Rapperswil-Jona

Lakers gelingt der grosse Coup

Die erste Cup-Partie in der Diners Club Arena wurde zu einer denkwürdigen. B-Ligist Rapperswil-Jona schaltete im Achtelfinal den kriselnden NLA-Vertreter Lugano aus.

Eine grosse Feier nach einem grossen Sieg an einem speziellen Abend: Die SCRJ Lakers haben den HC Lugano im Cup eliminiert.

Eine grosse Feier nach einem grossen Sieg an einem speziellen Abend: Die SCRJ Lakers haben den HC Lugano im Cup eliminiert. Bild: Keystone

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So laut gesungen und schön gefeiert wie gestern wurde in der Arena am Obersee schon lange nicht mehr. Die Emotionen waren berechtigt. Das Heimteam zeigte einen sehr starken Auftritt, war dem mit zahlreichen Stars bespickten Team aus dem Tessin ab der 6. Minute absolut ebenbürtig. In der Startphase hatten die Luganesi mächtig aufs Gaspedal gedrückt. Praktisch im Sekundentakt flogen die Pucks auf Melvin Nyffeler zu, doch der Lakers-Keeper hielt dicht.

Je länger die Partie dauerte, desto deutlicher zeigte sich dann die Verunsicherung des Favoriten. Zwar gelang den Gästen kurz vor der ersten Pause noch die Führung, das Tor beflügelte aber mehr die Lakers als die Tessiner. Der Ausgleich der Rosenstädter in der 37. Minute war denn auch hochverdient. Nachdem er zwei Zeigerumdrehungen zuvor eine eigentlich viel hochkarätigere Möglichkeit ausgelassen hatte, lenkte Lakers-Captain Antonio Rizzello diesmal einen Schuss von Jared Aulin entscheidend ab.

Auch das nötige Glück gehabt

69 Sekunden später verstummte der Jubel auf den gut besuchten Rängen schlagartig – aber nur für kurze Dauer. Der erneute Führungstreffer der Luganesi zählte nicht. Denn zum Zeitpunkt, als Tony Martensson die Scheibe einschoss, war die Partie bereits unterbrochen gewesen. Einer der Schiedsrichter meinte gesehen zu haben, dass die St. Galler, gegen die eine Strafe angezeigt war, den Puck für einen Moment kontrolliert hätten und pfiff – sehr zum Vorteil Rapperswil-Jonas – ab.

Es war nicht das einzige Mal, dass das Glück den Lakers an diesem Abend hold war. Als nämlich der NLA-Vertreter im Anschluss an den von Raphael Kuonen während einer 4:3-Überzahl erzielten Führungstreffer des Underdogs nochmals Druck aufsetzte, schenkte Linus Klasen den St. Gallern mit einem Eigentor der Marke «Pleiten, Pech und Pannen» das 3:1. Was war passiert? Gegen die Lakers war eine Strafe angezeigt, Stefan Müller (eigentlich Elite-Goalie beim HCL) machte einem sechsten Feldspieler Platz und dann glitt ein Rückpass des Schweden über das ganze Spielfeld ins verweiste Tor.

Vorsprung tapfer verteidigt

Im Nachhinein stellte sich dieser Treffer als matchentscheidend heraus. Doch ganz ohne Nervenkitzel brachten die St. Galler den Sieg nicht ins Trockene. Als nach Klasens Eigentor die Strafe gegen Leandro Profico ausgesprochen wurde, nutzte Luca Fazzini das Powerplay zum Anschlusstreffer. Zu mehr reichte es den Luganesi unter den Augen ihres neuen Trainers (Doug Shedden verfolgte das Geschehen auf der Tribüne) nicht. Zu tapfer wehrten sich die Rosenstädter – allen voran ihr Keeper Melvin Nyffeler. «Dieser Sieg ist absolut geil», frohlockte Captain Rizzello hinterher. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 28.10.2015, 08:55 Uhr

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