Eishockey

Lakers bleiben am Leben

Thurgau erwies sich auch in Spiel 5 als Knacknuss, doch diesmal fanden die Lakers eine Lösung, setzten sich letztlich klar mit 5:0 durch und verkürzten damit in der Best-of-7-Viertelfinal-Serie nach Siegen auf 2:3.

Gian-Andrea Thöny jubelt nach seinem Tor zum 3:0. Der von Winterthur an die Lakers ausgeliehene Stürmer liess sich zudem zwei Assists gutschreiben.

Gian-Andrea Thöny jubelt nach seinem Tor zum 3:0. Der von Winterthur an die Lakers ausgeliehene Stürmer liess sich zudem zwei Assists gutschreiben. Bild: tomoswald.ch

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Obwohl sie die Auftaktpartie zu Hause knapp gewannen (1:0), gerieten die Lakers in den folgenden Spielen gegen Thurgau unter die Räder. Sie kamen mit der Favoritenrolle nicht zurecht, verkrampften sich zusehends. Dies bewog Trainer Jeff Tomlinson dazu, der Mannschaft im Anschluss an die dritte Niederlage in Folge einen Tag frei zu geben – um einmal auf andere Gedanken zu kommen und den Kopf auszulüften.

Diese Massnahme war scheinbar genau die richtige. Jedenfalls zeigten die Rosenstädter gestern ihre beste Leistung in dieser Viertelfinal-Serie. Einen guten Start hatten die Lakers schon am Dienstag erwischt, im Gegensatz zu damals blieben sie diesmal aber auch über die ersten fünf Minuten hinaus am Drücker. So liefen sie nie ernsthaft Gefahr, in Rückstand zu geraten.

Geduldig geblieben

Damit war sicher ein wichtiger Schritt getan. Weiterhin schwer taten sich die St. Galler jedoch mit dem Verwerten der Chancen. Gian-Andrea Thöny (11./in Überzahl) sowie Top­sko­rer Raphael Kuonen (16.) mit Pfostenschüssen und Marc Grieder (23.) mit einem Lattenknaller kamen einem Tor zwar nahe, doch am Metall ist halt nicht drin.

Im Gegensatz zu den vorherigen Partien liess sich Rapperswil-Jona vom ausbleibenden Ertrag gestern nicht beirren. Die Heimmannschaft blieb geduldig, hielt an ihrem Spielkonzept fest. Und dafür wurde sie letztlich belohnt.

Mason bricht den Bann

Den Auftakt machte Steve Mason in der 37. Minute, als er im Slot eine Vorlage von Cédric Hüsler ins hohe Eck verwertete. Das 1:0 war Balsam für die Seelen und das Nervenkostüm der Rosenstädter. Sie nahmen den Schwung ins Schlussdrittel mit und doppelten dort nach nur 44 Sekunden nach.

Mit seinem Powerplay-Treffer löste Antonio Rizzello ein weiteren Knopf. Denn nachdem sie zuvor 16 Überzahlsi­tua­tio­nen nicht hatten nutzen können, bestraften die St. Galler durch Roman Schlagenhauf (59.) und Jared Aulin (59.) auch gleich die zwei folgenden Thurgauer Strafen aus. Dazwischen traf noch Thöny bei personellem Gleichstand (47.).

Thurgau hatte dem Ansturm der Gastgeber wenig entgegenzusetzen. Obwohl die «Leuen» nach dem dritten Gegentreffer während beinahe zwei Minuten mit zwei Mann mehr spielen konnten, kam Lakers-Goalie Melvin Nyffeler zum zweiten Shutout in dieser Serie.

«Wir spielten endlich so, wie es uns vorgenommen hatten, leidenschaftlich, und doch geduldig», freute sich Lakers-Verteidiger Cyrill Geyer. «Dieser Sieg gibt Selbstvertrauen. Nun müssen wir dranbleiben und am Sonntag in Weinfelden das Break schaffen.» (zsz.ch)

Erstellt: 26.02.2016, 23:53 Uhr

Telegramm

NLB, Playoff-Viertelfinal (best of 7), Spiel 5 (Stand: 2:3)

SCRJ Lakers – Thurgau 5:0 (0:0, 1:0, 4:0)
Diners Club Arena. 3728 Zuschauer (Saisonrekord). SR Boverio/Mandioni, Huggenberger/Obwegeser. – Tore: 37. Mason (Hüsler, Thöny) 1:0. 41. (40:44) Rizzello (Schommer, Aulin/Ausschluss Bischofberger) 2:0. 47. Thöny 3:0. 56. Schlagenhauf (Thöny, Kuonen/Ausschluss Brunner) 4:0. 59. Aulin (Rizzello, Schmutz/Ausschluss Maier) 5:0. – Strafen: 5×2 gegen Rapperswil-Jona, 9×2 plus 10 (Blasbalg) gegen Thurgau. – Rapperswil-Jona Lakers: Melvin Nyffeler; Blatter, Geyer; Profico, Lüthi; Grieder, Sataric; Grossniklaus; Aulin, Clark, Rizzello; Kuonen, Schlagenhauf, McGregor; Hügli, Mason, Schommer; Thöny, Vogel, Schmutz; Hüsler. – Thurgau: Dominic Nyffeler; Urech, Parati; Nater, Kühni; Maier, Eigenmann; Roos; Rohner, Damon, Scofield; Andersons, Bischofberger, Arnold; Sterchi, Wichser, Brunner; Lemm, Fuhrer, Bahar; Blasbalg. – Bemerkungen: Rapperswil-Jona ohne Frei, Högger (beide verletzt), Auriemma, Bader, Grigioni, Schaub, Tkachenko, Zangger (alle überzählig) und Brandi (Wetzikon); Thurgau ohne Huras, Küng und McGrath (alle verletzt). 11. Pfostenschuss Thöny. 16. Pfostenschuss Kuonen. 23. Lattenschuss Grieder.

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