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Lakers mit dem Rücken zur Wand

Ein stark aufspielendes Langenthal feierte am Freitagabend im eigenen Stadion den dritten Sieg in Folge gegen die Rapperswil-Jona Lakers und kann sich somit bereits morgen Sonntag in der Rosenstadt zum NLB-Meister krönen.

Josh Primeau (rechts), der nächste Saison bei den Lakers unter Vertrag stehen wird, verwertet zu Beginn des Mitteldrittels einen Abpraller bei SCRJ-Goalie Melvin Nyffeler zum 1:0 für Langenthal.
Josh Primeau (rechts), der nächste Saison bei den Lakers unter Vertrag stehen wird, verwertet zu Beginn des Mitteldrittels einen Abpraller bei SCRJ-Goalie Melvin Nyffeler zum 1:0 für Langenthal.
Keystone

Das fünfte Spiel dieser Best-of-7-Finalserie verlief aus Sicht der Lakers absolut ernüchternd. Sie standen im wiederum ausverkauften Schoren von Beginn an auf verlorenem Posten. Vor allem waren sie dem physischen Spiel der Gastgeber nicht gewachsen. Während die Langenthaler jeweils relativ einfach in die Zone vor dem Tor des Gegners eindringen konnten, ­gelang dies den St. Gallern auf der Gegenseite praktisch nie.

Ein Treffer schien daher nur im Powerplay realistisch. Weil Rapperswil-Jona jedoch kaum je wirklich gefährlich wurde, liessen Überzahlmöglichkeiten lange auf sich warten. Und als sie zu Beginn des Schlussabschnitts dann kamen (drei an der Zahl), zeigten sich die Lakers unfähig, diese zu nutzen. Nicht ein einziges Mal brauchte Langenthal-Keeper Marco Mathis in Unterzahl ein­zugreifen. «Uns fehlte heute der Mut, eine Aktion zu starten. Die Verantwortung wurde stets weitergereicht. Am deutlichsten zeigte sich dies im Powerplay», seufzte Jeff Tomlinson.

Aber nicht nur diesbezüglich stellte der SCRJ-Trainer seinem Team kein gutes Zeugnis aus. Wirklich Eishockey gespielt hätten sie nur während rund zehn Minuten, nämlich in jenen nach Langenthals zweitem Treffer bis zur zweiten Pause. Dies war letztlich klar zu wenig, um das an diesem Abend von A bis Z souverän agierende Langenthal in Bedrängnis zu bringen.

Sofort Antworten finden

Mit dem gestrigen 2:0-Erfolg, dem dritten Sieg in Folge, hat sich Langenthal zwei Meisterpucks erspielt. Die erste Chance, den zweiten NLB-Titel nach 2012 zu gewinnen, bietet sich morgen Sonntag (15:45 Uhr) in der SGKB-Arena am Obersee. Gelänge dies, würde sich die Geschichte wiederholen. Denn schon vor fünf Jahren gegen Lausanne gewannen die Oberaargauer den Final nach einem 0:2-Rückstand noch 4:2. Ein kleines Déjà-vu wäre dieses Szenario auch für die Lakers. Zwar führten sie im letztjährigen Meisterduell gegen Ajoie nur 1:0, verloren aber letztlich ebenfalls in sechs Spielen.

Will Rapperswil-Jona dies verhindern, muss es Antworten auf die Dominanz der Langenthaler finden, und zwar sofort. «Wir müssen mehr laufen, schneller, aber auch schlauer spielen. Nur so wird es uns gelingen, der sehr effektiven Störarbeit und dem physischen Spiel Langenthals zu entkommen», präsentierte Tomlinson bereits kurz nach Spielschluss erste Lösungsansätze.

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