Eishockey

Lakers schocken La Chaux-de-Fonds erneut

Rapperswil-Jona behielt auch im zweiten Halbfinal-Duell mit La Chaux-de-Fonds das bessere Ende für sich (mit 5:2) und ist damit nur noch zwei Siege vom NLB-Final entfernt.

Eine Szene mit Symbolcharakter: Wie hier Devin Muller beim Penalty gegen Melvin Nyffeler findet La Chaux-de-Fonds einfach kein Rezept, um gegen die Lakers zu reüssieren.

Eine Szene mit Symbolcharakter: Wie hier Devin Muller beim Penalty gegen Melvin Nyffeler findet La Chaux-de-Fonds einfach kein Rezept, um gegen die Lakers zu reüssieren. Bild: Tom Oswald Fotografie

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Langsam aber sicher wird es unheimlich. Egal was der Gegner auch versucht, wie sehr er auch drückt, die Lakers finden in den diesjährigen Playoffs (fast) immer einen Weg, um zu gewinnen. So auch gestern im ersten Heimspiel der Halbfinal-Serie gegen La Chaux-de-Fonds.

Im ersten Drittel waren die Rosenstädter die bessere Mannschaft. Da bewiesen sie, dass sie ihre Hausaufgaben nach dem sehr glückhaften 4:2-Auswärtserfolg am Sonntag gemacht haben. Erstens störten sie den Aufbau der Neuenburger deutlich energischer, zweitens spielten sie schneller und geradliniger aus der eigenen Verteidigungszone heraus, wodurch sie sich offensiv besser entfalten konnten.

Nach dem 1:0 abgebaut

Der verdiente Lohn für diese Verbesserungen war das 1:0 in der 7. Minute durch Steve Mason. Der holländisch-kanadische Doppelbürger mit Schweizer Lizenz lenkte im ersten Powerplay der Gastgeber eine Hereingabe von Topscorer Dion Knelsen unhaltbar ab. Einen zweiten Ausschluss liessen die St. Galler wenig später aber ungenutzt, ebenso zwei weitere Strafen zu Beginn des Mittelabschnitts.

Dies schien den Gästen Auftrieb zu verleihen, im Gegenzug konnten die Lakers ihr Konzept nicht mehr gleich konsequent umsetzen. Die Neuenburger bekamen in der Folge mehr und mehr Oberwasser, und bald einmal spielten praktisch nur noch sie. Die St. Galler verteidigten die Zone vor dem eigenen Gehäuse jedoch geschickt und hatten in Melvin Nyffeler einmal mehr einen bärenstarken Rückhalt (unter anderem parierte der 22-Jährige in der 17. Minute einen Penalty von Devin Muller). So lautete das Resultat trotz krasser Überlegenheit der Gäste (21:8 Schüsse im zweiten Drittel, total 45:25) auch zur zweiten Pause 1:0 zugunsten der Heimmannschaft, der sich in der 36. Minute mittels Penalty sogar die Chance zur Zweitore-Führung geboten hatte (Antonio Rizzello scheiterte aber ebenfalls am Goalie).

Gäste bremsen sich selbst aus

In der 46. Minute wurde der insgesamt hoch verdiente Ausgleich dann aber doch Tatsache. Verteidiger Kevin Hecquefeuille bezwang Nyffeler im Powerplay mit einem Schuss aus der Halbdistanz.

Alle Vorteile schienen nun auf der Seite der Neuenburger zu liegen, waren sie doch gerade im Fluss. Mit einem Wechselfehler bremsten sie sich jedoch wenig später gleich selber wieder aus. Die Lakers nahmen das «Geschenk» dankend an. Corsin Casutt würgte die Scheibe zum 2:1 über die Linie, profitierte dabei auch davon, dass nurmehr drei Gästespieler verteidigten, weil der vierte nach einem Zusammenprall hinter dem Tor liegen geblieben war. Doppeltes Glück für die St. Galler, denn meist unterbrechen die Schiedsrichter das Spiel in solchen Fällen. Gross beklagen konnten sich die Neuenburger aber insofern nicht, als die Refs mit ihnen im Mitteldrittel gnädig gezeigt hatten, als sie einen Treffer von Patrick Blatter wegen Behinderung nicht anerkannten, obwohl der Lakers-Verteidiger seinen Gegenspieler nur leicht touchiert hatte.

Wolf greift daneben

Apropos Geschenke: Ein solches war auch das 3:1, das wiederum im Powerplay fiel. Leandro Proficos Schuss war weder hart noch platziert, und doch griff Gästekeeper Tim Wolf daneben (53.).

Ganz entschieden war die Partie damit noch nicht. In der Schlussphase brachte Daniel Carbis die Gäste mit einem Shorthander nochmals heran. Schon eine knappe Minute später knickte Profico mit einem vierten Powerplay-Treffer die Hoffnungen der Neuenburger aber wieder. Den Schlusspunkt setzte schliesslich Michael Hügli mit dem 5:2 ins leere Tor. (zsz.ch)

Erstellt: 08.03.2017, 01:21 Uhr

Telegramm

National League B

Playoff-Halbfinal (best of 7). Spiel 2:

SCRJ Lakers – La Chaux-de-Fonds 5:2 (1:0, 0:0, 4:2)

SGKB-Arena. 2867 Zuschauer. SR Oggier/Weber, Dreyfus/Huguet.
Tore: 7. Mason (Knelsen, Hügli/Ausschluss Burkhalter) 1:0. 46. Hecquefeuille (Burkhalter, Carbis/Ausschluss Mason) 1:1. 49. Casutt (Schmutz, Aulin/Ausschluss Muller) 2:1. 54. Profico (Hügli, Mason/Ausschluss Eigenmann) 3:1. 58. (57:38) Carbis (Sterchi, Hecquefeuille/Ausschluss Burkhalter!) 3:2. 59. (58:37) Profico (Blatter, Rizzello/Ausschluss Burkhalter) 4:2. 60. (59:20) Hügli (Casutt) 5:2 (ins leere Tor).
Strafen: 3×2 gegen Rapperswil-Jona, 10×2 gegen La Chaux-de-Fonds.
Rapperswil-Jona Lakers: Melvin Nyffeler; Sataric, Maier; Geyer, Blatter; Grossniklaus, Molina; Auriemma, Guerra; Hügli, Knelsen, Casutt; Profico, Aulin, Rizzello; Hoffmann, Mason, Altorfer; Hüsler, Vogel, Schmutz.
La Chaux-de-Fonds: Wolf; Hostettler, Hecquefeuille; Jacquet, Ganz; Eigenmann, Stämpfli; Erb, Zubler; Sterchi, Forget, Dubois; Leblanc, Meunier, Keller; Rattaggi, Burkhalter, Carbis; Grezet, Bonnet, Muller.
Bemerkungen: Rapperswil-Jona ohne Brandi, Frei, McGregor, Zanzi (alle verletzt), Büsser (rekonvaleszent), Bader, Gurtner, Hutchings und Studer (alle überzählig); La Chaux-de-Fonds ohne Eriksson, Hasani, Hobi (alle verletzt), Boehlen, Vuilleumier, Willemin, DeSimone, Hofmann und Tschantz (alle überzählig). 17. Nyffeler hält Penalty von Muller. 35. Wolf hält Penalty von Rizzello. 36. Tor von Blatter wegen Behinderung nicht gegeben. 58:37 Time-out La Chaux-de-Fonds, danach bis 59:21 ohne Torhüter.
Schüsse: 25:45 (8:7, 8:21, 9:17).
Stand in der Serie (best of 7): 2:0.

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