Eishockey

Langenthal bleibt schwieriges Pflaster für SCRJ

Nach sechs Siegen in Folge bezogen die Rapperswil-Jona Lakers wieder einmal eine Niederlage. Der Leader der Swiss League unterlag in Langenthal seinem ersten Verfolger 3:4.

Beim neunten Gastspiel in Langenthal zogen die Rapperswil-Jona Lakers zum siebten Mal den Kürzeren – diesmal mit 3:4.

Beim neunten Gastspiel in Langenthal zogen die Rapperswil-Jona Lakers zum siebten Mal den Kürzeren – diesmal mit 3:4. Bild: Archiv Tom Oswald Fotografie

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Zuletzt hatte es fast so ausgesehen, als hätten die Rosenstädter keine ernsthaften Gegner mehr in der Meisterschaft. Die Langenthaler bewiesen das Gegenteil – und feierten ihren siebten Sieg in den letzten neun Heimspielen gegen die St. Galler.

Wobei: Die Lakers hatten es vorwiegend sich selber zuzuschreiben, dass ihre Siegesserie ein Ende nahm. So verteidigten sie phasenweise in der eigenen Zone deutlich zu nachlässig und leisteten sich zudem in der Offensive ungewohnt viele und teils haarsträubende Fehlzuspiele.

Spiel mit dem Feuer

Speziell im Powerplay, das in der laufenden Saison bisher eine ihrer grössten Stärken darstellte, spielten die St. Galler zuweilen mit dem Feuer. So konnten sie letztlich froh sein, nur einen Shorthander kassiert zu haben. Dieser gelang Nico Dünner nach einem 2-gegen-1-Konter. Vor­ausgegangen war ein schlechter Rückpass von Rapperswil-Jonas Dion Knelsen auf seinen an der blauen Linie postierten Teamkollegen Corsin Casutt. Jeffrey Füglister fing das Zuspiel ab und legte pfannenfertig auf zum 2:2 (25.).

Praktisch identisch war die ­Situation wenige Minuten später bei der nächsten Überzahl der Lakers. Allerdings scheiterte Langenthals Ersatzausländer Kim Karlsson diesmal an SCRJ-Keeper Melvin Nyffeler (29.).

Zwar gelang es den Rosenstädtern noch im Mittelabschnitt, erneut die Führung an sich zu reissen. Das 3:2 fiel jedoch erstens glückhaft, lenkte doch Verteidiger Yves Müller Knelsens Abschluss ins eigene Tor ab (38.). Und zweitens änderte es nichts mehr daran, dass Langenthal in dieser Partie das Kommando übernommen hatte.

Nicht das «A-Game» gezeigt

Dies war eigentlich schon in der Startphase so gewesen. Da wirbelte das Heimteam die Abwehr der Gäste gehörig durcheinander und Füglister nutzte die ungewohnten Freiheiten früh zum 1:0 (4.). Mit einem Doppelschlag innert 65 Sekunden stellten die Lakers dann jedoch das Geschehen auf den Kopf und übernahmen danach ­vorübergehend das Spieldiktat, sodass die Gastgeber zur ersten Pause froh sein konnten, nicht mit zwei Treffern hinten zu liegen.

Statt dem 3:1 für den SCRJ kam dann aber der Shorthander zum Ausgleich, worauf die Langenthaler wieder die Oberhand gewannen. Der Lohn für die Gastgeber folgte im Schlussabschnitt – dank Topskorer Brent Kelly. Nach 44 Sekunden glich er aus, gut vier Minuten später gelang ihm der Gamewinner. «Wir zeigten nicht unser A-Game. Uns fehlte der Biss», hielt SCRJ-Trainer Jeff Tomlinson hinterher fest. Gleichzeitig habe Langenthal stark gespielt und sie «damit in Fehler getrieben». (zsz.ch)

Erstellt: 28.11.2017, 23:35 Uhr

Telegramm

Swiss League

Langenthal – SCRJ Lakers 4:3 (1:2, 1:1, 2:0)


Schoren. 2159 Zuschauer. SR Müller, Fuchs/Ströbel.
Tore: 4. Füglister (Dünner) 1:0. 12. (11:09) Hüsler (Mason, Schmuckli) 1:1. 13. (12:14) Knelsen (Aulin, Sataric/Ausschluss Åhlström) 1:2. 25. Dünner (Füglister/Ausschluss Völlmin!) 2:2. 38. Knelsen 2:3. 41. (40:44) Kelly (Müller) 3:3. 45. Kelly (Tschannen) 4:3.
Strafen: 6×2 Minuten gegen Langenthal, 4×2 Minuten gegen die Rapperswil-Jona Lakers.
Langenthal: Wildhaber; Pienitz, Müller; Völlmin, Åhlström; Christen, Scheidegger; Kiener, Colin Gerber; Meyer, Dünner, Füglister; Kelly, Karlsson, Tschannen; Leblanc, Kummer, Schommer; Dal Pian, Hess, Tom Gerber.
Rapperswil-Jona Lakers: Melvin Nyffeler; Iglesias, Schmuckli; Geyer, Berger; Sataric, Maier; Profico, Gähler; Brem, Lindemann, Casutt; Aulin, Knelsen, Rizzello; Hügli, Mason, Mosimann; Primeau, Vogel, Hüsler.
Bemerkungen: Langenthal ohne Cadonau, Campbell, Marti, Pivron, Rytz (alle verletzt), Robin Nyffeler, Trüssel und Wyss (alle überzählig); Rapperswil-Jona Lakers ­ohne Büsser, Frei, Gurtner, Schir, Trudel und Zanzi (alle überzählig). 41. Lattenschuss Müller. Rapperswil-Jona Lakers ab 58:58 ohne Torhüter. 59:16 Time-out Rapperswil-Jona Lakers.
Schüsse: 30:31 (6:13, 8:8, 16:10).

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