Rapperswil-Jona

Lakers mit später Wende zum Sieg

Die Rapperswil-Jona Lakers sahen gegen die GCK Lions wie der sichere Verlierer aus. Nach zwei Dritteln lagen die St. Galler 1:4 zurück, ehe sie im Schlussabschnitt aufdrehten.

Raphael Prassl (rechts, im Duell mit Marc Grieder von den Lakers) erzielte das 2:1 für die GCK Lions.

Raphael Prassl (rechts, im Duell mit Marc Grieder von den Lakers) erzielte das 2:1 für die GCK Lions. Bild: Reto Schneider

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Die Lakers machten 40 Minuten lang einen müden und konzeptlosen Eindruck, den sie in der Schlussphase jedoch korrigieren konnten. Ausgerechnet ein Time-out der Gäste brachte die Rosenstädter in Fahrt. Keine halbe Minute nach der kurzen Verschnaufpause verkürzte Roman Schlagenhauf auf 2:4 und lancierte damit den Endspurt seiner Mannschaft. Schliesslich feierten die Lakers den vierten Derbysieg.

Die GCK Lions agierten lange Zeit souverän, sie kämpften beherzt und zeigten gute Kombinationen, ehe ihnen zuletzt der Schnauf ausging.

0:1 nach 34 Sekunden

Dabei hatte das Spiel für die Gäste so gut begonnen. Die Lakers verlagerten das Geschehen nach dem ersten Puckeinwurf sogleich in die Verteidigungzone der Zürcher, doch diese führten nach einem schnellen Konter über die Stationen Dominik Diem, Jérôme Bachofner und Ramón Diem nach 34 Sekunden 1:0. Diese Sturmformation wusste auch in der Folge mit gelungenen Spielzügen zu gefallen. Dabei gab die statistisch beste Abwehr der Liga mehrfach ein wenig vorteilhaftes Bild ab.

Der aufgerückte Cyrill Geyer erzielte nach präzisem Zuspiel von Schlagenhauf zwar nach gut drei Minuten den 1:1-Ausgleich. Doch statt den Schwung mitzunehmen, überliess das das Team vom Obersee das Spieldiktat den Lions, die durch Raphael Prassl (10.) und Mike Breiter (15.), der sein erstes Tor in der National League B erzielte, auf 3:1 davon zogen. Michael Tobler, an allen Treffern schuldlos, musste seinen Posten Melvin Nyffeler überlassen, am Spielverlauf änderte sich allerdings nichts.

Lakers erwachten erst spät

Statt mit frischem Elan das zweite Drittel anzugehen, handelte sich Valentin Lüthi wegen Crosschecks eine Fünfminuten- und Spieldauerstrafe ein (22.), und nach einer angezeigten Strafe gegen Marc Grieder, als die Zürcher einen Moment lang zu sechst spielen konnten, hämmerte Cedric Hächler den Puck von der blauen Linie zum 4:1 ins Lattenkreuz (25.). Wegen weiterer Strafen gegen die Lakers kamen die GCK Lions während mehr als zwei Minuten zum doppelten Überzahlspiel.

In Vollbestand, die jedoch erneut nicht lange dauerte, erkannte das Heimteam den Ernst der Lage. Der Favorit dominierte das Spiel aber erst im Schlussdrittel. Angriff um Angriff brandete nun auf GCK-Goalie Daniel Guntern, der Mal für Mal rettete – mit einer Ausnahme, als Schla­genhauf die Scheibe zum 2:4 über die Linie stocherte (49.).

Die Junglöwen fanden kaum mehr die Kraft, sich aus der Umklammerung zu lösen. Nicola Brandi (51.) und Ryan McGregor (58.) schafften vor Ende der regulären Spielzeit den 4:4-Gleichstand. Auch in der Verlängerung stand Guntern mehrheitlich im Mittelpunkt. Doch die beste Chance hatte auf der anderen Seite Bachofner, der bereits jubelte – nur: Der Puck hatte die Torlinie nicht vollständig überquert (62.). Im Penaltyschiessen trafen Jan Vogel und Raphael Kuonen, was den Lakers den Sieg einbrachte. Alex Nikiforuks Treffer war für die Lions nutzlos.

Morgen Dienstag geht die Meisterschaft mit unterschiedlichen Vorzeichen weiter. Während die Rapperswil-Jona Lakers in Langenthal den Abstand auf den Tabellenführer verringern möchten, empfangen die GCK Lions im Kellerduell den EHC Winterthur. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 28.12.2015, 09:56 Uhr

National League B

SCRJ Lakers – GCK Lions 5:4 n.P. (1:3, 0:1, 3:0)

Diners Club Arena. – 2883 Zuschauer.
SR: Marti/Peer; Bürgi/Duarte.
Tore: 1. (0:34) Ramón Diem (Bachofner, Dominik Diem) 0:1. 4. Geyer (Schlagenhauf, Profico) 1:1. 10. Prassl (Braun) 1:2. 15. Breiter (Kaj Suter) 1:3. 25. Hächler (Schmuckli, Dominik Diem/Ausschluss Lüthi) 1:4. 49. Schlagenhauf (Brandi, McGregor) 2:4. 51. Brandi (Profico, McGregor/Ausschlüsse Ulmann, Lazarevs) 3:4. 58. McGregor (Sataric, Brandi) 4:4.
Penaltyschiessen: Vogel 1:0, Bachofner -; Brandi -, Prassl -; Kuonen 2:0, Nikiforuk 2:1; Profico -, Dominik Diem -; Rizzello -, Allevi -; – Strafen: 4×2, 1×5 plus Spieldauer (Lüthi, Crosscheck) gegen die Lakers, 4×2 gegen die GCK.
Lakers: Tobler (ab 15. Nyffeler); Grossniklaus, Lüthi; Blatter, Geyer; Grieder, Sataric; Schaub, Zangger; Kuonen, Mason, McGregor; Högger, Clark, Rizzello; Aulin, Schlagenhauf, Profico; Brandi, Vogel, Hüsler.
GCK Lions: Guntern; Molina, Peter; Hächler, Schmuckli; Luchsinger, Braun; Breiter, Simon Seiler; Nikiforuk, Nägeli, Ulmann; Ramón Diem, Dominik Diem, Bachofner; Allei, Lazarevs; Puntus, Prassl, Kaj Suter.
Bemerkungen: Lakers ohne Frei, Hügli, Schommer (alle verletzt). GCK Lions ohne Hinterkircher, Leimbacher, Sørvik (beide verletzt), Neuenschwander, Schlegel (beide NLA), Karrer, Malgin, Schmidli, Suter (U20), Foucault (Spenglercup), Sitje (Dübendorf). 1. NLB-Spiel von Mark Lazarevs (1996). 1. NLB-Treffer von Mike Breiter.

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