Rapperswil-Jona

Lakers zurück an der Tabellenspitze

Weil Langenthal in La Chaux-de-Fonds nur einen Punkt holte, Rapperswil-Jona dagegen im Derby die GCK Lions überrannte, gab es einen Leaderwechsel in der NLB.

Die Lakers hatten gestern oft Grund zum Feiern – sie fegten die GCK Lions im letzten Derby dieser Saison gleich mit 8:1 vom Eis.

Die Lakers hatten gestern oft Grund zum Feiern – sie fegten die GCK Lions im letzten Derby dieser Saison gleich mit 8:1 vom Eis. Bild: Patrick Gutenberg

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Um überhaupt die Chance auf die Rückeroberung der Tabellenspitze zu haben, mussten sich die Lakers am Sonntagnachmittag der Pflichtaufgabe gegen die Zürcher Junglöwen entledigen. Dies taten sie souverän. Noch keine Viertelstunde war in der KEK gespielt, da führten die favorisierten St. Galler bereits 3:0.

Kurz vor der ersten Pause konnte Topskorer Raphael Prassl im Powerplay zwar für die Gastgeber verkürzen, dies war aber nicht mehr als ein Strohfeuer. Die folgenden zwei Drittel dominierte der Favorit fast nach Belieben – und hätte weit höher als 8:1 gewinnen können, hätten jungen Stürmer wie Jan Vogel oder Cédric Hüsler sich auch nur annähernd so abschlussstark gezeigt wie etwa Andrew Clark (2:0, 3:0, 4:1) oder Ryan McGregor (1:0, 7:1).

Masons folgenschweres Foul

Lakers-Trainer Jeff Tomlinson war dennoch zufrieden mit dem Gezeigten: «Wir bogen früh auf die Siegesstrasse ein und zogen die Pace bis zum Schluss durch.» Das Tempo hochzuhalten war genau das richtige Rezept. Denn weil gestern auch die ZSC Lions und die Elite-Junioren der Zürcher im Einsatz standen, das NLB-Team zudem keine Playoff-Chancen mehr besitzt, konnte Löwendompteur Matti Alatalo gestern nur auf drei Linien zählen. Umso gravierender war, dass mit Daniel Sorvik der einzige Ausländer bereits in der 17. Minute nach einem hässlichen Foul (Check gegen den Kopf) mit Verdacht auf eine schwere Hirnerschütterung ausschied. Sünder Steve Mason ist für mindestens ein Spiel gesperrt. Es droht jedoch eine längere Zwangspause – was die ebenfalls dezimierten Lakers empfindlich treffen würde.

Umso mehr hofft Tomlinson, dass Lugano B-Lizenz-Spieler Luca Fazzini am Dienstag wieder an den Obersee schickt. Denn dann (gegen den Tabellendritten Olten) und am Samstag (gegen das achtplatzierte Thurgau) geht es für Rapperswil-Jona um nichts anderes als den Qualifikationssieg.

Qualifikationssieg winkt

Diesen können die Rosenstädter seit gestern wieder aus eigener Kraft erreichen – dank ihrem 8:1-Derbysieg und dem Ausrutscher Langenthals. Die Oberaargauer mussten sich gestern nämlich beim Tabellenvierten La Chaux-de-Fonds mit 3:4 nach Penaltyschiessen geschlagen geben und liessen so genau jene zwei Zähler liegen, welche sie zuvor von den Lakers getrennt hatte. Beide Teams weisen nun 89 Punkte auf. Die St. Galler übernahmen aber die Tabellenspitze – und zwar wegen des besseren Torverhältnisses (+51 gegenüber +46). Dieses kommt zwischen diesen beiden Kontrahenten in Falle von Punktgleichheit zum Zug, weil es in den relevanten Direktbegegnungen ausgeglichen steht. Sowohl die Lakers als auch Langenthal holten je sechs Zähler; der erste Heimsieg der St. Galler wird nicht mitgerechnet, da sie dreimal und die Oberaargauer nur zweimal zu Hause antreten konnten.

Im Moment haben die Lakers also die Nase knapp vorn, Langenthal steht nach Papierform mit dem Heimspiel gegen Thurgau (8.) und der Reise ins Wallis zu Red Ice Martigny (7.) jedoch das leichtere Schlussprogramm bevor. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 08.02.2016, 09:33 Uhr

Stimmen zum Spiel

Alexander Braun, Verteidiger GCK Lions (aus Feldmeilen): «Obwohl für uns die Playoffs seit Freitag ausser Reichweite liegen, stiegen wir sehr motiviert in dieses Spiel. Unser Team war jedoch sehr knapp besetzt. Zudem spielten die Lakers stark. Nun müssen wir vorwärts schauen. Wir werden versuchen, uns am Dienstag gegen Red Ice Martigny für diese Kanterniederlage zu rehabilitieren. Und dann stehen ja noch die Playoffs mit den Elite-Junioren an.»

Raphael Prassl, Topskorer GCK Lions: «Dieser Match war sehr schwierig für uns. Die Lakers machten von Beginn weg viel Druck. Und da wir nur drei Blöcke zur Verfügung hatten, wurden wir immer müder. So konnten wir nicht mehr reagieren. Den Kopf hängen lassen werde ich deswegen Es ist nun aber nicht die Zeit, um den Kopf hängen zu lassen. Nun gilt mein ganzer Fokus den Elite-Junioren. Da will ich den Meistertitel holen.» (hpr)

National League B

GCK Lions – SCRJ Lakers1:8 (1:3, 0:2, 0:3)

KEK, Küsnacht. 640 Zuschauer (Saisonrekord). SR Weber/Wirth, Altmann/Huguet.
Tore: 4. McGregor (Schlagenhauf, Hügli) 0:1. 11. Clark (Rizzello, Sataric) 0:2. 14. Clark (Aulin) 0:3. 20. Prassl (Miranda, Breiter/Ausschluss Mason) 1:3. 26. Clark (Aulin, Rizzello) 1:4. 36. Schlagenhauf (Blatter, Hügli) 1:5. 49. Rizzello (Clark, Kuonen/Ausschluss Seiler) 1:6. 51. (50:50) McGregor (Schlagenhauf, Lüthi) 1:7. 52. (51:18) Hügli (Schlagenhauf, Profico) 1:8.
Strafen: 2×2 gegen die GCK Lions, 5×2 plus 5 plus Matchstrafe (Mason, Check gegen den Kopf) gegen die Rapperswil-Jona Lakers.
GCK Lions: Guntern; Molina, Sorvik; Braun, Breiter; Karrer, Seiler; Allevi, RamÓn Diem, Kaj Suter; Puntus, Prassl, Miranda; Zumbühl, Lazarevs, Puide.
Rapperswil-Jona Lakers: Tobler; Profico, Lüthi; Grieder, Sataric; Blatter, Grossniklaus; Hügli, Schlagenhauf, McGregor; Aulin, Clark, Rizzello; Kuonen, Mason, Hüsler; Schaub, Vogel.
Bemerkungen: GCK Lions ohne Foucault, Leimbacher, Ulmann (alle verletzt), Hinterkircher, Nägeli (beide krank), Bachofner, Phil Baltisberger, Dominik Diem und Hächler (alle ZSC Lions); Rapperswil-Jona ohne Frei, Geyer, Högger, Schmutz, Schommer, Zangger (alle verletzt), Brandi (Wetzikon), Fazzini (Lugano), Auriemma, Bader, Grigioni und Tkachenko (alle überzählig). 17. Sorvik mit Verdacht auf Hirnerschütterung ausgeschieden. 20. Lattenschuss RamÓn Diem.

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