Eishockey

Lakers von Olten dominiert

Rapperswil-Jona hat es verpasst, die Viertelfinal-Serie gegen Olten auf schnellstmöglichem Weg zu beenden. Auswärts setzte es gestern eine 0:3-Niederlage ab. Die nächste Chance zum Halbfinaleinzug bietet sich am Sonntag zu Hause.

Jeff Tomlinson fand nach der Niederlage in Olten klare Worte: «Olten spielte viel fokussierter als wir, wollte den Sieg mehr.»

Jeff Tomlinson fand nach der Niederlage in Olten klare Worte: «Olten spielte viel fokussierter als wir, wollte den Sieg mehr.» Bild: Archiv Tom Oswald Fotografie

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Wer das erste Tor schiesst, gewinnt das Spiel. So lautet die Gesetzmässigkeit bisher in dieser Serie. Diesmal war der erste Treffer also Olten vergönnt. Und die Entstehung des 1:0 war aus Sicht der Lakers äusserst ärgerlich. Sie spielten in Überzahl, hatten sich gerade im Drittel der Solothurner installiert. Reto Schmutz wollte Goalie Dominic Nyffeler die Sicht nehmen, beging dabei aber ein Torraumoffside. Es kam zum Bully in der Mittelzone. Olten gewann es, und weil die St. Galler den Ernst der Lage nicht erkannten, allen voran ihr Captain Antonio Rizzello, kam es zu einer 2-gegen-1-Überzahl vor dem SCRJ-Tor. Cyrill Aeschlimann bediente Stefan Mäder und der liess Melvin Nyffeler keine Abwehrchance.

Der Vorsprung der Gastgeber war verdient, hatten sie doch wie schon in den vorherigen drei Partien den besseren Start erwischt. Die Rosenstädter waren einzig in den ersten zwei, drei Minuten zu Chancen gekommen. Danach sahen sie sich mehr und mehr in die Defensive gedrängt.

Führung wirkte befreiend

Die erstmalige Führung wirkte auf die Oltner sichtlich befreiend – während die Lakers mit der neuen Situation schlecht zurechtkamen und phasenweise das defensive Konzept verloren. Die Folge waren mehrere Topchancen für die Gastgeber, wobei Melvin Nyffeler weiteren Schaden zu verhindern wusste. Aber nur vorerst, denn als sich Olten in der Anfangsphase des Mittelabschnitts zum vierten Mal in dieser Partie in Überzahl versuchen konnte, nutzte dies Jiri Polansky zum 2:0.

Gleich im Anschluss bot sich den Lakers zweimal die Chance, in Überzahl zum Anschlusstreffer zu kommen. Ihr Powerplay war jedoch völlig ideenlos. Es wurde jeweils gleich die erstbeste Schussgelegenheit genutzt, sodass Dominic Nyffeler kaum je in Bedrängnis geriet.

Kaum war die zweite Überzahl vorbei, brach dann mit Stefan Mäder genau jener Spieler seitlich durch, der zuvor zweimal auf der Strafbank gesessen hatte. Lakers-Verteidiger Tim Grossniklaus blieb nichts anderes übrig, als von hinten einzuhaken, sodass es zum Penalty kam. Mäder bewies dabei so lange Geduld, bis der SCRJ-Goalie auf dem Bauch lag, und schob am linken Pfosten ein.

Der Wille entscheidet

Mit dem 3:0 war das Spiel entschieden. Die Rosenstädter waren zu keiner Reaktion mehr ­fähig – im Schlussdrittel nicht zuletzt darum, weil sie weitere unnötige Strafen kassierten. Dies freute nicht zuletzt Dominic Nyffeler. Ohne grossen Aufwand – insgesamt hatte er 27 Schüsse abzuwehren – kam der ältere der Nyffeler-Brüder, der seit der 2:6-Niederlage im Startspiel dieser Viertelfinalserie erstmals wieder zum Einsatz kam, zu seinem dritten Shutout in seiner ersten Saison im Dress der «Powermäuse».

«Olten war diesmal viel fokussierter als wir, wollte den Sieg mehr», begann SCRJ-Trainer Jeff Tomlinson seine Spielanalyse. Zudem hätten seine Spieler ungewöhnlich nervös begonnen. «Dies zeigte sich speziell beim 0:1. Es waren drei Mann zur Stelle, doch statt koordiniert einzugreifen, stürmte jeder auf den scheibenführenden Spieler zu. So entstand die Überzahl.» Am Sonntag müsse nun eine deutliche Steigerung her: «Da müssen wir wieder das Team mit dem grösseren Willen sein.» (zsz.ch)

Erstellt: 24.02.2017, 23:44 Uhr

Telegramm

National League B

Playoff, Viertelfinal (best of 7). Spiel 4:

Olten – SCRJ Lakers 3:0 (1:0, 2:0, 0:0)

Kleinholz. 4708 Zuschauer. SR Müller/Urban, Ambrosetti/Ströbel.
Tore: 16. Mäder (Aeschlimann/Ausschluss Hirt!) 1:0. 25. Polansky (Truttmann, Rouiller/Ausschluss Blatter) 2:0. 37. Mäder 3:0 (Penalty).
Strafen: 4×2 Minuten gegen Olten, 8×2 Minuten gegen Rapperswil-Jona.
Olten: Dominic Nyffeler; Rouiller, Fröhlicher; Barbero, Kobach; Geiger, Ba­gnoud; Meister; Truttmann, Polansky, Wüst; Ulmer, Feser, Schwarzenbach; Hirt, Schneuwly, Leonelli; Aeschlimann, Mäder, Huber; Hürlimann.
SCRJ Lakers: Melvin Nyffeler; Geyer, Blatter; Sataric, Maier; Auriemma, Profico; Grossniklaus, Molina; Rizzello, Aulin, McGregor; Hügli, Knelsen, Casutt; Hüsler, Vogel, Schmutz; Hoffmann, Mason, Altorfer.
Bemerkungen: Olten ohne Chuard, Gedig, Grieder, Pargätzi (alle verletzt), Schnyder (rekonvaleszent), Diem, Heinimann, Morini und Sahli (alle überzählig). Rapperswil-Jona ohne Brandi, Frei, Zanzi (alle verletzt), Büsser (rekonvaleszent), Bader, Guerra, Gurtner, Hutchings und Studer (alle überzählig). 47. Pfostenschuss Polansky.
Schüsse: 49:27 (16:8, 14:13, 19:6).
Stand in der Serie (best of 7): 1:3.

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