nahe. Die Langenthaler hatten letztlich einfach etwas mehr Glück heute. Bei ihnen fielen die Pucks rein, bei uns nicht.»

Sie hätten sich dieses «Glück» hart erarbeitet, hielt Marc Kämpf, mit zwei Toren und einem Assist der Matchwinner der Oberaargauer, dagegen. «Wir steigerten uns von Spiel zu Spiel. Und diesmal wurden wir für den Einsatz auch belohnt.»

Den Grundstein zum Sieg legte Langenthal mit einem frühen Doppelschlag. Kämpf düpierte SCRJ-Keeper Melvin Nyffeler nach einem 2-gegen-1-Konter (6.), 34 Sekunden später lenkte Nico Dünner einen Schuss von Aurélien Marti entscheidend ab.

Reaktion im Mitteldrittel

Lakers-Headcoach Jeff Tomlinson reagierte umgehend, nahm sein Time-out. «Er sagte nicht viel. Es ging ihm wohl hauptsächlich darum, Langenthals Rhythmus zu brechen», erklärte Sataric. Dies gelang nicht wirklich. Zwar konnte ein wohl vorentscheidender Dreitorerückstand verhindert werden, das Heimteam blieb aber weiter spielbestimmend. Dies änderte sich erst im Mittelabschnitt. Beflügelt durch den Anschlusstreffer, welcher dem anstelle des gesperrten Steve Mason in der dritten Angriffsformation stürmenden Nicola Brandi nach schönem Querpass von Cédric Hüsler gelang, nahmen die St. Galler das Heft entschlossen in die Hand. Der Ausgleich wollte aber partout nicht fallen – auch nicht, als die Lakers kurz vor respektive nach der zweiten Pause mit zwei Mann mehr agieren konnten.

Und als Antonio Rizzello in der 46. Minute dann doch noch traf – in einfacher Überzahl –, war es nicht zum 2:2, sondern 2:3. Denn rund zwei Minuten zuvor hatte sich Kämpf während einer Strafe gegen Sataric zum Doppeltorschützen gekrönt. Immerhin blieb durch Rizzellos schnelle Antwort die Hoffnung am Leben. Die Gäste rannten wieder und wieder an – ohne Erfolg. Und als dann Nyffeler gut eineinhalb Minuten vor Schluss einem sechsten Feldspieler Platz machte, war es Sekunden später passiert: Pierrick Pivron hatte mit dem 4:2 ins leere Tor den Sack zugemacht.

Momentum zurückholen

Schon in den Playoff-Serien gegen Olten (Viertelfinal) und La Chaux-de-Fonds (Halbfinal), die sie je mit 4:1 Siegen für sich entschieden, hatten die Lakers jeweils das zweite Auswärtsspiel verloren. In beiden Fällen waren sie aber umgehend auf die Siegerstrasse zurückgekehrt. Gleiches schwebt ihnen nun gegen Langenthal vor: «Das Momentum sogleich zurückzuholen wäre wichtig. Ich erwarte allerdings erneut eine enge Partie – dann hoffentlich wieder mit dem besseren Ende für uns», schloss Sataric. (zsz.ch)

Erstellt: 27.03.2017, 10:08 Uhr

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National League B

Playoff-Final (Best of 7). Spiel 3:

Langenthal – SCRJ Lakers 4:2 (2:0, 0:1, 2:1)

Schoren. 4500 Zuschauer (ausverkauft). SR Müller/Vinnerborg, Abegglen/Bürgi.
Tore: 6. (5:45) Kämpf (Pivron, Montandon) 1:0. 7. (6:19) Dünner (Marti) 2:0. 23. Brandi (Hüsler, Sataric) 2:1. 44. Kämpf (Ahlström/Ausschluss Sataric) 3:1. 46. Rizzello (Casutt, Geyer/Ausschluss Montandon) 3:2. 59. Pivron (Kämpf, Montandon) 4:2 (ins leere Tor).
Strafen: 9×2 Minuten gegen Langenthal, 7×2 Minuten gegen Rapperswil-Jona.
Langenthal: Mathis; Cadonau, Rytz; Völlmin, Ahlström; Pienitz, Marti; Mike Küng; Kelly, Vincenzo Küng, Tschannen; Primeau, Dünner, Füglister; Pivron, Montanton, Kämpf; Gerber, Hess, Kläy; Trüssel.
Rapperswil-Jona Lakers: Nyffeler; Sataric, Maier; Geyer, Blatter; Molina, Büsser; Grossniklaus; Profico, Aulin, Rizzello; Hügli, Knelsen, Casutt; Hüsler, Vogel, Brandi; Altorfer, Studer, Schmutz; McGregor.
Bemerkungen: Langenthal ohne Campbell, Kummer, Schüpbach (alle beide verletzt), Christen, Duarte und Wolf (alle überzählig); Rapperswil-Jona ohne Frei, Sieber, Zanzi (alle verletzt), Mason (gesperrt), Auriemma (Elite-B-Junioren), Bader, Guerra, Gurtner, Hoffmann, Hutchings und Schaub (alle überzählig). 6:19 Time-out Rapperswil-Jona. Rapperswil-Jona von 58:18 bis 58:48 und ab 59:03 ohne Torhüter.
Schüsse: 35:30 (14:6, 9:11, 10:13).
Stand in der Serie (best of 7): 1:2.
Nächstes Spiel: Dienstag, 28. März, 19.45 Uhr, SGKB-Arena, Rapperswil-Jona.

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