Eishockey

Lakers für einmal nicht Favorit

Mit dem Qualifikationszweiten La Chaux-de-Fonds wartet auf Rapperswil-Jona (4.) in den am Sonntag beginnenden Playoff-Halbfinals eine echte Knacknuss. Die Neuenburger hinterliessen in der Regular Season den stärkeren Eindruck als die St. Galler und schnitten auch in den Direktduellen besser ab.

Nicht die besten Erinnerungen: Gegen La Chaux-de-Fonds (im Bild Goalie Tim Wolf und Stürmer Laurent Meunier) taten sich die Lakers (Niki Altorfer) bisher meist schwer.

Nicht die besten Erinnerungen: Gegen La Chaux-de-Fonds (im Bild Goalie Tim Wolf und Stürmer Laurent Meunier) taten sich die Lakers (Niki Altorfer) bisher meist schwer. Bild: Tom Oswald Fotografie

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Nach dem frühen Ende der Saison 2015/16 (Viertelfinal-Out gegen den späteren Meister Ajoie) rüstete La Chaux-de-Fonds im vergangenen Sommer kräftig auf. Unter anderem stiessen mit Fabian Ganz (von Olten) der produktivste Verteidiger der Liga zum im Hochjura beheimateten Klub, mit Ex-Lakers-Goalie Tim Wolf (Ambri-Piotta) ein Schlussmann mit Erfahrung aus der höchsten Spielklasse sowie mit Flügelstürmer Adam Hasani (Kloten) gar ein gestandener NLA-Profi.

Letzterer hatte – wie Ganz – massgeblichen Anteil am Erfolg in der Qualifikation (siehe Statistiken unten). Diese hatte La Chaux-de-Fonds, dominiert, ehe es von Langenthal noch auf Platz 2 verdrängt wurde.

Beidseits Verletzungssorgen

In Spiel 3 der mit 4:1 Siegen gewonnenen Viertelfinalserie gegen Visp verletzte sich Hasani allerdings und fällt wohl noch ein bis zwei Wochen aus. Nicht ganz so lange dauern bis zum Comeback sollte es bei Ganz, für den die Viertelfinal-Serie schon nach Spiel 2 vorbei war, und Dominic Hobi, der letzten Sommer von Langenthal zum HCC gewechselt war und seit Anfang Januar zum Zuschauen verdammt ist. Mit dem Schweden Henrik Eriksson steht ein weiterer prominenter Name auf La Chaux-de-Fonds’ Verletztenliste, allerdings hat Trainer Alex Reinhard, der bei den Neuenburgern seit Januar 2014 an der Bande steht, auf der Ausländerposition dennoch die Qual der Wahl. Zuletzt setzte er neben dem kanadischen Topscorer Dominic Forget auf den Ende Januar verpflichteten Franzosen Kevin Hecquefeuille – statt des schon Mitte Dezember geholten Amerikaners Phil DeSimone.

Auch an den Lakers ging der Viertelfinal nicht spurlos vorbei. Ryan McGregor könnte schlimmstenfalls mehrere Wochen ausfallen. Seine Position im Sturm übernimmt wie im letzten Spiel der mit 4:1 Siegen gewonnen Serie gegen Olten Verteidiger Leandro Profico. Fraglich ist der Einsatz von Cyrill Geyer, dem zuletzt stärksten Verteidiger der Rosenstädter.

Über den Kampf zum Erfolg

In den bisherigen Duellen seit dem Abstieg der Lakers in die NLB behielt La Chaux-de-Fonds meist, sprich in sechs von neun Fällen das bessere Ende für sich. Die letzte Direktbegegnung gewannen allerdings die St. Galler, und zwar in überzeugender Manier. Dieser 4:1-Auswärtserfolg sei wichtig für den «Kopf» gewesen, glaubt SCRJ-Trainer Jeff Tomlinson, «weil es uns die Gewissheit gibt, auch in La Chaux-de-Fonds siegen zu können.

Generell erwartet der Deutschkanadier eine enge Serie. Die Neuenburger seien wie Olten oder auch sein eigenes Team sehr ausgeglichen besetzt, individuell aber noch besser. Deshalb müssten sie den Erfolg über den Kampf suchen und extrem gut verteidigen. Spezielle Vorsicht ist in den Spielen in der SGKB-Arena geboten, wo der HCC bisher vier von fünf Partien gewannen. «Das lag wohl daran, dass wir zuhause mehr für die Offensive tun wollten und zuviel Risiko nahmen», analysiert Tomlinson. Dies dürfe ihnen nicht mehr passieren. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 03.03.2017, 15:42 Uhr

Stats und Infos zur Serie (zum Vergrössern anklicken)

«Hatten etwas gar viel Respekt»

Nach dem Triumph über Olten hatten Sie zwei Tage frei. Wie haben Sie die Zeit genutzt?
Rajan Sataric: Ich habe zu Hause entspannt, mich ausgeruht und wieder Kräfte gesammelt.

Waren Sie überrascht, dass die Viertelfinal-Serie schon nach fünf Partien entschieden war?
Ziemlich, ja. Zum Ende der Qualifikation hatten wir nicht gut gespielt. Doch in den Playoffs gelang es uns, den Hebel umzu­legen. Vor allem verteidigten wir gegen Olten sehr solid und blockten extrem viele Schüsse. Das war entscheidend.

Am Mittwoch begann die Vorbereitung auf die Halbfinal- Serie. Worauf lag der Fokus?
La Chaux-de-Fonds hat viele schnelle, wendige Spieler. Da ist es wichtig, defensiv gut zu stehen und vor allem den Weg zum Tor zuzumachen. Ein ganz wichtiger Faktor werden sicher auch die Spe­cial­teams. Wie wir ist La Chaux-de-Fonds in Überzahl sehr stark. Es gilt also, Strafen zu vermeiden und gut Box­play spielen.

Die Bilanz gegen die Neuenburger ist negativ. Weshalb bekundeten die Lakers bisher derart Mühe?
Wir gaben ihnen jeweils zu viel Raum, hatten etwas gar viel Respekt. Das darf uns nun nicht mehr passieren – und wird es auch nicht: Diesbezüglich bin ich nach der Serie gegen Olten sehr zuversichtlich. (su)

Rajan Sataric (24)stiess auf die NLA-Playouts der Saison 2013/14 hin vom NLB-Klub Thurgau zu den SCRJ Lakers. Für die Rosenstädter absolvierte er bisher 194 Pflichtspiele (71 NLA/115 NLB/8 Cup) und verbuchte dabei 13 Tore (2/11/0) und 46 Assists (2/44/0).

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