Eishockey

Lakers beweisen Killerinstinkt

Rapperswil-Jona realisierte im ersten Finalspiel sogleich das Break. Was die St. Galler beim 5:2-Erfolg in Langenthal vor allem auszeichnete, war ihre Effizienz. Im Mitteldrittel nutzten sie zwei ihrer ersten drei Schüsse zu Treffern.

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Das erste Finalspiel verlief so wie viele Partien zuvor in den diesjährigen Playoffs mit Beteiligung der Rosenstädter: Der Gegner hat mehr Spielanteile, aber die Lakers schiessen die Tore. «Die Effizienz zeichnet uns im Moment sicher aus», sagte Corsin Casutt hinterher. «Aber nicht nur: Wir spielen einfach, setzen unsere läuferischen Qualitäten gut ein und kämpfen leidenschaftlich.» Dazu hätten sie sich in heiklen Momenten einmal mehr auf Melvin Nyffeler verlassen können.

Stark gefordert war der Lakers-Keeper vor allem zu Beginn. Langenthal startete selbstbewusst und druckvoll in dieses erste Heimspiel und konnte sich schon nach wenigen Minuten in doppelter Überzahl versuchen. Nicht nur da fehlte es aber irgendwie an den zündenden Ideen.

3:0 nach 28 Minuten

Wie man es besser macht, zeigten die Gäste kurz vor der ersten Pause, als sie ihrerseits mit zwei Mann mehr auf dem Eis standen. Casutt spielte zu Jared Aulin, der von hinter dem Tor in den Slot zu Reto Schmutz, welcher eiskalt vollstreckte.

Ein Schock für die Oberaargauer – und es kam noch schlimmer. Gut sieben Minuten und drei Torschüsse reichten den Lakers im Mitteldrittel, um auf 3:0 davonzuziehen. Das 2:0 erzielte Casutt mit einem Rush über die linke Seite. «Ich kam gerade von der Bank aufs Eis. Da gelangte der Puck via Bande zu mir, ich konnte davonziehen und vollstrecken», beschrieb der 32-jährige Flügelstürmer die Szene. Als Cédric Hüsler wenig später nach schönem Querpass von Steve Mason zum 3:0 einnetzte, war der Arbeitstag von SCL-Keeper Marco Mathis vorzeitig beendet.

Der vor allem taktisch motivierte Torhüterwechsel brachte nicht den erhofften Umschwung – weil die St. Galler dies nicht zuliessen. Mit der Führung im Rücken spielten sie extrem abgeklärt. Dazu blieben sie hartnäckig in den Zweikämpfen, aber auch dann, wenn es ums Verwerten der Chancen ging. So gezeigt von Thomas Studer, der nach einer Parade des eingewechselten Yannik Wildhaber einfach so lange nachstocherte, bis die Scheibe zum 4:1 hinter der Linie war (38.). Es war die prompte Reaktion auf das 1:3 der Gastgeber (36.).

Führung sicher verwaltet

Im Schlussdrittel zeigte sich Langenthal bemüht, nochmals den Anschluss zu schaffen. Wirklich gefährlich wurde es für das Tor der Gäste aber nur, wenn sie in Unterzahl verteidigen mussten. «Da sind wir phasenweise nicht mehr ganz so gut Schlittschuh gelaufen, kamen manchmal einen Schritt zu spät», analysierte Casutt. Folgen hatte dies aber nur einmal, nämlich als Brent Kelly, der nach dem vorzeitigen Saisonende von Jeff Campbell einzigen verbliebenen SCL-Ausländer, nach schönem Sololauf auf 2:4 verkürzte. Das 5:2 gelang schliesslich noch Leandro Profico ins leere Tor. (zsz.ch)

Erstellt: 22.03.2017, 07:56 Uhr

Telegramm

National League B

Playoff-Final (Best of 7). Spiel 1:

Langenthal – SCRJ Lakers 2:5 (0:1, 1:3, 1:1)

Schoren. 3815 Zuschauer. SR Müller/Wehrli; Pitton/Stuber.
Tore: 19. Schmutz (Aulin, Casutt/Ausschlüsse Kämpf, Gerber) 0:1. 24. Casutt 0:2. 28. Hüsler (Mason, Vogel) 0:3. 36. Rytz (Montandon) 1:3. 38. Studer (Schmutz, Altorfer) 1:4. 50. Kelly (Tschannen, Wildhaber/Auschluss Maier) 2:4. 60. (59:58) Profico (Rizzello) 2:5 (ins leere Tor).
Strafen: 5×2 Minuten gegen Langenthal, 6×2 Minuten gegen die Rapperswil-Jona Lakers.
Langenthal: Mathis (28. Wildhaber); Völlmin, Marti; Cadonau, Rytz; Pienitz, Mike Küng; Pivron, Kummer, Kämpf; Kelly, Montandon, Tschannen; Primeau, Dünner, Füglister; Gerber, Hess, Vincenzo Küng; Kläy.
Rapperswil-Jona Lakers: Nyffeler; Sataric, Maier; Grossniklaus, Blatter; Molina, Büsser; Guerra; Profico, Aulin, Rizzello; Hügli, Knelsen, Casutt; Hüsler, Mason, Vogel; Altorfer, Studer, Schmutz; Brandi.
Bemerkungen: Langenthal ohne Campbell, Schüpbach (beide verletzt), Wolf (krank), Duarte, Christen und Trüssel (alle überzählig). Rapperswil-Jona ohne Frei, Geyer, McGregor, Sieber, Zanzi (alle verletzt), Auriemma (Elite-B-Junioren), Bader, Gurtner, Hoffmann und Hutchings (alle überzählig). 58:33 Time-out Langenthal, danach von 59:05 bis 59:58 ohne Torhüter.
Schüsse: 37:27 (11:9, 11:11, 15:7).
Stand in der Serie (Best of 7): 0:1.

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