Eishockey

Lakers müssen den Ausgleich hinnehmen

Der Playoff-Final in der National League B ist neu lanciert. Die Rapperswil-Jona Lakers zogen gegen Langenthal zum zweiten Mal in Folge den Kürzeren. Somit steht es in der Best-of-7-Serie nach Siegen 2:2 unentschieden.

Unglücklich gekämpft: Die Lakers versuchen in der Schlussphase nochmals alles, doch Langenthals Keeper Marco Mathis lässt den Ausgleich nicht mehr zu.

Unglücklich gekämpft: Die Lakers versuchen in der Schlussphase nochmals alles, doch Langenthals Keeper Marco Mathis lässt den Ausgleich nicht mehr zu. Bild: Tom Oswald Fotografie

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Die Rosenstädter versuchten wirk­lich alles in den Schlussminuten. Als zwei Langenthaler wegen Spielverzögerung draussen sassen, nahmen sie sogar noch den Goalie heraus, um während 49 Sekunden mit sechs gegen drei Feldspielern den Ausgleich zu erzwingen. Sie feuerten aus allen Lagen, doch der Puck wollte einfach nicht mehr rein. «Im Powerplay sind wir im Moment zu wenig effizient», gestand Lakers-Stürmer Niki Altorfer. Woran es liege, könne er auch nicht sagen, «aber dies muss sich rasch ändern».

Verloren haben die St. Galler die Partie aber nicht da, sondern früher. So verpassten sie es beispielsweise, im ersten Drittel einen zweiten Treffer nachzulegen, nachdem sie Altorfer – unter gütiger Mithilfe von SCL-Goalie Marco Mathis, dem die Scheibe über die Fanghand ins Gehäuse kullerte – in Führung gebracht hatte. Cyrill Geyer (17./fiel in der 38. Minute verletzt aus) reüssierte im Powerplay in bester Position genauso wenig wie danach zweimal Leandro Profico (18.). Dion Knelsen (18.) und Michael Hügli (8.) trafen zudem nur den Pfosten.

Das Konzept verloren

Auch zu Beginn des Mittelabschnitts sah es noch gut aus für das Heimteam. Doch dann liefen sie in einen Konter (den Langenthals Topskorer Brent Kelly kaltblütig nutzte) – und damit wendete sich das Blatt. In der Folge waren die Gäste drückend überlegen, während die Rosenstädter nur noch Nadelstiche setzen konnten. «Wir haben plötzlich die kleinen Dinge nicht mehr gut gemacht, spielten zu hektisch, zu kompliziert und liefen auch zuwenig», analysierte Altorfer.

Das sind die Reaktionen der Fans vor und nach dem Spiel. Video: Simon Grässle

Ein weiterer Schlüsselmoment kam in der 45. Minute, als Thomas Studer einen Schuss von Altorfer zum vermeintlichen 2:1 für die Lakers ablenkte. Weil der Vollstrecker den Stock allerdings zu hoch hielt, zählte der Treffer nicht. «Danach kippte das Momentum definitiv auf die Seite Langenthal», befand Altorfer. Dies zeigte sich darin, dass die Schüsse der Gäste plötzlich das Ziel fanden. Zuerst hämmerte Claudio Cadonau in Überzahl ins hohe Eck (48.), dann fand auch Marc Kämpf die Lücke bei Melvin Nyffeler.

Weil knapp zwei Minuten später auf der Gegenseite auch Corsin Casutt Massarbeit leistete, wurde es in der Schlussphase nochmals richtig heiss und emotional, am Spielstand änderte sich aber nichts mehr.

Wieder auf die Details achten

Damit wurde aus der Best-of-7- eine Best-of-3-Serie, wobei Langenthal sich auch den Heimvorteil zurückerobert hat. «Nun müssen wir nochmals in Langenthal gewinnen. Dazu sind wir definitiv in der Lage – wenn wir uns wieder auf die Details fokussieren, jeder zu 100 Prozent seinen Job erledigt», gibt Altorfer die Marschroute vor. (zsz.ch)

Erstellt: 29.03.2017, 00:29 Uhr

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National League B

Playoff-Final (Best of 7). Spiel 4:

SCRJ Lakers – Langenthal 2:3 (1:0, 0:1, 1:2)

SGKB-Arena. 3945 Zuschauer. SR Dipietro/Koch, Kehrli/Stuber.
Tore: 11. Altorfer (Maier) 1:0. 29. Kelly (Vincenzo Küng, Völlmin) 1:1. 48. Cadonau (Rytz/Ausschluss Maier) 1:2. 50. Kämpf 1:3. 52. Casutt (Sataric) 2:3.
Strafen: 2×2 plus 10 Minuten (Rizzello) gegen Rapperswil-Jona, 4×2 Minuten gegen Langenthal.
Rapperswil-Jona Lakers: Nyffeler; Geyer, Blatter; Sataric, Maier; Molina, Büsser; Grossniklaus; Hügli, Knelsen, Casutt; Profico, Aulin, Rizzello; Hüsler, Mason, Vogel; Altorfer, Studer, Schmutz; McGregor.
Langenthal: Mathis; Cadonau, Rytz; Völlmin, Ahlström; Pienitz, Marti; Mike Küng; Kelly, Vincenzo Küng, Tschannen; Primeau, Dünner, Füglister; Pivron, Montanton, Kämpf; Gerber, Hess, Kläy; Trüssel.
Bemerkungen: Rapperswil-Jona ohne Brandi, Frei, Sieber, Zanzi (alle verletzt), Auriemma (Elite-B-Junioren), Bader, Guerra, Gurtner, Hoffmann, Hutchings und Schaub (alle überzählig); Langenthal ohne Campbell, Kummer, Schüpbach (alle beide verletzt), Christen, Duarte und Wolf (alle überzählig). Pfostenschüsse: 8. Hügli, 18. Knelsen, 38. Pienitz. 38. Geyer verletzt ausgeschieden.45. Ablenker-Tor von Studer nicht gegeben (hoher Stock). 57:52 Time-out Rapperswil-Jona, dann ab 58:00 ohne Torhüter.
Schüsse: 33:38 (9:13, 10:14, 14:11).
Stand in der Serie (best of 7): 2:2.
Nächstes Spiel: Freitag, 31. März, 20 Uhr, Schoren, Langenthal.

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