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Lakers verschenken einen Punkt

Das vierte Duell gegen Visp gewann Rapperswil-Jona gestern daheim 5:4 nach Penaltyschiessen. Soweit hätten es die Lakers nicht kommen lassen dürfen, denn im Schlussdrittel verspielten sie einen Dreitore-Vorsprung.

Lakers-Stürmer Niki Altorfer (kniend) bejubelt mit Reto Schmutz das 1:0, muss sich nach der Partie gegen seinen Ex-Klub Visp aber über den verlorenen Punkt ärgern.
Lakers-Stürmer Niki Altorfer (kniend) bejubelt mit Reto Schmutz das 1:0, muss sich nach der Partie gegen seinen Ex-Klub Visp aber über den verlorenen Punkt ärgern.
Tom Oswald Fotografie

Zweimal liessen sich die Lakers nicht bitten. Gleich zwei Treffer erzielten sie in doppelter Überzahl. Corsin Casutt war vor Ablauf des Startdrittels (19.) im zweiten Anlauf erfolgreich. 32 Sekunden hatten die Rosenstädter mit zwei Spielern mehr zum 2:1 benötigt. Im Mittelabschnitt traf Dion Knelsen bei Fünf gegen Drei nach nur elf Sekunden. Der Topskorer versenkte in der 27. Minute einen bei Visp-Keeper Lukas Meili abgeprallten Schuss von Antonino Rizzello.

Lediglich zwei Minuten später erhöhte Michael Hügli auf 4:1. Im Slot lenkte er Cédric Hüslers Abschlussversuch geschickt zwischen den Schonern von Meili hindurch. Damit war der Arbeitstag des Goalies beendet. Der eingewechselte Joël Aebi musste erst in der 39. Minuten die erste Parade zeigen. Die Rosenstädter bauten nach dem vierten Treffer massiv ab und wurden deshalb promt abgestraft.

Tomlinson ahnte Ungemach

Zumal den St. Gallern das 5:1 zu Beginn des dritten Durchgangs trotz zwei Topchancen verwehrt blieb. Zudem liessen sie ein Powerplay (43.) ungenutzt. So konnte der Ex-Laker Tim Bucher in der 48. Minute verkürzen und hauchte Visp damit Hoffnung ein. SCRJ-Coach Jeff Tomlinson schien zu ahnen, was seiner Equipe blühte und er nahm ein Time-out. Dieses zeigte vorerst Wirkung. Das Heimteam überstand eine Strafe Patrick Blatters unbeschadet (49.). Doch als dieser wieder in die Kühlbox musste, gelang mit Nicolas Thibaudeau einem weiteren ehemaligen Rosenstädter das 3:4.

Den Gästen blieben noch gut fünf Minuten zum Ausgleich – und dieser lag in der Luft. Andy Furrer scheiterte mit seinem frechen «Buebetrickli»-Versuch (57.), bereitete dann allerdings das 4:4 vor. Dieses gelang Tobias Bucher 67 Sekunden vor Schluss, als die Walliser das Glück ohne Torhüter auf ihre Seite zwangen. Die Lakers hatten ihren Dreitore-Vorsprung und sicher geglaubten «Dreier» leichtfertig hergegeben.

«Das sollte nicht passieren»

Da SCRJ-Captain Rizzello in der ersten Minute der Verlängerung nur den Pfosten traf und Keeper Michael Tobler das 4:5 mirakulös verhinderte (64.), wurde der Sieger im Penaltyschiessen ermittelt. In diesem legte Visp durch Roman Botta vor. Niki Altorfer und Thibaudeau scheiterten mit ihren Versuchen, ehe Jan Vogel ausglich. Letztlich sicherte Ryan McGregor den Gastgebern mit einem sehenswerten Tor die zwei Punkte.

Über den verlorenen Zähler ärgerte sich Niki Altorfer nach der Partie sehr. «Dass wir einen solchen Vorsprung verspielen, das sollte uns zwei Wochen vor den Playoffs nicht mehr passieren», betonte der Stürmer, welcher auf diese Saison hin von Visp an den Obersee gewechselt hatte. Dem 26-Jährigen war der Führungstreffer gelungen, indem er den Puck in der 13. Minute in die weite Torecke gehämmert hatte. Drei Minuten schossen die Walliser im zweiten Powerplay der Partie das 1:1. Botta erwischte Michael Tobler von der blauen Linie zwischen den Beinen. Der Lakers-Schlussmann hinterliess wie seine Vorderleute nicht immer den besten Eindruck.

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